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07.05.18, 13:03

Rohöl und Baumwolle auf Mehrjahreshochs

Energie: Die Ölpreise stiegen am Freitagabend deutlich und setzen auch zu Beginn der neuen Handelswoche ihren Höhenflug fort. Brentöl erreicht mit knapp 76 USD je Barrel den höchsten Stand seit November 2014. WTI kostet erstmals seit fast 3½ Jahren wieder mehr als 70 USD je Barrel. Marktteilnehmer machen die anstehende Entscheidung von US-Präsident Trump zu den Iran-Sanktionen sowie die Förderausfälle in Venezuela dafür verantwortlich, auch wenn diese Nachrichten nicht wirklich neu sind. Der von Baker Hughes gemeldete fünfte Wochenanstieg der US-Bohraktivität in Folge wurde dagegen ignoriert, auch wenn dieser mit einem Plus von neun aktiven Ölbohrungen in der letzten Woche recht deutlich ausfiel. Die Aussichten für die US-Ölproduktion spielen aktuell nur eine untergeordnete Rolle, da der Produktionsanstieg in den USA durch den gleichzeitigen Rückgang in Venezuela ausgeglichen wird. Das Ölangebot müsste aber steigen, um die ebenfalls steigende Nachfrage zu decken. Sollte durch neue US-Sanktionen auch noch Angebot aus dem Iran vom Markt genommen werden, würde sich der ohnehin schon angespannte Ölmarkt weiter verknappen. Noch ist nicht klar, ob die wichtigsten Abnehmerländer für iranisches Öl von den Sanktionen überhaupt betroffen sein werden. Denn im Unterschied zu den bis Anfang 2016 geltenden Sanktionen stehen die USA mit ihrer Meinung zum Iran diesmal weitgehend alleine da, was die Durchsetzung exterritorialer Sanktionen erschwert (siehe auch Rohstoffe kompakt Energie: Iran-Sanktionen: Tut er es oder tut er es nicht? vom 4. Mai 2018).

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold zeigte sich von der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes für April am Freitagnachmittag nur kurz beeindruckt und handelte schon kurze Zeit später wieder auf dem Niveau von vor der Veröffentlichung. Alles in allem beinhaltete der Arbeitsmarktbericht mehr negative als positive Aspekte. So ist zwar die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit Dezember 2000 gefallen, dies aber nur, da sich arbeitsfähige Leute aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen haben. Zudem sind die Löhne auch im April nur moderat gestiegen. Laut der Einschätzung unserer Volkswirte stellen die Daten kein Hindernis für weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed dar. Wir erwarten den nächsten Zinsschritt im Juni. Die spekulativen Marktteilnehmer haben sich in der Woche zum 1. Mai laut CFTC-Statistik deutlich pessimistischer gezeigt. Im Falle von Gold wurden die Netto-Long-Positionen um 60% auf nur noch 39,3 Tsd. Kontrakte reduziert. Dies ist der tiefste Stand seit letztem Juli. Bei Silber wurden moderate Netto-Long-Positionen wieder in Netto-Short-Positionen von 23,9 Tsd. Kontrakten gewandelt. Und bei Platin ist die Stimmung ebenfalls so schlecht wie zuletzt im Juli 2017 (Netto-Short-Positionen von 10,9 Tsd. Kontrakten). Die aktuell sehr pessimistische Positionierung deutet unseres Erachtens auf eine baldige Gegenbewegung bei den Preisen hin, denn die spekulativen Finanzinvestoren agieren zumeist sehr prozyklisch, das heißt an den Preistiefs sind sie zu pessimistisch positioniert. Sollte die Stimmung drehen und Short-Positionen geschlossen werden, dürfte dies den Preisen Auftrieb verleihen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: In Großbritannien ist heute Feiertag, so dass an der Londoner Metallbörse (LME) kein Handel stattfindet. An der Shanghai Futures Exchange (SHFE) legen die Preise zumeist deutlich zu. Sie vollziehen damit die teilweise starken Preisanstiege an der LME vom letzten Freitag nach. Der Aluminiumpreis war um 3,6% gestiegen, nachdem die russische Nachrichtenagentur Interfax gemeldet hatte, dass der russische Aluminiumproduzent Rusal seine Exporte im April im Vergleich zum Vorjahr um 68% zurückgefahren hätte. Interfax hat sich dabei auf die russische Eisenbahnbehörde berufen. Demnach sollen die Aluminiumverkäufe an inländische Abnehmer im Monatsvergleich um 25% angezogen haben. Rusal, der weltweit größte Aluminiumproduzent außerhalb Chinas, unterliegt seit dem 6. April US-Sanktionen, was zu Verwerfungen am globalen Aluminiummarkt geführt hat.
Australien hat über den Hafen von Port Hedland im April gemäß Daten der Hafenbehörde 42,6 Mio. Tonnen Eisenerz exportiert. Dies war eine Rekordmenge für April und auch mehr als im Vormonat. Rund 85% dieser Menge wurde nach China verschifft. Trotz nahezu rekordhoher Lagerbestände in den chinesischen Häfen, die zumeist eher von geringerer Qualität sind, ist das australische (und auch brasilianische) Eisenerz wegen seiner hohen Qualität in China weiterhin stark gefragt. Dies dürften auch die chinesischen Importdaten zeigen, die von der Zollbehörde morgen früh veröffentlicht werden.

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