
Energie: Man könnte fast meinen, die Fundamentaldaten wären wieder in den Fokus der Marktteilnehmer gerückt, nachdem gestern kurz nach Bekanntgabe der DOE-Lagerdaten der Brentölpreis um fast 2 USD nach oben sprang und mit über 73 USD den höchsten Wert seit November 2014 erreicht hatte. Doch mit den Lagerdaten hatte die Preisentwicklung nichts zu tun. Denn diese waren fast durchweg negativ für den Preis. So sind die Lagerbestände für Rohöl und Benzin unerwartet stark gestiegen, und die US-Ölproduktion nahm erneut binnen nur einer Woche massiv um 65 Tsd. Barrel täglich zu. Mit über 10,5 Mio. Barrel täglich hat sie vorläufig ein neues Rekordhoch erreicht und dürfte dank einer guten Explorationsaktivität auch weiter zunehmen. Die Preisexplosion wurde wohl wieder durch die geopolitischen Risiken entfacht, nachdem bekannt wurde, dass saudische Sicherheitskräfte erneut eine Rakete aus dem Jemen über Riad abgefangen haben. Solche Nachrichten finden aktuell angesichts einer angespannten Lage im Nahen Osten fruchtbaren Boden, zumal ein Militärschlag der USA gegen Syrien nach den gestrigen Tweets des US-Präsidenten scheinbar unmittelbar bevorsteht. Doch sollte man die Börsenweisheit, dass politische Börsen kurze Beine haben, nicht außer Acht lassen. Zwar können die Tweets über mehrere Tage „mächtiger“ als Bloomberg-Terminals erscheinen, doch letztendlich kommt es auf die echten Ausfälle auf der Angebotsseite an. Und sollten diese nicht wie befürchtet groß und nachhaltig sein, kommt es schnell zur Ernüchterung: Das Potenzial nach unten ist bei Brentöl aufgrund der optimistischen Positionierung der Großanleger sehr hoch.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold war gestern zumindest vorübergehend als sicherer Hafen stark gefragt, nachdem US-Präsident Donald Trump in einem Tweet Russland gedroht und Raketenangriffe auf Syrien angekündigt hatte. Dieser Tweet wurde später von einer Sprecherin des Weißen Hauses relativiert. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, alle Optionen seien noch offen. Der Goldpreis stieg gestern zunächst auf ein 2½-Monatshoch von 1.365 USD je Feinunze, gab später aber wieder deutlich nach und notiert heute Morgen bei rund 1.350 USD. Gold in Euro gerechnet kostete gestern kurzzeitig mehr als 1.100 EUR je Feinunze, handelt am Morgen aber ebenfalls rund 10 EUR niedriger. Solange die Gefahr besteht, dass der Konflikt zwischen den USA und Russland über die Syrienkrise eskaliert, sollte Gold unseres Erachtens gut unterstützt sein. Trotz der Krisensituation sind die ETF-Anleger weiterhin sehr zögerlich und kaufen nur kleine Mengen Gold. Die anderen Edelmetalle wurden gestern von Gold mit nach oben gezogen, wobei Silber und Platin aber nur unterproportional zulegten.
Aus dem Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed war nicht viel Neues herauszulesen. Die Fed zeigt sich weiter eher von ihrer falkenhaften Seite, denn mehrere Mitglieder erwarten dank eines besseren Wirtschaftsausblicks etwas schnellere Zinsanhebungen. Wir erwarten noch drei weitere Zinsanhebungen der Fed in diesem Jahr, der Markt hat bislang laut den Fed Fund Futures zwei eingepreist.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Nach dem unseres Erachtens übertrieben starken Anstieg der Metallpreise – der LME-Industriemetallindex ist in dieser Woche bislang um 4% gestiegen – stehen sie heute Morgen in London und in Shanghai spürbar unter Druck. Vor allem Zink und Blei geben deutlich nach. Zink fällt um über 3% auf ein 4-Monatstief von 3.120 USD je Tonne und ist unter die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie gerutscht, was den Preisrückgang wohl verstärkt hat. Blei kostet 2.350 USD je Tonne und ist damit rund 2% im Minus. Was die Preise heute Morgen belastet, erschließt sich uns jedoch nicht ganz. Am Aluminiummarkt ist die erste Schockwelle nach den angekündigten US-Sanktionen gegen Russland offenbar verdaut. Gestern stieg der Aluminiumpreis zwar noch kurzzeitig auf fast 2.280 USD je Tonne, gab anschließend aber deutlich nach und notiert heute Morgen bei 2.220 USD. Bloomberg berichtet, dass Glencore, der weltweit größte Rohstoffhändler, gestern Abend „force majeure“ auf einige Aluminiumlieferungen erklärt hat. Demnach soll es sich um rund 50 Tsd. Tonnen handeln, die in Russland hergestellt wurden. Glencore war im letzten Jahr der größte Aluminiumkäufer von Rusal.
Peru ist laut Angaben des stellvertretenden Energie- und Bergbauministers auf gutem Weg, spätestens 2022 rund 3 Mio. Tonnen Kupfer jährlich zu produzieren. Im letzten Jahr hat Peru 2,2 Mio. Tonnen Kupfer produziert. Das Land festigt damit seine Stellung als weltweit zweitgrößter Kupferminenproduzent hinter Chile.
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