Der deutsche Aktienmarkt zeigte zum Wochenschluss belastet von Gewinnmitnahmen Schwäche. Ein weiter absinkender Euro bot keine Schützenhilfe. Der DAX endete nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines neuen 3-Monats-Hochs 0,28 Prozent tiefer bei 13.078 Punkten. Auf Wochensicht rückte das Börsenbarometer 0,59 Prozent vor und baute damit die Gewinnserie auf acht Wochen aus. MDAX und TecDAX konnten am Berichtstag um jeweils 0,03 Prozent zulegen. Unter den 110 größten Werten gab es 41 Gewinner (37%) und 69 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 74 Prozent. Das Volumen im DAX betrug am kleinen Verfallstag 128,1 Millionen Aktien (Vortag: 94,9) im Wert von 5,13 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,67). Mit Blick auf die Sektorenperformance lagen Konsumwerte (+0,58%) vor Softwaretiteln (+0,49%) und Einzelhandelswerten (+0,24%). Am schwächsten präsentierten sich Banken (-1,62%), Technologietitel (-1,56%) und Rohstoffwerte (-0,96%). An der DAX-Spitze verbesserte sich Henkel nachrichtenlos um 1,76 Prozent. Vonovia und E.ON rückten um 0,66 respektive 0,62 Prozent vor. Belastet von Dividendenausschüttungen gaben BMW, Deutsche Telekom und FMC zwischen 2,21 und 5,06 Prozent nach. Lufthansa sackte um 1,83 Prozent ab. Hier drückten die steigenden Ölpreise branchenweit auf die Stimmung.
An der Wall Street hatte der Dow am Freitag unverändert geschlossen und der technologielastige Nasdaq 100 einen Abschlag von 0,50 Prozent verbucht. Im gestrigen Handel führte die am Wochenende bekannt gegebene Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China zu einer Stimmungsaufhellung. Der Dow stieg um 1,20 Prozent auf 25.013 Punkte. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,57 Prozent nach oben auf 6.906 Zähler. 68 Prozent der Werte an der NYSE gingen mit Zugewinnen aus dem Handel. Das Aufwärtsvolumen lag bei 71 Prozent. 191 neuen 52-Wochen-Hochs standen 57 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren endeten im grünen Bereich. Die größten Aufschläge waren bei Industrietiteln, Immobilienaktien und Energiewerten zu beobachten.
Am Devisenmarkt hatte der US-Dollar zum Wochenausklang seinen Höhenflug fortgesetzt und das Währungspaar EUR/USD ein neues 5-Monats-Tief bei 1,1750 USD markiert. Gestern setzte sich dieser Trend lediglich bis zum Vormittag fort. Nach einem Tagestief bei 1,1717 USD startete eine kräftige Erholung. Gegen Ende des New Yorker Handels notierte der Kurs 0,22 Prozent höher als am Freitag bei 1,1795 USD. Auf Tagesbasis entstanden sowohl im Dollar-Index als auch bei EUR/USD Umkehrkerzen, die eine mögliche deutlichere Gegenbewegung signalisieren. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar mit Stärke auf. Schwach präsentierten sich hingegen das Pfund Sterling sowie der Yen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte gestern um 0,80 Prozent auf 493,06 Punkte und konnte damit auf Schlusskursbasis ein Mehrjahreshoch markieren. Brent-Öl verteuerte sich um 1,18 Prozent auf 79,44 USD. Die US-Sorte WTI stieg um 1,67 Prozent auf 72,56 USD, den höchsten Stand seit 2014. Stützend für die Rohölpreise wirkte die Spekulation, dass neue US-Sanktionen gegen Venezuela zu einem weiteren deutlichen Rückgang der Ölexporte des Landes führen könnten. US-Präsident Donald Trump hatte am Berichtstag in Reaktion auf die Wiederwahl des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro eine entsprechende Exekutivorder unterzeichnet. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,59 Prozent auf 2,86 USD nach. Hier belastete die Vorhersage niedrigerer Temperaturen für die Ostküste der USA, was die Nachfrage nach Energie für Klimaanlagen zu Beginn der Sommer-Saison niedrig halten würde. Comex-Kupfer notierte 1,13 Prozent höher bei 3,0980 USD. Gold handelte nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 5-Monats-Tiefs gut behauptet bei 1.292 USD (1.096 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten zwischen 0,46 und 2,69 Prozent zulegen.
Am Rentenmarkt notierte die am Freitagvormittag festgestellte Umlaufrendite einen Basispunkt höher bei 0,44 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen geriet im Verlauf des Nachmittags deutlich unter Druck und endete sieben Basispunkte tiefer bei 0,57 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,62 Prozent höher bei 158,80 Punkten. Der Kontrakt überwand mit einer langen bullishen Tageskerze die gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 20 und 50 Tage. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes büßte fünf Basispunkte auf 3,06 Prozent ein. Der gestrige Handel brachte eine Fortsetzung dieser Tendenz bei den deutschen Anleihen. Die Zehnjahresrendite sackte bis auf 0,52 Prozent ab. Der Euro-Bund-Future schloss 0,37 Prozent fester bei 159,39 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries verharrte hingegen bei 3,06 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,12 Prozent auf 174,41 Punkte. Auffällige Schwäche zeigte der australische ASX 200 (-0,80%) mit Abgaben in allen Sektoren. Die Börsen in Hongkong und Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stehen keine relevanten Makrodaten zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig findet bei bet-at-home.com die Hauptversammlung statt. Nach US-Börsenschluss steht Hewlett Packard Enterprise mit Quartalszahlen im Fokus.
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