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30.04.18, 11:31

Trump entscheidet über Importzölle

Energie: Die Ölpreise starten mit Abschlägen in die neue Handelswoche. Brent fällt am Morgen um 1 USD auf 73,5 USD je Barrel, WTI auf 67,5 USD je Barrel. Einige Marktbeobachter machen den Anstieg der Bohraktivität in den USA um weitere fünf Ölbohrungen in der letzten Woche für den Preisrückgang verantwortlich. Allerdings steigt die US-Bohraktivität seit Wochen, ohne dass sich dies preisdämpfend ausgewirkt hätte. Denn aufgrund einer zu niedrigen OPEC-Produktion ist der Ölmarkt derzeit unterversorgt. Die voraussichtlich heute zur Veröffentlichung anstehenden Produktionsumfragen von Reuters und Bloomberg dürften zeigen, dass die OPEC auch im April weniger Rohöl produziert hat als benötigt. Hauptgrund hierfür sind hohe unfreiwillige Produktionsausfälle in Venezuela und Angola, die von den anderen OPEC-Ländern wie Saudi-Arabien nicht ausgeglichen werden. Von daher ist eine höhere US-Ölproduktion notwendig, um die entstandene Angebotslücke zu schließen. Die gestiegene Bohraktivität in den USA sollte daher den Ölpreisen nicht übermäßig zusetzen, zumal sich im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran keine Lösung abzeichnet. US-Außenminister Pompeo hat am Wochenende Nachbesserungen gefordert. Ansonsten würden die USA das Abkommen aufkündigen. Der iranische Präsident Ruhani hat derartige Nachbesserungen abgelehnt. Eine Aufkündigung des Abkommens durch US-Präsident Trump und neuerliche US-Sanktionen gegen den Iran werden dadurch immer wahrscheinlicher. Bis zum 12. Mai muss Trump darüber entscheiden. Wir sehen die Ölpreise daher gut unterstützt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold handelt zum Wochenauftakt wieder unter 1.320 USD je Feinunze. Am Freitagnachmittag legte Gold noch leicht zu, auch weil die US-Wirtschaft im ersten Quartal etwas schwächer gewachsen war als zuvor. Ein Belastungsfaktor bleibt der feste US-Dollar. Daneben tragen die Entspannungszeichen im Nordkorea-Konflikt dazu bei, dass Gold als sicherer Hafen derzeit nicht stark gefragt ist. Nach dem historischen Treffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un und dem südkoreanischen Staatspräsidenten Moon Jae-in will Nordkorea offenbar seine Atomtestanlage im Nordosten des Landes in Kürze schließen. US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Kim Jong-un in den nächsten drei bis vier Wochen in Aussicht gestellt. Von den Marktteilnehmern ignoriert wird derzeit dagegen die mögliche Wiedereinführung der US-Sanktionen gegen den Iran. Trump muss bis zum 12. Mai entscheiden, ob er die Sanktionen um weitere 120 Tage aussetzt. Die US-Notenbank dürfte auf ihrer Sitzung am Mittwoch die Zinsen nicht weiter erhöhen. Wir rechnen mit dem nächsten Zinsschritt im Juni. Und der World Gold Council dürfte am Donnerstag für das erste Quartal eine enttäuschende Goldnachfrage berichten. Zum jüngsten Preisrückgang von Gold haben auch die spekulativen Finanzinvestoren beigetragen. Denn diese haben laut CFTC-Statistik in der Woche zum 24. April ihre Netto-Long-Positionen deutlich auf 100 Tsd. Kontrakte reduziert. Sie dürften mittlerweile auch noch weiter abgebaut worden sein.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise starten zumeist mit einem freundlichen Unterton in die neue Handelswoche. In China ist die Stimmung in den Unternehmen trotz dem drohenden Handelskrieg offenbar noch gut. Darauf deutet zumindest der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe hin, der im April mit 51,4 nur unwesentlich niedriger als im Vormonat war. Der Wert über 50 heißt zugleich, dass die chinesische Wirtschaft wohl weiter expandiert und die Nachfrage nach Metallen solide sein sollte. Unterdessen hat US-Handelsminister Wilbur Ross am Wochenende angekündigt, dass die USA die Ausnahmen bei den Importzöllen auf Stahl und Aluminium für einige Länder verlängern werden. Welche Länder dies genau sind, soll erst kurz vor Ablauf der Frist heute Abend bekannt gegeben werden.
Die International Copper Study Group (ICSG) hat am Freitag auf ihrer Frühjahrstagung ihre bisherige Einschätzung zur Lage am Kupfermarkt revidiert. Sie erwartet nun für 2018 einen moderaten Angebotsüberschuss von 43 Tsd. Tonnen (vorher Defizit von 104 Tsd. Tonnen). Der Überschuss – der erste in neun Jahren – soll durch eine deutlich höhere Minen- und Raffinadeproduktion zustande kommen. Für 2019 geht die ICSG wieder von einem Angebotsdefizit aus (311 Tsd. Tonnen). Denn das Angebot soll im nächsten Jahr kaum noch ausgeweitet werden, während die Nachfrage weiter solide zulegt. Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt und erwarten eine Fortsetzung der Preiskorrektur auf 6.500 USD je Tonne.

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