20.04.18, 08:52

Anleihekurse unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag von der schwachen Seite. Auf der Stimmung lastete vor allem bei den Technologiewerten weltweit ein schwacher Ausblick des taiwanesischen Chip-Riesen Taiwan Semiconductor (TSMC). Der Leitindex DAX schloss 0,18 Prozent tiefer bei 12.567 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte endete mit einem Minus von 0,08 Prozent bei 26.021 Punkten. Für den TecDAX ging es um 1,00 Prozent abwärts auf 2.639 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 40 Gewinner (37%) und 69 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 71 Prozent. Im DAX wurden 72,9 Millionen Aktien (Vortag: 85,6) im Wert von 3,17 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,67) gehandelt. Stärkste Sektoren waren Medien (+0,80%), Bau (+0,56%) und Industrie (+0,35%). Die größten Verluste verbuchten Technologie (-2,35%), Software (-0,89%) und Konsum (-0,81%). Continental erholte sich mit einem Plus von 2,02 Prozent an der DAX-Spitze vom Schwächeanfall des Vortages. Commerzbank verbesserte sich dahinter um 1,47 Prozent. Siemens profitierte von positiven Zahlen des Wettbewerbers ABB und gewann ebenfalls 1,47 Prozent hinzu. Infineon verlor als Schlusslicht im Index 2,10 Prozent. Adidas und Linde notierten 1,49 und 1,40 Prozent schwächer.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Index 0,33 Prozent tiefer bei 24.665 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte um 0,85 Prozent ab. 66 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug ebenfalls 66 Prozent. Lediglich Finanzwerte und Energiewerten konnten aus Sektorensicht zulegen. Die größten Verluste waren bei Consumer Staples und Immobilienaktien zu beobachten. American Express konnte an der Dow-Spitze in Reaktion auf positive Quartalszahlen um 7,58 Prozent ansteigen, während am anderen Ende Procter & Gamble nach schwachen Zahlen um 3,26 Prozent nachgab.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar gestützt von steigenden Anleiherenditen und der Spekulation weiter steigender Leitzinsen gegenüber allen anderen Hauptwährungen zulegen. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des US-Handels 0,27 Prozent fester bei 89,86 Punkten. EUR/USD fiel um 0,20 Prozent auf 1,2348 USD. Deutliche Abgaben zeigte das Pfund Sterling nach taubenhaft aufgefassten Kommentaren des BoE-Gouverneurs Mark Carney. Daneben stand der Franken im Fokus, da er im Tagesverlauf erstmals seit der Freigabe des Wechselkurses zum Euro im Januar 2015 wieder unter den zuvor festgelegten Wert von 1,20 CHF gefallen war.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte nach zwischenzeitlicher Markierung eines Mehrjahreshochs 0,16 Prozent schwächer bei 474,02 USD. Brent-Öl legte um 0,22 Prozent auf 73,64 USD zu und kam damit vom in der Spitze gesehenen 4-Jahres-Hoch bei 74,75 USD deutlich zurück. Der Preis für US-Erdgas sank trotz eines stärker als erwarteten Rückgangs der Lagerbestände um 2,37 Prozent auf 2,67 USD. Comex-Kupfer gab um 1,01 Prozent auf 3,13 USD nach. Gold verlor 0,36 Prozent auf 1.349 USD (1.090 EUR). Silber stieg um 0,10 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 17,27 USD. Platin und Palladium verloren 0,67 und 1,15 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um fünf Basispunkte auf 0,38 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen legte um sieben Basispunkte auf ein 4-Wochen-Hoch bei 0,60 Prozent zu. Der Euro-Bund-Future sackte um 0,45 Prozent auf 158,30 Punkte ab und löste damit eine mehrwöchige Trading-Range südwärts auf. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um fünf Basispunkte auf ein 4-Wochen-Hoch bei 2,92 Prozent und nähert sich damit wieder dem im Februar notierten Mehrjahreshoch bei 2,94 Prozent an. Händler verwiesen zur Begründung des Renditeanstiegs beziehungsweise des Drucks auf den Anleihekursen auf die Erwartung steigender Leitzinsen. Diese Spekulation wurde von positiven Konjunkturdaten in den USA sowie von den steigenden Rohstoffpreisen befeuert.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh ganz überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,72 Prozent auf 174,17 Punkte. Der taiwanesische Taiex verlor belastet von der schwachen TSMC-Aktie 1,68 Prozent.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf den Index des Verbrauchervertrauens in der Eurozone. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von General Electric, Ericsson und Villeroy & Boch. Bei Schaeffler findet die Hauptversammlung statt. Zudem steht Serviceware SE mit der Erstnotiz im Prime Standard im Blick.

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