11.04.18, 09:01

VW-Aktie profitiert vom Führungswechsel

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag weiter aufwärts. Kurstreibend wirkte eine erhoffte Entspannung im Handelskonflikt, nachdem Chinas Präsident auf einer Rede versprochen hatte, seinen Markt stärker für Ausländer zu öffnen und die Importzölle auf Automobile und weitere Güter zu reduzieren. Der DAX stieg um 1,10 Prozent auf ein 4-Wochen-Hoch bei 12.397 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,45 und 1,56 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 79 Gewinner (73%) und 29 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug dabei 68 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 102,4 Millionen Aktien (Vortag: 79,7) im Wert von 4,26 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,29). Die stärksten Sektoren waren Pharma & Healthcare (+2,52%), Rohstoffe (+2,34%) und Automobile (+2,27%). Verluste sahen lediglich Versorger (-0,49%), Immobilienaktien (-0,38%) und Einzelhandelswerte (-0,19%). Bayer sprang an der DAX-Spitze um 4,73 Prozent nach oben und profitierte damit von Spekulationen, dass das US-Justizministerium einer Fusion mit Monsanto zustimmen wird. Volkswagen legte nach dem Bekanntwerden eines bevorstehenden Führungswechsels um 4,45 Prozent zu. Der bisherige Markenchef Herbert Diess soll den bisherigen Konzernchef Matthias Müller ablösen. Commerzbank verbesserte sich um 3,69 Prozent. Henkel notierte mit dem Dividendenabschlag am Indexende. E.ON und Vonovia verloren ohne Nachrichten 0,76 und 0,71 Prozent. Im TecDAX haussierte RIB Software um 13,59 Prozent. Anleger spekulierten vor einer in Hongkong stattfindenden Präsentation gemeinsam mit dem Kooperationspartner Microsoft auf positive Nachrichten.

An der Wall Street setzte sich die Erholung ebenfalls fort. Der Dow schloss 1,78 Prozent höher bei 24.408 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 2,21 Prozent nach oben auf 6.616 Zähler. 73 Prozent der Werte an der NYSE zeigten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 86 Prozent. 52 neuen 52-Wochen-Hochs standen 30 neue Tiefs gegenüber. Mit Blick auf die Sektoren waren Energiewerte dank haussierender Ölpreise am stärksten gesucht. Starke Zugewinne sahen auch Technologiewerte und Rohstofftitel. Einzige Verlierer auf Sektorenebene waren Versorger und Immobilienaktien.

Am Devisenmarkt neigte der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen zur Schwäche. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,26 Prozent tiefer bei 89,60 Punkten. EUR/USD rückte um 0,30 Prozent auf 1,2356 USD vor. Mit Blick auf die anderen Majors spiegelte die gestiegene Risikofreude eine deutliche Stärke von Austral-Dollar und Kanada-Dollar sowie eine deutliche Schwäche von Yen und Franken wider.

Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 2,20 Prozent höher bei 461,82 Punkten. Brent-Öl sprang um 3,76 Prozent nach oben auf ein 4-Jahres-Hoch bei 71,23 USD. Der Kurs profitierte sowohl von der Entspannung im Handelskonflikt als auch von gestiegenen geopolitischen Risiken im Nahen Osten. Der Preis für US-Erdgas sank gegen den Trend um 1,41 Prozent auf 2,66 USD. Comex-Kupfer handelte 2,05 Prozent fester bei 3,14 USD. Gold notierte 0,37 Prozent höher bei 1.345 USD (1.085 EUR). Silber und Palladium verteuerten sich um 0,46 und 1,51 Prozent. Platin verlor hingegen 0,43 Prozent auf 935,40 USD.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,34 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen kletterte um zwei Basispunkte auf 0,52 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,19 Prozent tiefer bei 159,15 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes zog um zwei Basispunkte auf 2,80 Prozent an.

An den asiatischen Aktienmärkten bot sich heute früh ein uneinheitliches Bild. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,10 Prozent auf 174,57 Punkte. Während der Hang Seng Index (+0,61%) und der Shanghai Composite (+0,58%) deutlichere Zugewinne verbuchten, zeigten der Nikkei 225 (-0,49%) und der ASX 200 (-0,51%) Schwäche. Die japanischen Core Machinery Orders im Februar überraschten positiv. Sie stiegen auf Monatssicht um 2,1 Prozent und übertrafen die Konsensschätzung eines Rückganges um 2,5 Prozent somit deutlich.

Heute stehen von der Makroseite die US-Verbraucherpreise für den März sowie das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung der Fed im Fokus. Unternehmensseitig veröffentlichen die Edag Engineering Group das Jahresergebnis und Carrefour die Umsatzzahlen für das erste Quartal. Bei MTU Aero Engines und der Airbus Group finden die Hauptversammlungen statt. Die Aktie der Deutschen Telekom könnte von den gestern an der Wall Street aufgekommenen Gerüchten um eine Wiederaufnahme der Fusionsverhandlungen zwischen der US-Tochter T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint Impulse erhalten.

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