Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich mit negativen Vorzeichen ins Wochenende. Etwas auf der Stimmung lastete der feste Euro. Für den DAX ging es um 0,16 Prozent abwärts auf 13.001 Punkte. Auf Wochensicht konnte sich der Leitindex jedoch um 1,42 Prozent verbessern und damit die siebte Woche in Folge zulegen. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 0,15 und 0,27 Prozent. Unter den 110 in den genannten Indizes enthaltenen Werten gab es 46 Gewinner (43%) und 62 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 65 Prozent. Im DAX wechselten 86,3 Millionen Aktien (Vortag: 74,4) im Wert von 3,37 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,04) den Besitzer. Aus Sektorensicht lagen Transportwerte (+1,46%) in der Anlegergunst vorne, gefolgt von Rohstoffwerten (+0,43%) und Technologietiteln (+0,34%). Die deutlichsten Einbußen verzeichneten Bauwerte (-1,12%), Versorger (-1,04%) und Werte aus dem Pharma & Healthcare-Sektor (-0,54%). Die DAX-Spitze belegte die Lufthansa-Aktie mit einem Aufschlag von 3,37 Prozent. Die Kranich-Airline hatte im April neun Prozent mehr Passagiere befördert. Zudem hatten die Ticketpreise erstmals seit zwei Monaten wieder zugelegt. ThyssenKrupp notierte 1,39 Prozent fester. Positiv aufgenommene Geschäftszahlen vom Konkurrenten Arcelormittal hatten die Stimmung in der Stahlbranche aufgehellt. E.ON verlor als schwächster Indexwert nachrichtenlos 1,44 Prozent. HeidelbergCement und Fresenius SE gaben 1,35 und 1,12 Prozent nach. SLM Solutions gewann nach einem positiven Analystenkommentar 5,90 Prozent hinzu und notierte damit an der Spitze des TecDAX. Aumann verlor ohne Nachrichten 4,54 Prozent.
An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial den siebten Tag im Plus und verzeichnete damit die längste Gewinnserie im laufenden Jahr. Zur Schlussglocke lag der Weltleitindex 0,37 Prozent höher bei 24.831 Punkten. Der Nasdaq 100 büßte hingegen 0,15 Prozent ein und schloss bei 6.953 Zählern. 53 Prozent der Titel an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen lag bei 52 Prozent. 118 neuen 52-Wochen-Hochs standen 27 neue Tiefs gegenüber. Mit Abstand stärkster Sektor war Healthcare. Hier sprachen Marktbeobachter von einer Erleichterungsrally, nachdem eine Rede von US-Präsident Donald Trump zur Senkung der Medikamentenpreise nichts Neues geliefert hatte. Die größten Verluste waren bei Immobilienwerten zu beobachten.
Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seine zur Wochenmitte gestartete Verschnaufpause im Aufwärtstrend fort. Der Dollar-Index fiel um 0,11 Prozent auf 92,55 Punkte. EUR/USD kletterte den zweiten Tag in Folge um diesmal 0,20 Prozent auf 1,1939 USD. Bei den anderen Hauptwährungen zeigte der Franken auffällige Stärke und der Kanada-Dollar Schwäche. Die Schwedenkrone stand mit einer Fortsetzung der in der Vorwoche gestarteten Kursrally im Fokus. Auf Wochensicht haussierte sie gegenüber dem US-Dollar und dem Euro um über 2 Prozent. Sie profitierte weiter von Aussagen mehrerer Mitglieder der Riksbank, die auf eine mögliche Anhebung der Leitzinsen im Herbst hinwiesen. Stark unter Druck stand die türkische Lira. Sie befindet sich damit wieder in unmittelbarer Rufweite zum Allzeittief gegenüber Dollar und Euro. Händler verwiesen zur Begründung auf Äußerungen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, mit denen er seine bekannte Sicht der Dinge wiederholte, wonach die Zinsen gesenkt werden müssten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex endete trotz des schwachen Dollars 0,56 Prozent tiefer bei 484,42 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 0,46 Prozent auf 77,11 USD. Baker Hughes meldete den sechsten Wochenanstieg aktiver US-Ölbohrungen in Folge. Der Rig-Count stieg demnach um zehn auf 844, den höchsten Stand seit März 2015. Die US-Ölproduktion hatte in der vergangenen Woche laut EIA ein neues Rekordhoch von 10,7 Millionen Barrel pro Tag erreicht. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,28 Prozent auf 2,81 USD nach. Comex-Kupfer notierte 0,05 Prozent fester bei 3,11 USD. Gold verlor 0,12 Prozent auf 1.321 USD (1.104 EUR). Silber und Palladium zeigten Abschläge von 0,04 und 0,88 Prozent. Platin gewann hingegen 0,09 Prozent hinzu auf ein 2-Wochen-Hoch bei 925,90 USD.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,36 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei 0,56 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach einem richtungslosen Handel praktisch unverändert bei 158,92 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes ging auf dem Vortagesniveau bei 2,97 Prozent aus dem Handel.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,48 Prozent auf 176,46 Punkte und knüpfte damit an die Vorwoche an, in der der Index den kräftigsten Wochenanstieg des Jahres verbuchen konnte. Besonders deutlich aufwärts ging es mit dem Hang Seng Index (+1,13%), während der Kospi moderate Verluste zeigte (-0,01%). Der Aktienmarkt in Malaysia konnte sich von zwischenzeitlichen deutlichen Verlusten erholen. Hier belastete der überraschende Sieg der Opposition bei den in der vergangenen Woche abgehaltenen Parlamentswahlen. Die Börse in Indonesien stand aufgrund terroristischer Anschläge unter Druck.
Heute stehen keine marktbewegenden Makrodaten zur Veröffentlichung an. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von K+S, Innogy, Cewe Stiftung, Grammer, Bauer, ABN Amro, Hellofresh, PBB Deutsche Pfandbriefbank, Elringklinger, Cancom, Hapag-Lloyd, Aumann, MBB und Pirelli.
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