Am deutschen Aktienmarkt dominierten am Dienstag die negativen Vorzeichen. Belastend wirkten die anziehenden Anleiherenditen in den USA sowie die Zurückhaltung vor der morgigen EZB-Sitzung. Daneben gab der ifo-Geschäftsklimaindex den dritten Monat in Folge nach. Der DAX schloss nach dem zwischenzeitlichen Erreichen eines 11-Wochen-Hochs 0,17 Prozent tiefer bei 12.551 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,16 und 0,72 Prozent. Unter den 110 größten Aktien gab es 35 Gewinner (32%) und 75 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 56 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 109,4 Millionen Aktien (Vortag: 80,6) im Wert von 4,55 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,65). Mit Blick auf die Sektoren war Software (+2,62%) am stärksten gesucht, gefolgt von Banken (+2,11%) und Rohstoffwerten (+0,55%). Die größten Verluste wiesen Konsum (-1,61%), Bau (-1,16%) und Technologie (-1,14%) auf. Deutsche Bank verbesserte sich als Spitzenreiter im DAX um 4,21 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf Spekulationen, der neue CEO Christian Sewing werde die als Sorgenkind geltende Investmentbanking-Sparte umbauen und dies demnächst ankündigen. SAP sprang nach erfreulichen Geschäftszahlen und der Anhebung des Ausblicks für das laufende Jahr um 3,51 Prozent. FMC konnte um 1,79 Prozent zulegen. Die rote Laterne hielt adidas mit einem Minus von 3,25 Prozent. Der Anteilsschein litt unter einer Abstufung von “Kaufen” auf “Halten” seitens Warburg. Fresenius SE und Siemens gaben um 2,62 respektive 2,02 Prozent nach.
An der Wall Street ging es deutlicher abwärts. Der Dow schloss 1,73 Prozent schwächer bei 24.024 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 2,10 Prozent nach unten auf 6.509 Zähler. 62 Prozent der Werte an der NYSE endeten im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 61 Prozent. Es gab 74 neue 52-Wochen-Hochs und 114 neue Tiefs. Alle Sektoren bis auf Versorger und Immobilien verbuchten Abschläge. Die größten Verluste waren bei Industriewerten und Rohstofftiteln zu beobachten.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels nach einem impulslosen Geschäft 0,20 Prozent tiefer bei 90,76 Punkten. Der Euro konnte gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen aufwerten. EUR/USD stieg um 0,23 Prozent auf 1,2236 USD. Auffällige Stärke zeigte das Pfund Sterling, während Franken und Yen Abgaben verbuchten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex büßte 0,66 Prozent auf 470,41 Punkte ein. Brent-Öl verlor 1,00 Prozent auf 73,96 USD. In der Spitze hatte die Nordseesorte bei 75,47 USD ein neues 4-Jahres-Hoch markiert, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Der Preis für US-Erdgas stieg um 1,37 Prozent auf 2,81 USD. Comex-Kupfer notierte 0,80 Prozent höher bei 3,14 USD. Gold stieg um 0,73 Prozent auf 1.334 USD (1.088 EUR). Silber und Platin legten um 0,80 und 1,38 Prozent zu. Palladium gab gegen den Trend um weitere 1,23 Prozent auf 967,55 USD nach.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,43 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab nach zwischenzeitlicher Markierung eines 6-Wochen-Hochs bei 0,66 Prozent ebenfalls um einen Basispunkt auf 0,62 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent fester bei 157,91 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte zwei Basispunkte höher auf der stark im Fokus der Marktteilnehmer stehenden Marke von 3,00 Prozent und damit auf einem 4-Jahres-Hoch.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,45 Prozent auf 172,23 Punkte. Überdurchschnittliche Abschläge sahen der Hang Seng Index (-1,08%) und der Kospi (-0,94%). Die Börsen in Australien und Neuseeland blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Dafür ist der Kalender reichlich mit Unternehmensveröffentlichungen gefüllt. Geschäftszahlen gibt es unter anderem von Linde, Deutsche Börse, Klöckner & Co, Hamborner Reit, Siltronic, Credit Suisse, Air Liquide, Telefonica Deutschland Holding, Comdirect, Vapiano, Varta, Lloyds Banking Group, Glaxosmithkline, Twitter, Boeing und STMicroelectronics. Nach US-Börsenschluss berichten Qualcomm, Advanced Micro Devices, Facebook, AT&T, Ebay, Ford Motor und Visa. Hauptversammlungen finden statt bei Munich Re, Beiersdorf und Gerresheimer. Daneben dürfte Osram aufgrund einer gestern nachbörslich veröffentlichten Gewinnwarnung unter Druck stehen.
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