17.04.18, 09:50

Netflix springt nachbörslich

Der deutsche Aktienmarkt musste zum Wochenauftakt Kursverluste hinnehmen. Belastend wirkte ein festerer Euro. Der DAX schloss 0,40 Prozent tiefer bei 12.391 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,35 und 0,47 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 37 Gewinner (35%) und 68 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug dabei 74 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 64,6 Millionen Aktien (Vortag: 79,1) im Wert von 2,66 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,98). Mit Blick auf die Sektorenperformance konnten lediglich Transportwerte (+0,44%) und Versicherungstitel (+0,11%)  Zugewinne verbuchen. Die größten Abschläge waren bei Automobilwerten (-1,22%), Softwaretiteln (-0,85%) und Rohstoffwerten (-0,74%) zu beobachten. An der DAX-Spitze ging es für die Lufthansa-Aktie um 1,58 Prozent nach oben. Händler verwiesen zur Begründung auf sinkende Ölpreise. Deutsche Börse und Munich Re verbesserten sich nachrichtenlos um 0,45 beziehungsweise 0,44 Prozent. Die rote DAX-Laterne hielt Volkswagen nach Gewinnmitnahmen mit einem Minus von 2,89 Prozent. Continental und Vonovia verloren 1,24 und 0,93 Prozent. Die Aktie der Software AG verlor nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen als schwächster Wert im TecDAX 6,13 Prozent.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Index 0,87 Prozent fester bei 24.573 Punkten. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 gewann 0,70 Prozent hinzu und endete bei 6.675 Zählern. Als Kursstütze erwiesen sich der schwächere US-Dollar, besser als erwartete US-Einzelhandelsumsätze sowie die Spekulation auf eine sehr positive Berichtssaison. 70 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 72 Prozent. 65 neuen 52-Wochen-Hochs standen 41 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren endeten im grünen Bereich. Am deutlichsten aufwärts ging es mit Versorgern und Rohstoffwerten. Im nachbörslichen Handel stand Netflix mit einem Kurssprung um rund 5,2 Prozent im Fokus. Der Online-Videodienst übertraf im ersten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Markterwartungen. Zudem wuchs die Zahl der Nutzer im Berichtszeitraum um 7,4 Millionen.

Am Devisenmarkt verlor der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen an Wert. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,37 Prozent tiefer bei 89,44 Punkten. Der Euro präsentierte sich gegenüber fast allen anderen Majors fest. EUR/USD stieg um 0,40 Prozent auf 1,2377 USD. Am deutlichsten aufwärts ging es für das Pfund Sterling, das von der Spekulation auf eine Leitzinsanhebung im Mai profitierte.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,81 Prozent auf 464,50 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 1,49 Prozent auf 71,50 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 0,55 Prozent auf 2,75 USD. Comex-Kupfer stieg um 0,59 Prozent auf 3,09 USD. Gold handelte behauptet bei 1.349 USD (1.087 EUR).

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,37 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt höher bei 0,52 Prozent. Vom im frühen Handel notierten Hoch bei 0,55 Prozent kam sie damit jedoch deutlich zurück. Der Euro-Bund-Future schloss 0,09 Prozent tiefer bei 159,16 Punkten und endete somit nach einem zwischenzeitlichen fehlgeschlagenen Ausbruchsversuch auf der Unterseite (Tagestief: 158,74) wieder innerhalb der seit dem 28. März etablierten engen Handelsspanne. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes stieg um einen Basispunkt auf 2,83 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend moderat schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,20 Prozent auf 173,31 Punkte. Im Fokus stand eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten aus China. Das BIP stieg dort im ersten Quartal um 6,8 Prozent. Die Konsensschätzung hatte bei 6,7 Prozent gelegen. Die Einzelhandelsumsätze kletterten im März gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent (Konsens: 9,9). Für die Industrieproduktion ging es im März um 6,0 Prozent (Konsens: 6,2) nach oben.

Heute richtet sich der Fokus von der Makroseite auf die Daten zur US-Industrieproduktion sowie den US-Baubeginnen und Baugenehmigungen. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Sixt Leasing, Unitedhealth, Johnson & Johnson und Goldman Sachs. Bayer steht mit einer gestern nachbörslich bekannt gegebenen Kapitalerhöhung im Blick. Drägerwerk und Deutsche Beteiligungs AG könnten unter gestern ebenfalls nach Börsenschluss veröffentlichten schwachen Geschäftszahlen leiden. Nach US-Börsenschluss legen United Continental Holdings und IBM ihre Quartalszahlen vor.

Produktidee: Classic Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CV8WXK Call Netflix Inc Hebel: 4,1
CA03LR Call Netflix Inc Hebel: 4,4

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