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04.05.18, 10:31

Was wäre, wenn?

EUR: Das war die nächste Kröte, die der Euro zu schlucken hatte: enttäuschend schwache Inflationsdaten. Die Gesamtrate fiel im April auf 1,3%, die Kernrate sogar auf erschreckende 0,7%. Selbst wenn im Mai die Kernrate wieder steigen dürfte, so ist doch mittlerweile eindeutig, dass die langersehnte nachhaltige Steigerung in den Inflationsraten, die die EZB sich wünscht, (noch) nicht zu erkennen ist. Die Chancen, dass die EZB im Juni ihre Projektionen für Wachstum und Inflation senkt, sind in der letzten Zeit markant gestiegen. Keine guten Vorzeichen für den Euro, meines Erachtens. Denn derartige Entwicklungen werfen nicht nur die Frage auf, wann die EZB die Zinsen letztlich wirklich anheben wird – sicherlich erst spät im Jahresverlauf 2019. Sondern sie könnten irgendwann die Keimzelle einer noch viel weitergehenden und unangenehmeren Fragestellung bilden: was wäre, wenn Wirtschaft und Inflation weiter nachgeben würden? Welchen stimulierenden bzw. expansiven Spielraum hätte die EZB, die mit dem Anleihekaufprogramm allmählich an die rechtlichen Grenzen stößt, um einem möglichen Abschwung entgegenzuwirken?
Natürlich sind wir hiervon weit entfernt. Denn auch wenn die Wirtschaft in der Eurozone etwas an Schwung verliert, wächst sie nach wie vor ordentlich, nicht zuletzt auch dank der expansiven Geldpolitik. Die Inflation sollte – wenn auch quälend langsam – in den kommenden Quartalen anziehen und den Nährboden für eine erste Zinserhöhung des Einlagensatzes frühestens im Herbst 2019 liefern. Dennoch: die Konjunkturdaten sollten sich in den kommenden Monaten besser stabilisieren und nicht weiter abschwächen. Denn ansonsten rückte die Frage „was wäre, wenn?“, die derzeit – wenn überhaupt – nur weit hinten in den Köpfen der Investoren schlummert, sicherlich zu irgendeinem Zeitpunkt in den Vordergrund. Mit entsprechend negativen Folgen für den Euro.

USD: Über solide Fundamentaldaten kann sich der Dollar nicht beschweren, wie der Ar-beitsmarktbericht heute bestätigen dürfte. Die Arbeitslosenquote dürfte weiter sinken und mit 4,0% weiterhin deutlich unter der von der Fed angenommenen natürlichen Arbeitslosenquote von 4,5% liegen. Auch der Stellenzuwachs, letzten Monat durch Sondereinflüsse verzerrt, wird sich wieder normalisieren. Trotz zunehmend engen Arbeitsmarkts sind Stellenschaffungen von knapp 200 Tsd. im Monat, wie im Schnitt im letzten halben Jahr gesehen, immer noch sehr ordentlich. Alles in allem wird der Arbeitsmarktbericht für April also die Gangart der Fed bestätigen. Nach zwei Wochen an herben Verlusten – schließlich ist EUR-USD von 1,24 auf unter 1,20 gefallen – könnte aber ungeachtet der enttäuschenden Inflationszahlen aus dem Euroraum oder der guten Daten aus den USA der Wunsch nach Konsolidierung EUR-USD zum Wochenschluss im Bereich von 1,20 erst einmal festmauern.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV33R9 Call EUR/USD Hebel: 15,4
CV6PE3 Put EUR/USD Hebel: 9,9

NOK: Liebe NOK-Händler, leider verstehe ich Euch nicht so ganz. Mir leuchtet nicht ein, weshalb die NOK nach der Zinsentscheidung der Norges Bank gestern so stark aufwerten musste. Vielleicht hatten einige damit gerechnet, dass sich die Norges Bank angesichts der zuletzt enttäuschenden Wirtschaftssignale aus dem Euroraum vorsichtiger anhören oder sogar ihren Zinspfad wieder weiter nach hinten schieben würde. Das war jedoch nicht der Fall. Sie erwähnte diese Tatsache natürlich, änderte aber an ihrer generellen Sicht nichts. Muss sie auch nicht. Sie kann abwarten, einen weiteren Monat an Wirtschaftszahlen vorbeiziehen lassen und in Ruhe entscheiden, was für Prognosen sie im Juni in ihrem neuen Geldpolitischen Bericht veröffentlichen wird. Auf Basis dieser neuen Prognosen kann sie dann – sollte sie dies vorhaben – hervorragend eine Änderung ihrer Geldpolitik argumentativ untermauern. Und eine mögliche Änderung wird dann kaum in Richtung einer schnelleren Normalisierung der Geldpolitik sein. Ich wäre daher vorsichtig im Hinblick auf die jüngsten NOK-Gewinne und nicht überrascht, wenn sie wieder korrigiert würden, insbesondere im Fall enttäuschender Konjunkturdaten. Nächste Woche stehen die norwegische Industrieproduktion und die April-Inflationszahlen auf der Agenda, am 15. Mai die BIP-Zahlen für das erste Quartal. Genügend Pulver für eine Korrektur im Fall enttäuschender Ergebnisse.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9MCP Long EUR/NOK Faktor: 2
CE9MCQ Short EUR/NOK Faktor:-2

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