Energie: Die Brentölpreis setzte seinen Höhenflug gestern zunächst fort und stieg bis auf 75,5 USD je Barrel, den höchsten Stand seit November 2014. Am Abend setzten allerdings Gewinnmitnahmen ein, die den Preis in der Nacht unter 74 USD drückten. Auslöser für den Preisrutsch war ein Vorschlag von Frankreichs Präsident Macron bei dessen Staatsbesuch in den USA, das Atomabkommen mit dem Iran um einige Aspekte zu ergänzen. Diese umfassen die Beschränkung des iranischen Atomprogramms nach 2025, einen Stopp der Entwicklung von Marschflugkörpern und die Begrenzung des regionalen Einflusses des Iran. Damit würden einige zentrale Kritikpunkte von US-Präsident Trump aufgegriffen. Dadurch könnte Trump eine Brücke gebaut werden, die Sanktionen gegen den Iran Mitte Mai weiter auszusetzen und das Atomprogramm nicht aufzukündigen. Die Frage ist allerdings auch, ob sich der Iran auf neue Verhandlungen einlassen wird. Der Preisrückgang seit gestern Abend zeigt, dass der vorherige Preisanstieg stark durch die Erwartung neuer Iran-Sanktionen begünstigt wurde. Solange diese weiter im Raum stehen, ist ein stärkerer Preisrückgang nicht zu erwarten. Das API berichtete gestern Abend nach Handelsschluss einen überraschenden Anstieg der US-Rohöllagerbestände letzte Woche um 1,1 Mio. Barrel. Dem standen allerdings ein Abbau der Rohölbestände in Cushing und deutliche Rückgänge bei den Lagerbeständen von Ölprodukten gegenüber. Das US-Energieministerium veröffentlicht die offiziellen Lagerdaten heute Nachmittag.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist gestern erstmals seit Januar 2014 kurzzeitig wieder über die Marke von 3% gestiegen. Gold ist zwar im späten Handel dennoch auf gut 1.330 USD je Feinunze gestiegen, handelt heute Morgen aber bereits wieder 10 USD tiefer, wozu der festere US-Dollar beiträgt. Silber ist von seinem kurzen Ausflug auf ein 2½-Monatshoch letzten Donnerstag deutlich zurückgekommen und notiert wieder bei 16,7 USD je Feinunze. Das Gold/Silber-Verhältnis, das zwischenzeitlich auf 78 gefallen war, ist daraufhin wieder auf fast 80 gestiegen. Offenbar wurde Silber in den letzten Tagen von den Industriemetallen mit nach unten gezogen, während sich Gold trotz Verlusten etwas besser gehalten hat. Laut Einschätzung des Finanzdienstleistungsunternehmens CPM Group wird die weltweite Silbernachfrage in diesem Jahr nur um 0,8% auf 934,2 Mio. Unzen steigen. Dies sei das geringste Nachfragewachstum seit dem Jahr 2012, in dem die Nachfrage gefallen war. Die CPM Group führt dies auf eine verhaltene Investmentnachfrage zurück. Der globale Silbermarkt dürfte demnach 2018 einen Überschuss von rund 44 Mio. Unzen aufweisen, der etwas geringer ausfällt als im Vorjahr. Thomson Reuters GFMS zeigt sich dagegen in seinem für das Silver Institute erstellten „World Silver Survey 2018“ optimistischer. GFMS erwartet 2018 ein moderates Defizit am Silbermarkt, nachdem das Angebot schon im letzten Jahr nicht mit der Nachfrage Schritt halten konnte. Da Silber im Vergleich zu Gold günstig ist, würde dies laut GFMS Silber für Investoren attraktiv machen.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Die chinesische Zollbehörde hat gestern die detaillierte Handelsstatistik für März veröffentlicht. Demnach hat China mit 2,94 Mio. Tonnen wieder deutlich mehr Nickelerz importiert als in den Monaten zuvor. Dabei hat Indonesien auch wieder die Philippinen als größten Nickelerzlieferanten Chinas abgelöst (3,29 Mio. vs. 2,64 Mio. Tonnen im ersten Quartal). Aus Indonesien hat China im März die größte Menge Nickelerz seit über vier Jahren eingeführt. Neben Nickelerz hat China zuletzt auch erneut viel Ferronickel importiert (97 Tsd. Tonnen). Dagegen fielen die Importe von Nickelraffinade verhalten aus (gut 19 Tsd. Tonnen). China hat offenbar selbst – ähnlich wie bei Kupfer – mehr Roh- bzw. Vormaterialien zu Endprodukten verarbeitet als dass es auf Nickelraffinade zurückgegriffen hat. Auch im Falle von Zink hat China zuletzt verstärkt Erz eingeführt (über 300 Tsd. Tonnen), wohingegen die Importe von Raffinade deutlich gefallen waren und im März ein 10-Monatstief erreicht hatten (knapp 35 Tsd. Tonnen). Im Falle von Blei hat sich China nach den hohen Einfuhren im letzten Jahr mittlerweile wieder zum Netto-Exporteur von Bleiraffinade entwickelt. Im März wurde netto mit 5,7 Tsd. Tonnen die größte Menge seit fast drei Jahren ausgeführt. Vor 2017 war China vier Jahre lang Netto-Exporteur von Bleiraffinade. Bei Zinn hat sich China erstmalig mehrere Monate hintereinander vom Netto-Importeur zum Netto-Exporteur gewandelt. Die ausgeführte Menge von 1.340 Tonnen im ersten Quartal ist am Weltmarkt aber noch fast vernachlässigbar.
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