Energie: Die Ölpreise treten seit Mitte der Woche auf der Stelle. Brent fiel gestern zwischenzeitlich auf 72,5 USD je Barrel, erholte sich dann aber wieder und handelt am Morgen bei 73,5 USD. In gut einer Woche endet die Frist, bis zu der US-Präsident Trump über die Sanktionen gegen den Iran entscheiden muss. Diese Frage wird den Ölmarkt hauptsächlich beschäftigen. Fundamentale Faktoren wie Lagerbestände und Produktionsdaten treten bis dahin in den Hintergrund.
Die Gasölbestände in der Region Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) sind in dieser Woche laut PJK International um weitere 240 Tsd. auf 2,06 Mio. Tonnen gefallen. Innerhalb der letzten sechs Wochen summiert sich der Lagerabbau auf ca. 900 Tsd. Tonnen. Dadurch sind die Vorräte auf den niedrigsten Stand seit Dezember und fast 40% unter das Vorjahresniveau gefallen. Auch in den USA sind Mitteldestillate nach Wochen fallender Vorräte inzwischen knapp. Dort gab es in der letzten Woche einen weiteren Bestandsabbau um 3,9 Mio. Barrel. In den letzten zwölf Wochen fielen die Destillatebestände um 23 Mio. auf inzwischen nur noch 119 Mio. Barrel, den niedrigsten Stand seit November 2014. Zwar ist dies zur aktuellen Jahreszeit weniger dramatisch, weil die Destillatenachfrage in den anstehenden Sommermonaten schwächer ist. Sollten die Bestände vor dem Herbst aber nicht deutlich steigen, könnte es problematisch werden. Offensichtlich werden höhere Verarbeitungsmargen benötigt, um den Raffinerien einen stärkeren Anreiz zur Produktion von Mitteldestillaten zu bieten.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold ist gestern bis auf fast 1.320 USD je Feinunze gestiegen, wozu der etwas schwächere US-Dollar beigetragen hat. Gold in Euro gerechnet hat sich der Marke von 1.100 EUR je Feinunze genähert. Unerwartet schwache Inflationsdaten im Euroraum für April haben die EZB-Zinserhöhungsspekulationen der Marktteilnehmer gedämpft, wovon Gold profitierte. Heute stehen die US-Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt des Marktinteresses. Sollte der Arbeitsmarktbericht positiv ausfallen und der US-Dollar daraufhin aufwerten, dürfte dies Gold erneut unter Druck bringen. Dann schließen wir einen Test der 1.300 USD-Marke nicht aus. Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs verzeichneten in dieser Woche bislang Abflüsse von 10,5 Tonnen. Im April wurden die Bestände allerdings um 60 Tonnen aufgestockt, was dem größten Monatszufluss seit Februar 2017 entspricht. Bei den Silber-ETFs gab es im April Zuflüsse von 52 Tonnen. Während die Bestände der Platin-ETFs nahezu unverändert blieben, verzeichneten die Palladium-ETFs im letzten Monat weitere Abflüsse von 44 Tsd. Unzen.
Wie der World Gold Council gestern auch mitteilte, ist das globale Goldangebot im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3% auf 1.063,5 Tonnen gestiegen. Hierzu trugen eine leicht höhere Minenproduktion und Hedging-Aktivitäten von Goldproduzenten bei. Das Recyclingangebot blieb trotz im Vorjahresvergleich deutlich höherer Goldpreise unverändert. Stellt man Angebot und Nachfrage gegenüber, so war der globale Goldmarkt in den ersten drei Monaten des Jahres mit 90 Tonnen überversorgt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Der Zinkpreis ist erstmals seit Mitte September unter die Marke von 3.000 USD je Tonne gerutscht. Belastet wird der Preis durch bessere Angebotsaussichten (siehe hierzu auch unseren gestern veröffentlichten Rohstoffe kompakt Industriemetalle: Bestandsaufnahme an den Metallmärkten), einer deutlichen Eintrübung des charttechnischen Bildes und einer Verschlechterung der Stimmung der Marktteilnehmer. Zink zieht zugleich Blei mit nach unten.
Nach der Einführung von Öl-Futures an der SHFE in Shanghai Ende März hat China seit heute auch den Futures-Handel mit Eisenerz für ausländische Marktteilnehmer geöffnet. Diese durften Eisenerz an der Börse in Dalian, dem Haupthandelsplatz für Eisenerz in China, bislang nur über lokale chinesische Unternehmen handeln. Die 2013 an der DCE in Dalian eingeführten Futures-Kontrakte weisen eine extrem hohe Liquidität aus, wozu allerdings Spekulanten maßgeblich beitragen. Im letzten Jahr wurden an der DCE über alle Kontrakt-Laufzeiten hinweg knapp 66 Mrd. Tonnen Eisenerz gehandelt. An der SGX Asiaclear in Singapur waren es im Vergleich dazu nur knapp 1,3 Mrd. Tonnen. Physisch umgesetzt wurden am seewärtigen Markt gemäß Daten des australischen Ministeriums für Industrie, Innovation und Wissenschaft rund 1,6 Mrd. Tonnen. Mit der Öffnung der Eisenerz-Futures-Kontrakte dürfte China seine Stellung als maßgeblicher Preissetzer für den Weltmarkt ausbauen. China ist mit mittlerweile gut 1 Mrd. Tonnen p.a. der mit Abstand größte Eisenerzimporteur weltweit.
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