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08.05.18, 12:16

Tag der Entscheidung

Energie: Heute um 14 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) und damit vier Tage vor Ablauf der Frist will US-Präsident Trump seine Entscheidung zum Atomabkommen mit dem Iran bekanntgeben. Entweder Trump setzt die Sanktionen für weitere 120 Tage aus oder – was wahrscheinlicher ist – er setzt die Sanktionen wieder in Kraft. Letzteres würde de facto den einseitigen Ausstieg der USA aus dem Abkommen bedeuten. In diesem Fall käme es darauf an, wie die Sanktionen ausgestaltet werden. Führen die USA alleine Sanktionen ein, hätte dies praktisch keine Auswirkungen auf den Ölmarkt, da die USA ohnehin kein Öl aus dem Iran importieren. Bringen die USA hingegen die wichtigsten Importeure von iranischem Öl – China, Indien, die EU, Japan, Südkorea und die Türkei – dazu, die Öllieferungen aus dem Iran innerhalb von 180 Tagen zu reduzieren, würde dies zu einem geringeren Ölangebot führen und den ohnehin schon angespannten Markt weiter verknappen. Bis auf die USA wollen aber alle anderen Unterzeichner des Atomabkommens an der Vereinbarung festhalten. Zudem ist dem Iran kein Verstoß gegen das Abkommen nachzuweisen. Entsprechend schwer dürfte es den USA fallen, die anderen Staaten von einer freiwilligen Beteiligung an den Sanktionen zu überzeugen. Eine Beteiligung unter Zwang über den drohenden Ausschluss vom USD-Zahlungsverkehr wäre kontraproduktiv für die Rolle des US-Dollar als Weltleitwährung und daher für die USA mit Risiken verbunden. Die Erwartung vieler Marktteilnehmer, dass durch neue US-Sanktionen gegen den Iran automatisch auch weniger iranisches Öl an den Markt gelangt, könnte sich daher als nicht zutreffend erweisen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold wird weiter durch den festen US-Dollar in Schach gehalten. Letzterer profitiert von der Ausweitung der Zinsdifferenzen zwischen den USA und Europa. Der Zinsvorteil der US-Treasuries gegenüber deutschen Bundesanleihen ist so hoch wie zuletzt vor 29 Jahren. Denn während in den USA die Zinserhöhungserwartungen wegen der robusten Konjunktur zuletzt zugenommen haben, sorgten eine Eintrübung der Stimmungsindikatoren und unerwartet schwache Inflationsdaten in der Eurozone dafür, dass die Zinserhöhungserwartungen an die EZB zurückgeschraubt wurden. Besonders stark ausgeprägt war die Veränderung der Zinserwartungen in Bezug auf die Bank von England. Lag die Markterwartung für eine Zinserhöhung bei der Sitzung in dieser Woche Mitte April bei fast 100%, so liegt sie aktuell nur noch bei ca. 10%. Mit anderen Worten ist die Fed die einzige große Zentralbank, die derzeit an der Zinsschraube dreht. Dass die Goldpreisschwäche in erster Linie vom USD-Wechselkurs getrieben wird, zeigen auch die Goldpreise in anderen Währungen. Gold in Euro stieg zuletzt auf ein 4-Monatshoch von mehr als 1.100 EUR je Feinunze. Gleiches gilt für Gold in Britischem Pfund mit gut 970 GBP je Feinunze. Die Goldnachfrage in Asien ist derzeit verhalten. Die chinesische Zentralbank hat auch im April und damit den 18. Monat in Folge kein Gold gekauft. In Indien beliefen sich die Goldimporte inoffiziellen Angaben des Finanzministeriums zufolge im April nur auf 52,7 Tonnen. Sie lagen damit 46% unter dem allerdings hohen Vorjahresniveau.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Chinas Metallhandel und hier insbesondere die Kupferimporte, die häufig als vorlaufender Konjunkturindikator gelten, zeigen noch kein klares Bild. Auf den ersten Blick blieben letztere im April mit 442 Tsd. Tonnen sehr robust. Somit hat China in den ersten vier Monaten des Jahres 1,67 Mio. Tonnen und damit 15,3% mehr Kupferprodukte als im Vorjahreszeitraum eingeführt. Auch die Importe von Kupfererzen und Kupferkonzentrat sind im Vorjahresvergleich fast zweistellig gestiegen. Fraglich ist aber, ob dies der Wirtschaftsdynamik oder doch eher Arbitrage bzw. der Verschiebung zwischen den Lagerplätzen geschuldet ist? Denn die Kupfervorräte an der SHFE, die im 2. und 3. Quartal meist stark abgebaut werden, waren zuletzt eher stabil. Das erklärt auch die fehlende Preisreaktion bei Kupfer an der SHFE, wobei hier die Preise am Jahresbeginn das vorläufige Hoch markierten und seitdem um 9% zurückgingen.
Auch aus der Handelsstatistik mit Aluminium und Stahl lassen sich aktuell schwer Schlussfolgerungen ziehen. Haben die Eisenerzimporte zuletzt nachgelassen, weil China in den ersten vier Monaten mit 21,6 Mio. Tonnen 20% weniger Stahlprodukte als im Vorjahr exportiert hat? Und sind die Aluminiumexporte, die im April mit 451 Tsd. Tonnen so hoch ausfielen wie zuletzt im Juni letzten Jahres, lediglich wegen der Sanktionen gegen den großen russischen Aluminiumproduzenten Rusal durch die USA gestiegen? Unsicherheit und Intransparenz sind schädlich für den Markt. Und so bleibt nur abzuwarten, bis man durch neue Wirtschaftszahlen einen besseren Über- und Ausblick über die Metallmärkte bekommt.

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