Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete zum Wochenausklang belastet vom weiterhin schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China Kursverluste. Der DAX endete 0,51 Prozent schwächer bei 12.241 Punkten. Auf Wochensicht reduzierte sich das Plus damit auf 2,52 Prozent. MDAX und TecDAX gaben am Berichtstag um 0,12 beziehungsweise 0,49 Prozent nach. Unter den 110 in den drei Indizes enthaltenen Werten gab es 37 Gewinner (34%) und 71 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 82 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 89,7 Millionen Aktien (Vortag: 112,5) im Wert von 3,66 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,50). Die stärksten Sektoren waren Medien (+0,77%), Einzelhandel (+0,13%) und Immobilienaktien (+0,09%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-2,74%), Banken (-2,20%) und Technologietitel (-0,96%). Lufthansa belegte im DAX den Spitzenplatz mit einem Aufschlag von 2,01 Prozent. Das Papier der Kranich-Airline wurde von einer Kaufempfehlung seitens der UBS beflügelt. BMW und RWE verbesserten sich um 0,30 und 0,04 Prozent. Daimler notierte mit einem allerdings hauptsächlich dividendenbedingten Abschlag von 6,14 Prozent am Indexende. Deutsche Bank und Linde verloren 2,64 und 1,55 Prozent.
An der Wall Street endeten die Indizes im tiefroten Bereich. Auf der Kauflaune lastete eine drohende Verschärfung des Handelsstreits mit China. Daneben verfehlten die US-Arbeitsmarktdaten für den März die Markterwartungen. Die weltgrößte Volkswirtschaft hatte lediglich 103.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die Konsensschätzung hatte auf 178.000 gelautet. Der Dow Jones Industrial schloss vor diesem Hintergrund 2,33 Prozent schwächer bei 23.933 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 2,45 Prozent abwärts auf 6.433 Zähler. 76 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 90 Prozent. 31 neuen 52-Wochen-Hochs standen 55 neue Tiefs gegenüber. Alle S&P 500-Sektorindizes verzeichneten Verluste. Die kräftigsten Abgaben waren bei Industrietiteln und Technologiewerten zu beobachten.
Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index in Reaktion auf die schwachen US-Arbeitsmarktdaten um 0,43 Prozent auf 90,07 Punkte nach. EUR/USD gewann 0,33 Prozent auf 1,2280 USD hinzu. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen präsentierten sich das Pfund Sterling sowie die sicheren Häfen Franken und Yen auffällig fest, während die Rohstoffwährungen Kanada-Dollar und Austral-Dollar unter Druck standen.
Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss 1,05 Prozent tiefer bei 443,72 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich mit der Sorge um negative Auswirkungen des Handelsstreits auf die globale Konjunktur um 2,00 Prozent auf 66,96 USD. Am Abend berichtete Baker Hughes zudem von einem Wochen-Anstieg der aktiven Ölbohrungen in den USA um elf auf 808, dem höchsten Niveau seit März 2015. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,86 Prozent auf 2,70 USD. Comex-Kupfer fiel um 1,12 Prozent auf 3,04 USD. Gold profitierte von der gestiegenen Risikoaversion und gewann 0,62 Prozent hinzu auf 1.337 USD (1.086 EUR). Silber verharrte bei 16,36 USD. Platin kletterte um 0,49 Prozent auf 919,80 USD während Palladium um 0,26 Prozent auf 897,80 USD nachgab.
Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,34 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf 0,49 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,31 Prozent höher bei 159,57 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes sackte um sechs Basispunkte auf 2,77 Prozent ab.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,76 Prozent auf 172,97 Punkte.
Heute stehen keine wichtigen Market-Mover zur Veröffentlichung an. Von Interesse sind die Daten zur deutschen Handelsbilanz sowie der sentix-Konjunkturindex. Unternehmensseitig findet bei Henkel die Hauptversammlung statt. Die Aktie der Deutschen Bank könnte Impulse von der am Wochenende erfolgten Ernennung von Christian Sewing als neuen CEO und Nachfolger von John Cryan erhalten.
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