Zur Wochenmitte zogen sich die Anleger vom deutschen Aktienmarkt zurück. Als wesentlicher Belastungsfaktor fungierten die weiter deutlich anziehenden Zinsen in den USA. Der DAX schloss 1,02 Prozent tiefer bei 12.422 Punkten. MDAX und TecDAX gaben um 1,80 und 2,28 Prozent nach. Die Schwäche war breit angelegt. Unter den 110 größten Werten gab es nur elf Gewinner (10%) und 97 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 89 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 111,9 Millionen Aktien (Vortag: 109,4) im Wert von 4,78 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,68). Alle Sektoren endeten im Minus. Am deutlichsten fielen die Verluste bei Rohstoffwerten (-2,82%), Industrietiteln (-2,13%) und Transportwerten (-1,94%) aus. Linde haussierte an der DAX-Spitze nach Geschäftszahlen um 3,84 Prozent. Befeuert wurde der Anteilsschein vor allem von der Absicht, einen Squeeze-Out der Minderheitsaktionäre nach der Fusion mit Praxair durchzuführen. Im MDAX stand die Aktie von Osram mit einem Einbruch um 17,12 Prozent im Fokus. Der Konzern hatte bereits am Vorabend eine Umsatz- und Gewinnwarnung veröffentlicht.
An der Wall Street konnten die Indizes anfängliche Schwäche abschütteln und sich bis zur Schlussglocke in positives Terrain vorarbeiten. Der Dow schloss 0,24 Prozent fester bei 24.084 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 notierte mit einem Aufschlag von 0,07 Prozent bei 6.514 Zählern. 55 Prozent der Werte an der NYSE verbuchten Verluste. Aufwärtsvolumen und Abwärtsvolumen hielten sich dabei die Waage. Es gab lediglich 26 neue 52-Wochen-Hochs und 166 neue Tiefs. Bei den Sektoren waren die größten Zugewinne bei Energiewerten und Rohstofftiteln zu beobachten.
Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar seine Rally fortsetzen und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,51 Prozent fester bei 91,22 Punkten und verzeichnete damit ein 3-Monats-Hoch. Der Euro verzeichnete gegenüber allen Majors mit Ausnahme des Yen Verluste. EUR/USD gab um 0,57 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 1,2161 USD nach und rutschte damit unter die zuletzt stützende 100-Tage-Linie.
Der S&P GSCI Rohstoffindex gewann 0,34 Prozent auf 471,99 Punkte hinzu. Brent-Öl notierte trotz eines überraschenden Anstiegs der US-Lagerbestände 0,20 Prozent fester bei 74,01 USD. Laut EIA kletterten die Rohölbestände im Wochenvergleich um 2,2 Millionen Barrel. Die Konsensschätzung hatte hingegen auf einen Rückgang um 2,0 Millionen Barrel gelautet. Der Preis für US-Erdgas handelte kaum verändert bei 2,82 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,41 Prozent auf 3,13 USD. Gold gab um 0,68 Prozent auf ein Monatstief bei 1.324 USD (1.087 EUR) nach. Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,22 und 2,34 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,44 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete ebenfalls einen Basispunkt höher bei 0,63 Prozent. Der Euro-Bund-Future verlor 0,09 Prozent auf 157,77 Punkte. Die derzeit stark im Fokus stehende Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um drei Basispunkte auf ein 4-Jahres-Hoch bei 3,03 Prozent an.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index notierte 0,06 Prozent tiefer bei 171,77 Punkten. Zugewinne verbuchten der Kospi (+1,08%) und der Nikkei 225 (+0,32%), während der Shanghai Composite (-1,03%) und der Hang Seng Index (-0,83%) Verluste aufwiesen.
Heute steht die Entscheidung der EZB im Anlegerfokus. Man geht davon aus, dass die Notenbanker ihre Geldpolitik unverändert lassen. Mit Hinweisen für die künftige Politik rechnen die meisten Experten erst für die Juni-Sitzung. Daneben ist von der Makroseite vor allem der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA von Interesse. Unternehmensseitig gibt es eine Flut an Geschäftszahlen. Aus dem DAX berichten Covestro, Deutsche Bank, Lufthansa und Volkswagen über die Quartalsbilanz. Die Deutsche Börse hält eine Telefonkonferenz zum bereits gestern Abend vorgelegten Zahlenwerk ab.
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