Der DAX zeigte am Freitag eine Erholungsbewegung auf die Verluste der beiden vorausgegangenen Handelstage. Auf Basis des Intradaycharts sprang er zur Eröffnung über die korrektive Abwärtstrendlinie und arbeitete sich anschließend bis zum späten Vormittag an das kritische Widerstandscluster aus 50%-Retracement, 100-Stunden-Linie, letztem Zwischenhoch und gebrochener Aufwärtstrendlinie vor. Ausgehend vom dort bei 13.002 Punkten markierten Tageshoch kam es zu einem mehrstündigen Rücksetzer und zum Schließen der Eröffnungslücke. Nah dem Erreichen des Tagestiefs bei 12.852 Punkten konnte sich das Aktienbarometer wieder erholen. Der Tagesschluss bei 12.938 Punkten lag etwas oberhalb der Mitte der Tagesrange. Im Tageschart formte es einen Inside Day (komplette Tagesspanne innerhalb der Spanne des Vortages) sowie zugleich eine Bullish-Harami-Kerze. Im Wochenchart kam es derweil zur Ausformung einer Bearish-Engulfing-Kerze.
Ganz kurzfristig betrachtet liegt aktuell eine Pattsituation zwischen Bullen und Bären vor. Es bedarf eines Anstiegs über die Hürde bei derzeit 13.002-13.006 Punkten, um eine Ausdehnung der Erholung mit potenziellen Zielen bei 13.051/13.053 Punkten, 13.109/13.118 Punkten und 13.170-13.204 Punkten zu ermöglichen. Es bedarf eines signifikanten Tagesschlusses über 13.204 Punkte, um eine unmittelbare Fortsetzung des mittelfristigen Erholungstrends in Richtung 13.370 Punkte und 13.597 Punkte (Rekordhoch aus dem Januar) zu signalisieren. Unterhalb von 13.002-13.006 Punkten bleibt die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung des intakten kurzfristigen Abwärtstrends deutlich erhöht. Bearishe Anschlusssignale entstünden jedoch erst unter 12.843/12.852 Punkten und vor allem unter 12.802 Punkten. Unterhalb der letztgenannten Marke entstünden Abwärtsrisiken in Richtung 12.621-12.665 Punkte, 12.562/12.564 Punkte und 12.400-12.465 Punkte. Zwischengeschaltete Supports lassen sich bei 12.758/12.769 Punkten und 12.705/12.732 Punkten ausmachen.
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