13.04.18, 08:46

Lufthansa profitiert von Branchenkonsolidierung

Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag kräftige Zugewinne verzeichnen. Anlass bot eine gewisse Entspannung in der Syrien-Krise. US-Präsident Donald Trump hatte sich in einem Tweet dahingehend geäußert, dass ein unmittelbarer Angriff auf Syrien nicht unbedingt bevorstehe. Tags zuvor hatte er noch den Eindruck erweckt, ein Raketenangriff sei bereits beschlossene Sache und stünde unmittelbar bevor. Der DAX schloss 0,98 Prozent fester bei 12.415 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,13 und 1,73 Prozent. Unter den in den drei Indizes enthaltenen 110 Werten gab es 90 Gewinner (83%) und 19 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 92 Prozent. Im DAX wechselten 84,6 Millionen Aktien (Vortag: 101,9) im Wert von 3,60 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,14) den Besitzer. Die stärksten Sektoren waren Technologie (+2,62%), Rohstoffe (+1,89%) und Banken (+1,57%). Die einzigen Verlierer-Sektoren waren Immobilien (-0,68%) und Bau (-0,08%). Mit einem Kurssprung um 3,05 Prozent setzte sich die Lufthansa-Aktie an die DAX-Spitze. Das Papier profitierte von der Spekulation auf steigende Ticketpreise, nachdem durch die mögliche Übernahme von Norwegian Air seitens IAG ein Wettbewerber vom Markt verschwinden könnte. RWE und Infineon gewannen 2,93 und 2,34 Prozent hinzu. Mit Deutsche Börse (-2,46%) und HeidelbergCement (-0,25%) gab es lediglich zwei Verlierer im Leitindex. Im MDAX stand GEA Group nach schwachen Geschäftszahlen unter Druck und verlor 8,48 Prozent. Puma sprang im SDAX nach der Erhöhung der Jahresprognose um 5,49 Prozent nach oben.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial 1,21 Prozent höher bei 24.483 Punkten. Der Nasdaq 100 rückte um 1,10 Prozent auf 6.656 Zähler vor. 52 Prozent der Werte an der NYSE zeigten Zugewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. Es gab 53 neue 52-Wochen-Hochs und 41 neue Tiefs. Die stärksten Sektoren waren Finanzwerte und Industrietitel. Deutlich abwärts ging es hingegen mit den Versorgern sowie den Immobilienaktien.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent fester bei 89,77 Punkten. EUR/USD fiel um 0,31 Prozent auf 1,2328 USD. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen waren das Pfund Sterling sowie der Austral-Dollar stark gesucht, während die klassischen sicheren Häfen Franken und Yen am stärksten einbüßten. Der Bitcoin sprang nachrichtenlos um fast 12 Prozent auf 7.700 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex endete 0,03 Prozent höher bei 466,86 Punkten. Brent-Öl notierte 0,07 Prozent fester bei 72,11 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 0,56 Prozent auf 2,69 USD. Comex-Kupfer sackte um 1,80 Prozent auf 3,06 USD ab. Auch die Edelmetalle standen mit dem festen US-Dollar und den steigenden Aktienmärkten unter Druck. Gold handelte mit einem Abschlag von 1,64 Prozent bei 1.338 USD (1.083 EUR). Silber, Platin und Palladium büßten zwischen 0,28 und 1,84 Prozent ein.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,33 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg um einen Basispunkt auf 0,51 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,07 Prozent tiefer bei 159,25 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um vier Basispunkte auf 2,83 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,33 Prozent auf 174,23 Punkte. Besonders deutlich aufwärts ging es für den Nikkei 225 (+0,73%). Gegen den Trend präsentierten sich der Shanghai Composite (-0,34%) und der Hang Seng (-0,03%) schwächer. Im Blick standen die Daten zur chinesischen Handelsbilanz für den März. Die Exporte fielen um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Konsensschätzung: +11,8%). Die Importe legten um 14,4 Prozent zu (+12,0%). Es ergab sich ein Handelsbilanzdefizit in Höhe von 4,98 Milliarden USD (Konsensschätzung: Überschuss in Höhe von 27,5 Mrd USD).

Heute stehen von der Makroseite die deutschen Verbraucherpreise sowie der Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan im Fokus. In den USA fängt die heiße Phase der Quartalssaison an mit den Zahlen der Großbanken JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo. Hierzulande gibt es Verkehrszahlen von Fraport und das Jahresergebnis von Rocket Internet. Bei Covestro findet die Hauptversammlung statt.

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