Energie: Brentöl kostet am Morgen erstmals seit November 2014 wieder mehr als 75 USD je Barrel. Preistreibend ist das angespannte Angebot aufgrund der hohen Produktionsausfälle in Venezuela und die darüber hinausgehenden Kürzungen der OPEC und Russlands. Zudem zeigt sich die Nachfrage robust. Bloomberg-Angaben zufolge stieg die augenscheinliche Ölnachfrage in China im März um 4,5% gegenüber dem Vorjahr auf 11,25 Mio. Barrel pro Tag. Diese ermittelt sich aus der Rohölverarbeitung (12,15 Mio. Barrel pro Tag) und den Netto-Importen bzw. -Exporten von Ölprodukten. Die Netto-Ausfuhren von Benzin beliefen sich letzten Monat auf 1,7 Mio. Tonnen (470 Tsd. Barrel pro Tag), die von Diesel auf 2,34 Mio. Tonnen (560 Tsd. Barrel pro Tag). Sowohl die Rohölverarbeitung als auch die Netto-Exporte von Benzin und Diesel erreichten damit Rekordniveaus. Die Rohölimporte Chinas lagen im März wie bereits vorab gemeldet bei 39,17 Mio. Tonnen (9,24 Mio. Barrel pro Tag). Wichtigster Lieferant war erneut Russland, das seine Lieferungen nach China im Vorjahresvergleich um 23% auf 5,8 Mio. Tonnen steigerte und damit seinen Vorsprung gegenüber dem zweitwichtigsten Lieferanten Saudi-Arabien (4,6 Mio. Tonnen) ausbaute. Der Iran als sechstgrößter Lieferant exportierte 3,1 Mio. Tonnen Rohöl nach China, 16% mehr als im Vorjahr. Diese Lieferungen könnten demnächst zur Debatte stehen, sollte US-Präsident Trump Mitte Mai die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzen. Die Unsicherheit darüber dürfte den Ölpreisen weiteren Auftrieb geben.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold ist heute Morgen zeitweise bis auf gut 1.320 USD je Feinunze gefallen. Es wird weiterhin vom festen US-Dollar und den steigenden Anleiherenditen belastet. Letztere machen Gold als zinslose Anlagealternative weniger attraktiv, da sich die Opportunitätskosten der Goldhaltung erhöhen. In den USA steigen die Anleiherenditen offenbar wegen der zunehmenden Inflationserwartungen, zu denen auch die höheren Ölpreise beitragen. Die Schweiz hat im März deutlich weniger Gold nach Asien exportiert. Gemäß Daten der Schweizer Zollbehörde sind die Ausfuhren nach Indien auf nur 12,3 Tonnen eingebrochen. Das indische Finanzministerium hatte schon vor zwei Wochen von niedrigen Goldimporten berichtet (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 10. April). Auch nach China hat die Schweiz im März deutlich weniger Gold exportiert (-40% im Vergleich zum Vormonat). Dagegen haben sich die Ausfuhren nach Hongkong mehr als verdoppelt. Daten der chinesischen Zollbehörde zufolge hat China im März im Vergleich zum Vorjahr auch weniger Silber (346 Tonnen), dafür aber etwas mehr Platin und Palladium (8,5 Tonnen bzw. 1,6 Tonnen) importiert.
Der Palladiumpreis ist gestern in der Spitze um 5,4% bzw. 56 USD gefallen und notiert heute Morgen bei rund 970 USD je Feinunze. Er ist damit den Industriemetallpreisen nach unten gefolgt, nachdem die USA die Aufhebung der Sanktionen gegen Rusal in Erwägung ziehen und wohl keine weiteren Sanktionen gegen Russland verhängen werden. Der Preisabstand zu Platin hat sich daraufhin wieder auf 50 USD je Feinunze verringert.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |

Industriemetalle: Der Aluminiumpreis ist gestern Nachmittag stark unter Druck gekommen, nachdem das US-Finanzministerium eine Aufhebung der Sanktionen gegen Rusal ins Spiel gebracht hat. Voraussetzung hierfür ist, dass der russische Oligarch Oleg Deripaska die Kontrolle an Rusal abgibt. Darüber hinaus hat das US-Finanzministerium die Frist verlängert, bis zu der die Geschäfte mit Rusal abgewickelt werden müssen. Diese läuft jetzt bis zum 23. Oktober (bislang 5. Juni). Das Chaos der letzten beiden Wochen am Aluminiummarkt scheint beendet. Sollten die Sanktionen gegen Rusal aufgehoben oder zumindest gelockert werden, wären die Sorgen über ein knappes Angebot am Weltmarkt u.E. nicht mehr gerechtfertigt. Dann müsste der Aluminiumpreis auch noch weiter fallen. In der Spitze kollabierte der Preis gestern um 9,4%. Den Handel beendete er mit knapp 2.300 USD je Tonne, einem Minus von 7%. Der Preisrückgang setzt sich heute Morgen zeitweise bis auf 2.210 USD fort. Der Nickelpreis stand schon davor unter Druck und wurde von Aluminium weiter nach unten gezogen (zeitweise -6,7% auf 13.800 USD je Tonne), hat sich mittlerweile aber wieder etwas erholt.
Die chilenische Kupferkommission Cochilco erwartet, dass Chile in diesem Jahr die Kupferproduktion um 4,3% ausweiten wird. Dies ist wohl auch eine Reaktion auf die streikbedingten Ausfälle im letzten Jahr. 2019 soll die Kupferproduktion weiter um 3,1% auf dann 5,94 Mio. Tonnen steigen. Cochilco hat damit ihre Einschätzung vom Januar mehr oder weniger bestätigt.
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