Der deutsche Aktienmarkt startete schwungvoll in den Mai. Mit Rückenwind vom weiter absackenden Euro konnte der DAX 1,50 Prozent auf 12.802 Punkte zulegen. Für den MDAX der mittelgroßen Werte ging es um 1,33 Prozent nach oben auf 26.314 Punkte. Der TecDAX verbuchte sogar einen Zugewinn von 2,59 Prozent auf 2.694 Zähler. Die Rally stand auf breiten Beinen. Unter den 110 größten Werten gab es 97 Gewinner (90%) und lediglich elf Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte klar mit 97 Prozent. Im DAX wurden 113,5 Millionen Aktien im Wert von 4,81 Milliarden EUR umgesetzt. Alle Sektoren konnten zulegen. Die deutlichsten Aufschläge verbuchten Technologie (+3,86%), Rohstoffe (+2,01%) und Automobile (+1,98%). An der DAX-Spitze gewann Infineon 4,46 Prozent hinzu. Deutsche Börse und Volkswagen haussierten um 4,29 und 3,49 Prozent. Einzige Verlierer im Leitindex waren Henkel (-1,13%) und Beiersdorf (-0,19%). Im MDAX war Osram nach Zahlen mit einem Plus von 6,04 Prozent der Spitzenreiter. Dialog Semiconductor sprang im TecDAX dank positiver Absatzzahlen von Apple um 8,65 Prozent.
An der Wall Street prägten zum Handelsschluss die negativen Vorzeichen das Gesamtbild. Belastend wirkten Aussagen der US-Notenbank Fed. Die Währungshüter hoben hervor, dass sich die Teuerung der Zielmarke von 2 Prozent angenähert habe. Wie allgemein erwartet beließ man die Geldpolitik unverändert. Experten erwarten die nächste Leitzinsanhebung in der Juni-Sitzung. Der Dow Jones Industrial schloss 0,72 Prozent tiefer bei 23.925 Punkten. Der Nasdaq 100 büßte 0,56 Prozent auf 6.644 Zähler ein. 49 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus und 46 Prozent im Plus. Das Abwärtsvolumen lag bei 59 Prozent. Es gab 75 neue 52-Wochen-Hochs und 65 neue Tiefs. Alle Sektorenindizes bis auf Energie verbuchten Abgaben. Die größten Verluste sahen Consumer Staples und Healthcare. Die Apple-Aktie stand mit einem Plus von 4,41 Prozent nach positiven Geschäftszahlen im Anlegerfokus. Nach Börsenschluss rückte Tesla mit Zahlen zum ersten Quartal in den Blick. Der Anteilsschein des Elektroautobauers verlor im nachbörslichen Handel trotz besser als erwarteter Kennziffern 4,8 Prozent.
Am Devisenmarkt blieben die Dollar-Bullen auch nach der Fed-Sitzung am Ruder. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,30 Prozent fester auf einem 5-Monats-Hoch bei 92,72 Punkten. EUR/USD fiel um 0,35 Prozent auf ein 4-Monats-Tief bei 1,1950 USD und bestätigte damit den am Vortag erfolgten Rutsch unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,34 Prozent fester bei 472,51 Punkten und blieb damit innerhalb der engen Seitwärtskonsolidierung der letzten beiden Wochen. Brent-Öl gab um 0,10 Prozent auf 73,06 USD nach, während sich die US-Sorte WTI um 0,62 Prozent auf 67,67 USD verteuerte. Die US-Lagerbestände von Rohöl stiegen laut der EIA in der vergangenen Woche überraschend um 6,2 Millionen Barrel (Konsensschätzung: 0,7 Millionen). Der Preis für US-Erdgas sank um 1,75 Prozent auf 2,75 USD. Comex-Kupfer legte um 0,89 Prozent auf 3,06 USD zu. Gold handelte 0,10 Prozent tiefer bei 1.306 USD (1.092 EUR). Silber, Platin und Palladium konnten hingegen zwischen 0,22 und 2,01 Prozent ansteigen.
Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,40 Prozent zu. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte nach einem impulslosen Handel um zwei Basispunkte auf 0,58 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,13 Prozent tiefer bei 158,61 Punkten und verblieb den gesamten Tag innerhalb der Spanne des Vortages (Inside Day). Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,97 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific ex Japan Index verlor 0,61 Prozent auf 563,22 Punkte. Besonders deutlich abwärts ging es mit dem Hang Seng Index (-1,58%). Gegen den Trend konnte der australische ASX 200 einen deutlichen Aufschlag (+0,74%) verbuchen. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in der Eurozone sowie der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Servicesektor im Fokus. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen an bei Fresenius SE, FMC, Vonovia, adidas, Bayer, Infineon, Osram Licht, Siemens Healthineers, Rational, Aurelius, Hypoport, Stada, Xing, Koenig & Bauer, Pfeiffer Vacuum Technology, MTU Aero Engines, Compugroup Medical, Home24, Freenet, Dowdupont, Glencore, Axa und OMV. Hauptversammlungen stehen an bei Volkswagen, Linde, Hugo Boss, Leoni, Dialog Semiconductor, Hochtief und Grenke.
Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!
Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!
Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!
Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.