Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag Zugewinne verbuchen. Hilfreich für die Kauflaune der Anleger waren ein nach der EZB-Sitzung weiter fallender Euro sowie nachgebende Anleiherenditen. Der DAX verabschiedete sich 0,62 Prozent fester bei 12.500 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,97 beziehungsweise 1,94 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 89 Gewinner (81%) und 21 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 62 Prozent. Im DAX wechselten 123,6 Millionen Aktien (Vortag: 111,9) im Wert von 4,58 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,78) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten alle Sektoren bis auf Transport (-1,34%) und Banken (-0,64%) zulegen. Am deutlichsten nach oben ging es mit Rohstoffwerten (+3,00%), Telekommunikation (+1,76%) und Immobilienaktien (+1,64%). Die DAX-Spitze belegte Linde mit einem Aufschlag von 3,03 Prozent. Der Titel profitierte von erfreulichen Quartalszahlen des Übernahmeziels Praxair. FMC notierte 2,71 Prozent fester. Volkswagen gewann nach der Präsentation seines Zahlenwerks 2,65 Prozent. Die Aktie der Deutschen Börse reagierte mit einem Zugewinn von 2,05 Prozent auf Geschäftszahlen. Lufthansa verlor als Schlusslicht nach schwachen Geschäftszahlen 5,50 Prozent. Munich Re büßte vor allem vom Dividendenabschlag belastet 4,37 Prozent ein. Covestro endete nach dem Zahlenausweis 4,19 Prozent schwächer. Deutsche Bank schloss ebenfalls nach Quartalszahlen 1,30 Prozent tiefer. Im TecDAX sackte die Aixtron-Aktie nach Zahlen um 5,26 Prozent ab. RIB Software haussierte nachrichtenlos um 7,30 Prozent.
An der Wall Street notierte der Dow zum Schluss 0,99 Prozent höher bei 24.322 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es angetrieben von positiven Quartalszahlen unter anderem von Facebook und AMD um 2,08 Prozent nach oben auf 6.650 Zähler. 65 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen lag bei 63 Prozent. Es gab 60 neue 52-Wochen-Hochs und 76 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Technologie und Consumer Discretionary. Lediglich der Industriesektor verzeichnete ein Minus. Nach Börsenschluss gab es positiv aufgenommene Quartalszahlen von Amazon (nachbörslich: +7,1%), Intel (+4,8%) und Microsoft (+0,4%). Die Amazon-Aktie würde damit im heutigen Handel ein neues Rekordhoch erzielen.
Am Devisenmarkt setzte der US-Dollar seinen Kursaufschwung gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen fort. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,48 Prozent auf ein 3-Monats-Hoch bei 91,61 Punkten. EUR/USD fiel um 0,46 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,2104 USD. Damit wurde die seit Mitte Januar etablierte Handelsspanne nach unten verlassen. Die steigende 200-Tage-Linie befindet sich bei derzeit 1,2007 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen war der Yen stark gesucht, während der Franken nach der Notenbanksitzung der SNB unter Druck stand.
Der S&P GSCI Rohstoffindex legte um 0,33 Prozent auf 473,53 Punkte zu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,05 Prozent auf 74,78 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte nach einem etwas stärker als erwarteten Rückgang der Lagerbestände um 0,78 Prozent auf ein Monatshoch bei 2,83 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,49 Prozent auf 3,12 USD. Gold handelte 0,29 Prozent schwächer auf einem Monatstief bei 1.319 USD (1.088 EUR). Silber und Platin notierten 0,07 und 0,37 Prozent tiefer. Palladium gewann gegen den Trend 1,11 Prozent hinzu.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,42 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel um drei Basispunkte auf 0,60 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,36 Prozent höher bei 158,34 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 3,00 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend freundlich. Neben den positiven Vorgaben von der Wall Street stützte die Entspannung im Nordkorea-Konflikt angesichts des Treffens zwischen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jea In. Die japanische Notenbank BoJ ließ ihre Geldpolitik wie allgemein erwartet unverändert. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,43 Prozent auf 172,62 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite die Daten zum US-BIP im ersten Quartal im Fokus. Unternehmensseitig hält die Flut an Quartalsbilanzen an. Es berichten unter anderem Daimler, Continental, Airbus Group, Fuchs Petrolub, Nemetschek, Kuka, Grenke, BBVA, Dermapharm Holding, Sanofi, Eni, Sony, Royal Bank of Scotland, Exxon Mobil, Chevron und Deutsche Euroshop. Hauptversammlungen finden statt bei Continental, Merck KGaA und Corestate Capital Holding.
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