EUR-USD: Der enttäuschende Ifo-Index drückte EUR-USD gestern nur kurz unter die 1,22-Marke. Das Währungspaar konnte schnell wieder Boden gutmachen, was mit der zeitweisen Erholung an den US-Anleihemärkten einherging, womit sich zeigt: Der EUR-USD-Kurs wird weiterhin in erster Linie durch Bewegungen im US-Dollar bestimmt. Belegen lässt sich das auch anhand unserer hauseigenen Währungsindizes, die zeigen, dass die Abwärtskorrektur des Wechselkurses in den letzten Tagen von einem starken Dollar getrieben wurde, nicht aber von einem schwachen Euro. Das mag auf den ersten Blick verwundern. Schließlich haben die Frühindikatoren für den Euroraum zuletzt durchweg enttäuscht, was Zweifel an einer baldigen geldpolitischen Normalisierung aufkommen lässt. Nur beobachten wir tatsächlich schon seit einiger Zeit, dass die Euro-Wechselkurse sehr wenig auf Veränderungen im geldpolitischen Ausblick reagieren. Ich vermute, dass die Änderungen schlicht und ergreifend nicht signifikant genug sind, um eine Neueinschätzung der Wechselkurse zu rechtfertigen. Klar, ein anhaltend niedriger Preisauftrieb und nun eine etwas schwächere Konjunktur sprechen dafür, dass sich die EZB mit einem Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik noch Zeit lassen wird. Doch für den Markt scheint nur geringfügig relevant, ob die Notenbanker die Zinsen 3 Monate früher oder später erhöhen, solange Zinserhöhungen grundsätzlich noch in den für die Marktteilnehmer relevanten Zeithorizont fallen. Nichtsdestoweniger fühlen wir uns mit unserer Prognose, dass EUR-USD im Laufe des Jahres weiter nach unten korrigiert, sehr wohl. Die Begründung liegt vor allem in einem stärkeren Dollar, der nun tatsächlich beginnt, von den höheren US-Zinsen zu profitieren. Doch auch im Hinblick auf unseren Euro-Ausblick bin ich zuversichtlich. Denn eine nur sehr zögerlich agierende EZB dürfte dem Euro zumindest keinen deutlichen Rückenwind geben.
CAD: Nicht nur im Handelskonflikt mit China sind zuletzt konziliantere Töne von der US-Seite zu hören, auch in Bezug auf die NAFTA-Verhandlungen zeigt man sich optimistisch, dass schon in den nächsten Tagen eine Einigung möglich ist. Sollte es so kommen, würde das dem CAD aus zweierlei Gründen zugutekommen: Zum einen würde natürlich das Risiko eines Scheiterns der Verhandlungen wegfallen. Zum anderen wäre dann aber auch der Weg frei zu weiteren Zinserhöhungen der Bank of Canada, die sich nicht zuletzt aufgrund der NAFTA-Unsicherheit zuletzt zurückgehalten hat. Die Kehrseite ist: Sollte es nicht zu einer Einigung bis Anfang nächsten Monats kommen, dürften die Verhandlungen aufgrund der Präsidentschaftswahlen in Mexiko im Sommer wohl erst einmal auf Eis gelegt werden, womit sich die Unsicherheit fortsetzt und den Konjunkturausblick eintrüben könnte.
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