Energie: Der Brentölpreis handelt am Morgen bei 73,5 USD je Barrel. Am Montagabend stieg der Preis fast wieder auf das 3½-Jahreshoch von Ende April von knapp 75,5 USD je Barrel, nachdem der israelische Ministerpräsident Netanjahu medienwirksam angebliche Beweise für die geheime Entwicklung einer Atombombe durch den Iran präsentiert hatte. Die USA erachten diese Beweise als glaubhaft, die Europäer sind dagegen skeptisch. Die Beobachter der Internationalen Atomenergiebehörde sehen dafür keine Anhaltspunkte. Dies kann auch ein Grund sein, weshalb der Ölpreis seine Gewinne vom Montag nicht halten konnte und seither abgerutscht ist. Dennoch dürfte Netanjahus Auftritt die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Trump das Atomabkommen in 10 Tagen aufkündigt und die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzt. Entscheidend wird aber sein, ob die Sanktionen exterritoriale Wirkung haben werden, also ob auch andere Länder dazu gezwungen werden, diese Sanktionen umzusetzen. Erst dann hätte dies Auswirkungen auf das Ölangebot aus dem Iran. Im April exportierte der Iran eigenen Angaben zufolge 2,6 Mio. Barrel Rohöl pro Tag, die höchste Menge seit der Aufhebung der Sanktionen Anfang 2016. Dennoch ist der Markt aktuell unterversorgt, wie die aktuelle Bloomberg-Umfrage zur OPEC-Produktion im April zeigt. Demnach lag die tägliche Fördermenge der OPEC bei 31,93 Mio. Barrel. Das war nochmals etwas weniger als im März und lag zudem deutlich unter dem geschätzten Bedarf von 32,5 Mio. Barrel pro Tag. Weniger Öl aus dem Iran würde die Knappheit weiter verstärken. Die Ölpreise bleiben daher gut unterstützt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |

Edelmetalle: Gold ist am Montag kurzzeitig unter die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie gerutscht, die nur knapp über der Marke von 1.300 USD je Feinunze verläuft. Hauptbelastungsfaktor ist weiter der feste US-Dollar. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf den höchsten Stand seit vier Monaten gestiegen. Die US-Notenbank Fed, deren nächste Sitzung heute stattfindet, könnte dem US-Dollar weiteren Rückenwind geben. Auch wenn die Fed heute noch keine Signale für ein schnelleres Zinserhöhungstempo geben dürfte, erwarten wir, dass sie dies in den nächsten Monaten nachholen wird. Der Markt hat laut den Fed Fund Futures damit begonnen, einen zusätzlichen Zinsschritt in diesem Jahr (auf dann insgesamt vier) einzupreisen. Sollten die Zinserwartungen weiter nach oben driften, dürfte dies Gold belasten. Wir gehen davon aus, dass der Goldpreis die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD je Feinunze testen wird. Unter diesem Niveau sollte jedoch stärkeres Kaufinteresse einsetzen, so dass wir kein deutliches Abrutschen des Goldpreises erwarten.
Platin ist erstmals seit 4½ Monaten unter die Marke von 900 USD je Feinunze gerutscht. Es wurde wohl von Gold mit nach unten gezogen. Auch Palladium hat nachgegeben, hält sich aber noch bei rund 950 USD je Feinunze. Da der US-Autobauer General Motors keine Verkaufszahlen mehr auf Monatsbasis veröffentlicht, werden zukünftig auch die Fahrzeugverkäufe für die USA insgesamt nur noch quartalsweise berichtet. Die nächsten Zahlen gibt es also erst Anfang Juli.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Mit Ausnahme von Aluminium und Zinn erholen sich die Metallpreise heute Morgen deutlich von ihren teils starken Rückgängen gestern. So wie auf den Edelmetallpreisen hat der feste US-Dollar offenbar auch auf den Industriemetallpreisen gelastet. Gegenwind gab es auch vom schwachen ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA, der im April stärker als erwartet auf ein 9-Monatstief gefallen war. Kupfer ist gestern vorübergehend auf 6.700 USD je Tonne abgerutscht. Der größte Verlierer war Zink mit einem Minus von 2,4%. Es fiel zeitweise auf ein 6½-Monatstief von 3.050 USD je Tonne. Wir hatten bereits darauf hingewiesen, dass die Stimmung der Marktteilnehmer nicht mehr so optimistisch ist wie noch ein paar Monate zuvor. Zudem hat sich das charttechnische Bild bei Zink eingetrübt.
US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend die Ausnahmen bei den Importzöllen auf Stahl und Aluminium für die EU, Kanada und Mexiko um 30 Tage bis zum 1. Juni verlängert. Eine nochmalige Verlängerung soll es nicht geben. Regierungskreisen zufolge streben die USA Quoten und andere Einschränkungen für die Importe von Stahl und Aluminium an. Damit bleibt die Unsicherheit für weitere vier Wochen bestehen. Dauerhafte Ausnahmeregelungen haben die USA dagegen mit Argentinien, Australien und Brasilien getroffen. Seit heute ist eine US-Handelsdelegation in China zu Gast. Die Gespräche dürften sich wohl in erster Linie um die Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Ländern drehen.
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