Der deutsche Aktienmarkt meldete sich mit positiven Vorzeichen aus dem verlängerten Pfingstwochenende zurück. Stützend wirkte die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Der DAX endete 0,70 Prozent fester bei 13.170 Punkten. MDAX und TecDAX gewannen 0,57 und 0,43 Prozent hinzu. Unter den 110 größten Werten gab es 78 Gewinner (73%) und 29 Verlierer. Das Volumen im DAX betrug 112,5 Millionen Aktien (Vortag: 128,1) im Wert von 4,31 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,72). Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte (+2,10%), Automobile (+1,62%) und Banken (+1,53%). ThyssenKrupp belegte mit einem Kurssprung um 9,55 Prozent die DAX-Spitze. Hier beflügelte die Spekulation auf einen möglichen Einstieg des aktivistischen Hedgefonds Elliott. BMW und Volkswagen profitierten von einer positiven Branchenstimmung und legten um 2,55 beziehungsweise 2,02 Prozent zu. China hatte angekündigt, die Importzölle für Kraftfahrzeuge ab dem 1. Juli von 25 auf 15 Prozent zu senken. RWE verlor am Indexende 0,99 Prozent. Fresenius SE und Merck notierten 0,92 und 0,61 Prozent schwächer.
An der Wall Street dominierten zur Schlussglocke nach Gewinnmitnahmen die negativen Vorzeichen. Der Dow verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,71 Prozent bei 24.834 Punkten aus dem Handel. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,17 Prozent nach unten auf 6.894 Zähler. 57 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. Es gab 134 neue 52-Wochen-Hochs und 41 neue Tiefs. Bei den Sektoren waren Finanztitel und Versorger gesucht. Deutliche Abschläge verzeichneten Energiewerte und Industrietitel.
Am Devisenmarkt hielten sich die Ausschläge überwiegend in sehr engen Grenzen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,09 Prozent tiefer bei 93,59 Punkten. EUR/USD gab um 0,08 Prozent auf 1,1781 USD nach. Auffällig stark unter den anderen Hauptwährungen tendierten der Franken und das Pfund Sterling. Schwäche zeigte hingegen der Kanada-Dollar. Mit Blick auf die Nebenwährungen setzte die türkische Lira ihren Kurseinbruch mit neuen Rekordtiefs gegen Dollar und Euro fort. Real und Rand konnten deutlich aufwerten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,24 Prozent auf ein Mehrjahreshoch bei 494,22 Punkten. Brent-Öl verteuerte sich gestützt von Angebotssorgen mit Blick auf US-Sanktionen gegen Venezuela und den Iran um 0,19 Prozent auf 79,37 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 2,67 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 2,93 USD. Comex-Kupfer notierte 0,86 Prozent fester bei 3,13 USD. Gold handelte nahezu unverändert bei 1.291 USD (1.097 EUR). Silber und Platin stiegen um 0,27 respektive 0,97 Prozent. Palladium verbilligte sich um 0,29 Prozent auf 987,50 USD.
Am Rentenmarkt sackte die Umlaufrendite um sechs Basispunkte auf 0,38 Prozent ab. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um vier Basispunkte auf 0,56 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,21 Prozent tiefer bei 159,06 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte nach einem unspektakulären Handel bei 3,06 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Auf der Stimmung lasteten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser sagte er sei „nicht zufrieden“ mit der letzten Verhandlungsrunde im Rahmen der Handelsstreitigkeiten mit China. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,36 Prozent auf 173,56 Punkte. Besonders schwach tendierten der Nikkei 225 (-1,18%) und der Hang Seng Index (-1,09%). Gegen den Trend konnte der Kospi (+0,43%) Zugewinne verbuchen.
Heute richtet sich der Fokus der Anleger auf die Veröffentlichung des Protokolls der letzten FOMC-Sitzung. Von der Makroseite könnten daneben die Markit-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone für Impulse sorgen. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen von Vapiano, CTS Eventim und Stemmer Imaging. Hauptversammlungen finden statt unter anderem bei Evonik Industries, Zalando, Aareal Bank, Pfeiffer Vacuum Technology und TAG Immobilien.
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