Nach rechts weisender Zeigefinger (Handrücken) Jetzt für das technische Quartalsupdate am 25. Juni mit HSBC anmelden!
08.05.18, 10:09

Alle Augen auf den Dealmaker

USD: Die Welt blickt, mal wieder, sorgenvoll nach Washington. Laut einer entsprechenden Twitter-Ankündigung wird US Präsident Donald Trump bereits heute um 14 Uhr Ortszeit im Weißen Haus seine Entscheidung zum Atomabkommen mit dem Iran bekanntgeben. Die Sorge davor, dass die USA die noch bis zum 12. Mai ausgesetzten Sanktionen gegen den Iran wieder aufnimmt und das Abkommen damit faktisch aufkündigt, hatten dem Ölpreis gestern zu neuen Hochs verholfen (Abbildung 1 im Dokument). Kurz vor Trumps Ankündigung sorgte zwar ein Medienbericht aus Israel für Hoffnung, dass Europa und die USA kurz vor einem Kompromiss stehen, der das Iran-Abkommen aufrechterhalten könnte. Dennoch möchte wohl kaum ein Marktteilnehmer auf eine vernünftige Entscheidung des US-Präsidenten setzen.

Für den Devisenmarkt ist die heutige Ankündigung damit ein wichtiges Risikoevent. Ein unbedingtes Bekenntnis Trumps zum Iran-Deal gilt als extrem unwahrscheinlich. Im besten Fall wird wohl die Deadline für eine Entscheidung um ein paar Wochen oder Monate verlängert, was die Situation für den Devisenmarkt nahezu unverändert lässt. Sollte Trump das Abkommen schon heute aufkündigen, was keinesfalls auszuschließen ist, könnte das mittel-bis langfristig über eine initial wohl USD-positive risk-off Bewegung hinaus jedoch erhebliche Konsequenzen für den Dollar haben. Es geht um nichts anderes als den Status des Dollars als Weltleitwährung. Zwar wollen die anderen Mitglieder des Abkommens an den getroffenen Vereinbarungen festhalten. Doch könnte Ihnen das dadurch erheblich erschwert werden, dass die USA ihre Sanktionen weltweit durchzusetzen versuchen, indem sie die Genehmigung von USD-Transaktionen an die Einhaltung der Sanktionen binden. Dann würde es zunehmend attraktiv nur noch im direkten US-Geschäft auf den US Dollar zurückzugreifen und in anderen Transaktionen auf eine alternative Währung zu setzen, was längerfristig den Status des US Dollar als dominierende Reservewährung untergraben könnte.

USD, EUR: Vorerst führt jedoch kein Weg am US Dollar vorbei, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Chance für eine baldige geldpolitische Normalisierung in anderen Teilen der Welt zurückgeht. Attraktive Zinsen zu günstigen Risikobedingungen bieten auf absehbare Zeit nur die USA (Abbildung 2 im Dokument). Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich der globale Konjunkturausblick eintrübt. Schwache Stimmungsindikatoren aus dem Euroraum haben den Euro gestern auf ein neues Jahrestief gegenüber dem Dollar fallen lassen. Enttäuschende Einzelhandelsumsätze in Australien schüren weitere Unsicherheit, ob eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr wahrscheinlich bleibt und begrenzen das Aufwärtspotenzial für den australischen Dollar. Und die Erwartung einer stagnierenden Wirtschaft in Japan im ersten Quartal würde sicherlich für einen schwächeren Yen sorgen, wäre dieser nicht als sicherer Hafen gefragt.

Was für Konsequenzen ein schwächerer Konjunkturausblick für die Geldpolitik haben kann, dazu hat sich der belgische Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied Jan Smets im Gespräch mit einer US Zeitung geäußert. Ihm zufolge sieht die EZB die zuletzt schwächeren Daten durchaus im Einklang damit, die monatlichen Anleihekäufe nach September auslaufenzulassen. Das liegt auch daran, dass aufgrund des hohen Bestandes an Staatsanleihen, die die EZB bereits gekauft hat, die relative Bedeutung des Instrumentes abnimmt. Stattdessen könnte die „Forward Guidance“, also die Steuerung der Markterwartungen durch die Zentralbank, ein Comeback erleben. Und da spielen die aktuellen Sorgen um die Widerstandskraft der Konjunkturdynamik durchaus eine Rolle, da sie den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung verzögern könnten. Auf Zinserhöhungen der EZB und damit einen stärkeren Euro zu setzen ist deshalb verfrüht, auch wenn die EZB die gegenwärtig schwächelnden Daten herunterspielt, um ein Ende der Anleihekäufe weiter zu rechtfertigen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R9 Call EUR/USD Hebel: 15,4
CV6PE3 Put EUR/USD Hebel: 9,9

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.  

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.