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27.04.18, 12:17

Gold weiter in der Defensive

Energie: Der Brentölpreis handelt wenig verändert bei 74,5 USD je Barrel. Der Markt wird weiter von der Frage bestimmt, ob US-Präsident Trump Mitte Mai das Atomabkommen mit dem Iran aufkündigen und neuerliche Sanktionen gegen den Iran in Kraft setzen wird. Heute wird Bundeskanzlerin Merkel versuchen, Trump vom Verbleib im Abkommen zu überzeugen, nachdem dies Frankreichs Staatspräsident Macron dessen eigener Aussage zufolge offenbar nicht gelungen ist. Solange die Frage von neuerlichen Iran-Sanktionen im Raum steht, sollte der Ölpreis nicht nennenswert fallen. Denn weitere sanktionsbedingte Ausfälle würden den ohnehin schon angespannten Ölmarkt weiter verknappen. Zwar steigt die US-Ölproduktion weiter von Rekord zu Rekord. Dies kann aber lediglich den anhaltenden Produktionsrückgang in Venezuela ausgleichen. Gleichzeitig kürzt auch die OPEC ohne Venezuela ihre Produktion stärker als erforderlich, während die Nachfrage steigt.
Der US-Erdgaspreis schloss gestern bei 2,82 USD je mmBtu auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Der Preis reagierte damit auf den vom US-Energieministerium gemeldeten erneuten Abbau der US-Erdgasvorräte in der letzten Woche um 18 Mrd. Kubikfuß. Dass es so spät im Frühjahr noch zu einem Bestandsabbau kommt, ist bislang beispiellos. Normalerweise beginnt Anfang April die Phase des Lageraufbaus. Mit 1.282 Mrd. Kubikfuß liegen die Vorräte 29% unter dem 5-Jahresdurchschnitt und auf dem tiefsten Niveau für die Berichtswoche seit dem Jahr 2014.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold ist unter 1.320 USD je Feinunze gefallen, wozu der weiterhin aufwertende US-Dollar beigetragen hat. Der handelsgewichtete Dollar-Index ist auf ein 3½-Monatshoch gestiegen. Gold hat zudem gestern die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie unterschritten, was zu technisch-bedingten Anschlussverkäufen geführt hat. Jetzt rücken die 200-Tage-Linie und die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD in Reichweite. Diese dürfte unseres Erachtens getestet werden, zumal es weitere Entspannungszeichen im Nordkorea-Konflikt gibt. Heute fand das historische Treffen zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un und dem südkoreanischen Staatspräsidenten Moon Jae-in in der entmilitarisierten Zone statt. Die gestrige EZB-Sitzung brachte wie erwartet keine neuen Erkenntnisse. EZB-Präsident Mario Draghi äußerte sich zwar besorgt hinsichtlich der Euroraum-Konjunktur, blieb aber bei seiner grundsätzlichen Zuversicht. Die EZB schiebt damit ihre Entscheidungen zur künftigen Geldpolitik immer weiter vor sich her. Wir gehen davon aus, dass sie wahrscheinlich erst auf ihrer Sitzung im September festlegen wird, wie es mit den Anleihekäufen ab Oktober weitergeht.
China hat gemäß Daten der Hongkonger Statistikbehörde im März auf Netto-Basis 59,4 Tonnen Gold aus Hongkong importiert. Dies waren zwar 79% mehr als im Vormonat, der durch das Neujahrsfest verzerrt war, aber 47% weniger als im Vorjahr. Im ersten Quartal lagen die Netto-Importe mit 144 Tonnen 25% unter dem Vorjahresniveau, was die verhaltene Goldnachfrage auch in China bestätigt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Der Aluminiumpreis ist gestern Nachmittag zeitweise um 4% nach oben gesprungen, nachdem gut informierte Kreise verlauten ließen, dass der russische Oligarch Oleg Deripaska nicht bereit sei, die Kontrolle am Aluminiumproduzenten Rusal abzugeben. Dies ist aber Voraussetzung, damit die USA ihre Sanktionen gegen Rusal aufheben. Dadurch ist sofort erneute Verunsicherung unter den Marktteilnehmern aufgekommen, dass sich dieses Thema noch länger hinzieht und sich vielleicht doch noch zuspitzen könnte. Unterdessen hat Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow für Europa Spielraum bei den Gesprächen über die Importzölle auf Stahl und Aluminium angedeutet. Damit die Ausnahmen verlängert werden, fordern die USA aber Zugeständnisse von Europa, zum Beispiel die Gleichbehandlung von Auto-Importen.
Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) hat auf ihrer Frühjahrstagung ihre bisherige Einschätzung zur Marktlage bei Zink weitgehend bestätigt. Demnach soll es 2018 ein Angebotsdefizit von 263 Tsd. Tonnen geben. Dieses fällt deutlich geringer aus als im letzten Jahr, da die Produktion spürbar anziehen soll. Aus demselben Grund soll auch das Angebotsdefizit am Bleimarkt schrumpfen. Die ILZSG erwartet hier für 2018 ein Defizit von 17 Tsd. Tonnen, deutlich weniger als noch vor einem halben Jahr unterstellt. Die entspanntere Lage am Zink- und Bleimarkt spricht unseres Erachtens kurzfristig für eine weitere Preiskorrektur, zumal die Stimmung der Marktteilnehmer nicht mehr so optimistisch ist wie noch einige Monate zuvor.

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