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15.05.18, 11:51

Euro-Bullen scharren mal wieder mit den Hufen

EUR: Die Euro-Bullen scharren mal wieder mit den Hufen, nachdem der französische Zentralbankpräsidenten Francois Villeroy de Galhau gestern nicht nur seine Unterstützung für ein Ende der EZB-Anleihekäufe zum Jahresende signalisierte, sondern sich auch konkreter zum Zeitpunkt einer darauf folgenden Zinserhöhung äußerte. Diese sieht er „Quartale, aber nicht Jahre“ nach dem Ende der Nettoanleihekäufe, woraufhin EUR-USD sich der 1,20 wieder annäherte, auch wenn der Wechselkurs die Gewinne im Laufe des Tages wieder abgeben musste. Damit geht das Kommunikationschaos der EZB weiter, bei dem auch Äußerungen taubenhafter EZB-Ratsmitglieder wie Villeroy im Gegensatz zur offiziellen EZB-Linie stehen, die auf ihrer Sitzung im April noch einmal recht deutlich signalisiert hatte, dass sie ein Anziehen der unterliegenden Inflation sehen möchte, bevor es gerechtfertigt wäre, die geldpolitische Unterstützung durch die Nettoanleihekäufe zurückzufahren.

Es ist schon erstaunlich, dass sich gerade die EZB-Tauben in letzter Zeit kommunikativ derart weit aus dem Fenster lehnen. Normalerweise müsste man das als Signal einer koordinierten Kommunikationsoffensive sehen, mit dem Ziel, die Markterwartungen zu steuern. Das spräche demzufolge nicht nur für ein baldiges QE-Ende, sondern auch für auf absehbare Zeit steigende Zinsen, was durchaus einen stärkeren Euro rechtfertigen würde. Doch unsere Volkswirte sehen, zumindest bis Jahresende, kein nachhaltiges Anziehen der Kerninflation. Und da die EZB offiziell noch keine Entscheidung über ihr weiteres Vorgehen gefällt hat, müssten die Daten unsere Erwartung genau dann bestätigen, wenn diese Entscheidung in wenigen Monaten ansteht. Sprich: Sollten unsere Volkswirte mit ihren Prognosen Recht behalten, was angesichts der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten plausible erscheint, dann sind die von der EZB genannten Bedingungen für ein Ende von QE und vor allem für baldige Zinserhöhungen nicht erfüllt, wenn die Entscheidung über das weitere Vorgehen spätestens im September ansteht. Das wiederum spricht für einen in den kommenden Monaten schwächeren Euro, da es die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die EZB nach den optimistischen Äußerungen von Villeroy und Co. zurückrudern muss. Etwas Licht ins Dunkle könnte eine morgige Rede von EZB-Präsident Mario Draghi bringen. Solange Unklarheit herrscht, bleibt der Euro sensibel gegenüber realwirtschaftlichen Daten, was seine Attraktivität mindert, solange die Fed in den kommenden Quartalen mehr oder weniger auf Autopilot die Zinsen erhöhen wird und dem US Dollar damit Rückenwind verschafft.

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NOK: Die heutigen BIP-Daten für das erste Quartal sind entscheidend für den weiteren NOK-Ausblick. Warum, das hat Norges Bank Gouverneur Oystein Olsen gestern bei einer Parlamentsausschussanhörung auf den Punkt gebracht: „Die Prognosen für den Leitzins wurden schrittweise angehoben, angesichts der verbesserten Aussichten für die norwegische Wirtschaft.“. Damit gilt auch der Umkehrschluss: wenn sich der Wirtschaftsausblick wieder eintrüben sollte, könnte auch der Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung (derzeit noch „nach Sommer 2018“) nach hinten geschoben werden. Und der Markt sieht durchaus ein gewisses Enttäuschungspotenzial mit Blick auf die heutigen Daten. Während die Norges Bank in ihrem geldpolitischen Bericht von März noch ein saisonbereinigtes Wachstum der Festlandswirtschaft von +0,7% ggü. Vq. veranschlagt hatte, erwartet der Konsens heute nur +0,5%. Trotzdem sieht der Markt derzeit eine gute Chance, dass die Norges Bank tatsächlich im Herbst ihren Leitzins anheben könnte. Sollten die heutigen Zahlen am Devisenmarkt Ängste schüren, dass die Norges Bank aufgrund eines unsichereren Wachstumsausblicks zurückrudert, könnte das die NOK zwischenzeitlich durchaus noch einmal schwächen. Grundsätzlich sehen wir jedoch, auch aufgrund des starken Ölpreises, eine gesunde Konjunkturdynamik und deshalb zum Jahresende Zinserhöhungen und eine stärkere Krone.

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