Der deutsche Aktienmarkt konnte zum Wochenstart Zugewinne verbuchen. Ein schwacher Euro und eine feste Wall Street trugen hierzu bei. Der DAX schloss 0,24 Prozent höher bei 12.612 Punkten. Der MDAX notierte 0,41 fester bei 25.967 Punkten. Der TecDAX endete hingegen nahezu unverändert bei 2.626 Zählern. Unter den 110 größten Werten gab es 61 Gewinner (57%) und 46 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 57 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 99,5 Millionen Aktien (Vortag: 110,5) im Wert von 3,48 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,95). Die stärksten Sektoren waren Versorger (+1,34%), Pharma & Healthcare (+0,90%) und Immobilien (+0,74%). Am deutlichsten unter Druck standen Technologie (-1,16%), Einzelhandel (-0,43%) und Banken (-0,42%). E.ON belegte mit einem Plus von 2,03 Prozent die DAX-Spitze, gefolgt von Fresenius SE und Bayer mit Zugewinnen von 1,53 und 1,17 Prozent. ThyssenKrupp stellte mit einem Abschlag von 2,26 Prozent den größten Indexverlierer. Stahlaktien litten unter der Sorge vor einem Inkrafttreten der US-Strafzölle am 1. Mai. Lufthansa büßte 1,58 Prozent ein. Deutsche Telekom reagierte mit einem Minus von 0,31 Prozent auf die Ankündigung der Übernahme des US-Mobilfunkkonzerns Sprint durch die Tochter T-Mobile US. Anfängliche Zugewinne wurden durch aufkommende Zweifel an der kartellrechtlichen Genehmigung des Zusammenschlusses wieder abgegeben. Daneben belastete die Senkung des Ausblickes durch Moody’s wegen der zu erwartenden hohen Integrationskosten. Im TecDAX haussierte RIB Software nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen um 6,69 Prozent.
An der Wall Street boten die Indizes im gestrigen Handel ein uneinheitliches Bild. Der Dow Jones Industrial notierte zur Schlussglocke 0,26 Prozent tiefer bei 24.099 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es hingegen um 1,15 Prozent nach oben auf 6.682 Zähler. 51 Prozent der Werte an der NYSE endeten im positiven Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 55 Prozent. Es gab 35 neue 52-Wochen-Hochs und 101 neue Tiefs. Bei der Sektorenperformance ragten Technologiewerte und Immobilienaktien positiv hervor. Kräftige Einbußen mussten hingegen die Sektoren Consumer Staples und Energie hinnehmen. Im Fokus stand die Apple-Aktie mit einem Plus von 2,32 Prozent im Vorfeld der nachbörslichen Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Zahlen sowie die Ankündigung eines zusätzlichen Aktienrückkaufprogramms im Umfang von 100 Milliarden USD konnten dann überzeugen, was dem Papier im nachbörslichen Handel zu einem Kursanstieg um weitere 3,7 Prozent verhalf.
Am Devisenmarkt blieben die Dollar-Bullen mit Zugewinnen gegenüber allen anderen Hauptwährungen am Ruder. Der Dollar-Index haussierte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,71 Prozent auf ein 4-Monats-Hoch bei 92,49 Punkten und überwand die 200-Tage-Linie. EUR/USD gab um 0,72 Prozent auf ein 4-Monats-Tief bei 1,1990 USD nach und unterschritt die 200-Tage-Linie. Mit Blick auf die anderen Majors fiel das Pfund Sterling mit breit angelegter Schwäche auf. Die Inselwährung litt unter enttäuschenden Einkaufsmanagerdaten aus dem Industriesektor.
Der S&P GSCI Rohstoffindex verlor belastet vom Höhenflug des Greenback 1,02 Prozent auf 470,91 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 1,89 Prozent auf 73,28 USD. Der Preis für US-Erdgas stieg gegen den Trend um 1,45 Prozent auf 2,80 USD. Comex-Kupfer notierte 0,88 Prozent tiefer bei 3,05 USD. Gold gab um 1,02 Prozent auf ein Jahrestief bei 1.306 USD (1.088 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 1,03 und 2,22 Prozent.
Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite am Montag bei 0,39 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf 0,56 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,13 Prozent höher bei 158,81 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte gestern zwei Basispunkte höher bei 2,97 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,41 Prozent auf 173,13 Punkte. Gegen den Trend tendierte der australische ASX 200 (+0,58%) fester. Konjunkturseitig stand der Caixin-Industrie-PMI für China im Blickpunkt. Er stieg im April auf 51,1 Punkte und übertraf damit die Konsensschätzung (50,9).
Heute steht die Fed-Entscheidung um 20 Uhr klar im Fokus der Marktteilnehmer. Es wird allgemein erwartet, dass die Geldpolitik noch unverändert bleibt. Doch erhofft man sich vom Begleittext Anhaltspunkte darüber, ob es im laufenden Jahr lediglich zwei oder sogar drei weitere Leitzinsanhebungen geben wird. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Hugo Boss, Deutz, Novo Nordisk, bet-at-home.com und Alstria Office Reit. Stahlaktien könnten daneben von der Verlängerung des Aufschubs des Inkrafttretens der Strafzölle auf Stahl seitens der USA bis Juni profitieren. Nach US-Börsenschluss präsentieren MorphoSys, Qiagen, Tesla und Spotify Technology ihre Quartalszahlen.
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