Energie: Die Ölpreise halten sich weiter auf hohem Niveau. Brent handelt am Morgen bei 71,5 USD je Barrel nicht weit von seinem letzte Woche verzeichneten 3½-Jahreshoch entfernt. Die Sorge vor einer weiteren Angebotsverknappung wegen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und möglicher neuer US-Sanktionen gegen Iran und Russland gibt den Preisen weiterhin Unterstützung. Zudem scheint es in der OPEC Überlegungen zu geben, die Förderkürzungen über Ende 2018 zu verlängern, was den Ölmarkt in ein beträchtliches Angebotsdefizit drücken würde und einen Rückgang der Lagerbestände unter den 5-Jahresdurchschnitt zur Folge hätte. Dies schafft gleichzeitig Raum für das zusätzliche Ölangebot aus den USA. Die US-Schieferölproduktion soll laut neuer Prognose der US-Energiebehörde im Mai um 125 Tsd. auf ein neues Rekordniveau von 7 Mio. Barrel pro Tag steigen. Haupttreiber ist erneut das Schieferölvorkommen Permian Basin im Süden von Texas mit einem Anstieg um 73 Tsd. Barrel pro Tag. Dort sollen im Mai allein 3,2 Mio. Barrel Schieferöl pro Tag gefördert werden. Auf Länderbasis würde dieses Vorkommen damit zu den zehn größten Ölproduzenten der Welt zählen. Allerdings nahm die EIA für die vorherigen Monate Abwärtsrevisionen vor, so dass der für Mai erwartete Anstieg der US-Schieferölproduktion von einer niedrigeren Basis erfolgt. Als Folge dieser Abwärtsrevisionen weist die EIA für Januar nun einen Produktionsrückgang aus. Der Drilling Productivity Report war somit weniger positiv für die Produktion bzw. weniger preisbelastend als es der erste Blick auf die Daten vermuten ließ.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der Goldpreis profitierte gestern nur kurzzeitig vom schwächeren US-Dollar und hat seine ohnehin nur mageren Gewinne bis zum Handelsende wieder abgegeben. Auch heute Morgen hat der Handel noch nicht so richtig Fahrt aufgenommen. Der Silberpreis ist gestern kurzzeitig an die 200-Tage-Linie herangelaufen, von dieser aber jedoch abgeprallt. Der Palladiumpreis ist dagegen um 1,6% gestiegen und notiert damit wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 USD je Feinunze. Ähnlich wie Aluminium, nur mit geringerer Dynamik, „profitiert“ auch Palladium von den US-Sanktionen gegen Russland. Seit Bekanntgabe der US-Sanktionen am 6. April hat sich Palladium mittlerweile um 100 USD bzw. 11% verteuert. Offenbar hat das physische Kaufinteresse stark zugenommen, auch wenn man dies nicht an den Palladium-ETFs sieht – bei diesen stehen seit dem 6. April Abflüsse von 13 Tsd. Unzen zu Buche. Die spekulativen Finanzinvestoren hatten sich laut CFTC-Statistik in der Woche zum 10. April bei Palladium weiter zurückgezogen und damit dem Palladiumpreis eigentlich Unterstützung entzogen. Der Preis hatte in der Berichtswoche aber schon fast 50 USD zugelegt. Palladium ist aktuell wieder 75 USD je Feinunze teurer als Platin. Dies ist die höchste Preisdifferenz zwischen diesen beiden Edelmetallen seit Ende Januar. Die Schere dürfte auch noch weiter aufgehen, sollte der Verband der europäischen Automobilproduzenten morgen zwar insgesamt gute Autoneuzulassungszahlen für die EU, aber schwache Absätze von Diesel-PKWs melden.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |

Industriemetalle: Auch wenn die USA entgegen ihren Ankündigungen bislang noch keine weiteren Sanktionen gegen Russland verhängt haben, ist der Aluminiumpreis gestern weiter gestiegen. Er sprang um 5% auf 2.400 USD je Tonne nach oben und erreichte damit das höchste Niveau seit September 2011. Seit Bekanntgabe der US-Sanktionen am 6. April hat sich Aluminium damit um rund 400 USD bzw. 20% verteuert. Die Londoner Metallbörse akzeptiert ab heute vorläufig keine Aluminiumbarren mehr von Rusal zur Hinterlegung der Futures-Kontrakte. Der Aluminiumpreis könnte seinen Höhenflug kurzfristig noch fortsetzen.
Die chinesischen Konjunkturdaten, die heute Morgen veröffentlicht wurden, führen dagegen nicht zu einer nennenswerten Bewegung der Metallpreise. Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr wie erwartet um 6,8% gewachsen. Dagegen haben sich die Industrieproduktion und die Anlageinvestitionen im März etwas verlangsamt. Deutlich zugelegt wiederum hat die chinesische Stahlproduktion. Sie ist gemäß Daten des Nationalen Statistikbüros im März im Vergleich zum Vorjahr um 4,5% auf 74 Mio. Tonnen gestiegen. Im ersten Quartal wurde mit 212 Mio. Tonnen sogar eine rekordhohe Menge Stahl ausgebracht. Mitte März endeten die Produktionsbeschränkungen während der Wintermonate. Allerdings hatten sich nicht alle Hersteller daran gehalten und die Produktion wurde schon davor wieder ausgeweitet.
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