
Energie: Am Ölmarkt bleiben die Marktteilnehmer in Habachtstellung, auch wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten etwas entspannt hat und das allgemeine Umfeld für Rohstoffmärkte eher schwach ist: Brentöl handelt heute Morgen unverändert bei knapp 72 USD je Barrel. Neben den politischen Risiken können sich Optimisten auch auf die jüngsten Fundamentaldaten stützen. So zeigt die OPEC in ihrem Monatsbericht eine weitere Verknappung des Angebots im März, vor allem aufgrund von Produktionsrückgängen in Angola, Venezuela, Algerien und Saudi-Arabien. Mit knapp 32 Mio. Barrel wurden täglich gut 200 Tsd. Barrel weniger gefördert als im Februar. Sollte sich die OPEC-Produktion in Kürze nicht wieder erholen, so würden laut OPEC in der zweiten Jahreshälfte die Weltrohölbestände signifikant reduziert: Knapp 1,3 Mio. Barrel täglich bliebe das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Dies ist auch Folge einer starken Nachfrage, deren Wachstum sowohl für das Vorjahr als auch für dieses Jahr um jeweils 30 Tsd. Barrel täglich nach oben revidiert wurde. Die Nachfrage soll in diesem Jahr insgesamt um 1,63 Mio. Barrel täglich steigen, fast genau so stark wie im Vorjahr. Die Handelsstatistik Chinas bestätigt den positiven Nachfragetrend. In den ersten drei Monaten des Jahres hat China mit 112 Mio. Tonnen 7% mehr Rohöl importiert als ein Jahr zuvor. Allerdings ist dies auch starken Netto-Exporten von Ölprodukten zu verdanken, die im ersten Quartal gegenüber Vorjahr um über 40% auf 6,1 Mio. Tonnen gestiegen sind. Mit fast 4 Mio. Tonnen hat China im März mehr Ölprodukte exportiert als je zuvor.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold stand auch gestern stark unter Druck und ist auf 1.335 USD je Feinunze gefallen. Der Preis notiert damit 30 USD unter dem Hoch vom Mittwoch. Nachdem eine Sprecherin des Weißen Hauses schon zuvor den Tweet von US-Präsident Donald Trump relativiert hatte, ruderte dieser gestern auch selbst zurück. Er teilte per Twitter mit, dass er sich nie zum Zeitpunkt eines Angriffs in Syrien geäußert habe. Dieser könne sehr bald oder auch nicht so bald erfolgen. Äußerungen aus der US-Regierung deuten darauf hin, dass der Militärschlag noch keine beschlossene Sache ist. Sollte sich die Situation weiter entspannen, dürfte der Goldpreis weiter nachgeben. Sollte sie sich dagegen wieder zuspitzen, wird Gold als sicherer Hafen wohl wieder stark gefragt sein.
Nach den USA (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 4. April) hat sich auch der chinesische Automarkt im März wieder deutlich belebt. Gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilhersteller wurden 2,17 Mio. Autos verkauft, 3,5% mehr als im Vorjahr. Stark gefragt waren erneut Fahrzeuge mit alternativen Antriebsformen. Im ersten Quartal sind die Verkäufe um 2,6% auf rund 6,1 Mio. Autos gestiegen. Der Palladiumpreis hat in diesem Jahr allerdings nicht von den guten Automärkten in den USA und China profitiert. Im Gegenteil, mit einem Minus von 9% seit Jahresbeginn zählt Palladium 2018 bislang zu den schwächsten Rohstoffen, die wir analysieren. Dies liegt unseres Erachtens auch daran, dass der globale Palladiummarkt in diesem Jahr wohl deutlich besser versorgt ist.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Der Aluminiummarkt wird weiter von den US-Sanktionen gegen Russland durchgeschüttelt – und der Aluminiumpreis fährt Achterbahn. Nach einem Rückgang auf 2.200 USD je Tonne gestern Mittag, schoss der Preis im weiteren Handelsverlauf auf ein 6-Jahreshoch von 2.330 USD nach oben. Heute Morgen notiert er wieder rund 50 USD niedriger.
China hat im März gemäß Daten der Zollbehörde wieder mehr Kupfer und Eisenerz importiert. Damit wurde der Neujahrseffekt, der die Februar-Importe gedämpft hatte, ausgeglichen. Die Kupfereinfuhren sind mit 439 Tsd. Tonnen wieder auf das Januar-Niveau gestiegen. Im ersten Quartal hat China knapp 7% mehr Kupfer importiert als im Vorjahr. Die Einfuhren von Kupferkonzentrat lagen in den ersten drei Monaten des Jahres gut 8% über Vorjahr. Etwas verhaltener zeigten sich dagegen die Eisenerzimporte, die im ersten Quartal nur auf Vorjahresniveau lagen, womit sich die Dynamik abgeschwächt hat. Dagegen hat China im März wieder deutlich mehr Aluminium und Aluminiumprodukte exportiert. Für das erste Quartal wurden sogar Rekordausfuhren von 1,26 Mio. Tonnen berichtet. China hätte theoretisch die Möglichkeit, noch deutlich mehr Aluminium zu exportieren und so den Effekt der US-Sanktionen gegen Russland zu dämpfen. Anreiz hierzu gibt auch das hohe Preisniveau an der LME, da der LME-Preis in dieser Woche deutlich stärker gestiegen ist als der SHFE-Preis.
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