05.04.18, 10:16

Öl-Rally nach Lagerbestandsdaten

Der deutsche Aktienmarkt stand zur Wochenmitte angesichts der Sorge vor einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China deutlich unter Druck. Die großen Standardwerte konnten sich dabei jedoch von den zwischenzeitlich erreichten Tiefständen bis zum Handelsschluss absetzen. Am Ende verlor der DAX noch 0,37 Prozent auf 11.958 Punkte. MDAX und TecDAX schlossen mit Abschlägen von 0,80 und 1,68 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 25 Gewinner (23%) und 82 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 69 Prozent. Das Volumen im DAX betrug 110,6 (Vortag: 98,2) Millionen Aktien im Wert von 4,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,34). Einzige Sektoren im Plus waren Konsum (+0,93%) sowie Pharma & Healthcare (+0,04%). Am deutlichsten verloren Technologie (-2,85%), Einzelhandel (-1,66%) und Rohstoffe (-1,43%). Beiersdorf gewann an der DAX-Spitze als klassischer Defensivwert 1,37 Prozent hinzu. Dahinter rückten adidas und Merck um 1,28 respektive 1,13 Prozent vor. Für die zyklische Infineon-Aktie ging es am Indexende um 3,00 Prozent abwärts. Lufthansa und Linde büßten 2,91 und 2,12 Prozent ein.

An der Wall Street entspannte sich die Lage dank beschwichtigender Worte zum Handelsstreit seitens US-Handelsminister Wilbur Ross und dem neuen Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump Larry Kudlow. Beide signalisierten, dass es letztlich womöglich gar nicht zu einer tatsächlichen Verhängung der von den USA und anschließend China angekündigten Strafzölle kommen werde, da man sich noch einigen könne. Der Dow schloss vor diesem Hintergrund 0,96 Prozent fester bei 24.264 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 1,56 Prozent hinzu auf 6.560 Zähler. 66 Prozent der Werte an der NYSE endeten im grünen Bereich. Das Aufwärtsvolumen lag bei 72 Prozent. Es gab 26 neue 52-Wochen-Hochs und 85 neue Tiefs. Alle Sektoren bis auf Energie konnten zulegen. Am deutlichsten Consumer Discretionary und Consumer Staples.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index nach einem impulslosen Geschäft gegen Ende des New Yorker Handels 0,07 Prozent tiefer bei 90,14 Punkten. EUR/USD rückte um 0,08 Prozent auf 1,2280 USD vor. Die am Vortag gestartete Risk-on-Bewegung bei den anderen Hauptwährungen setzte sich fort. Während Austral-Dollar und Kanada-Dollar deutliche Stärke zeigten, gaben Yen und Franken spürbar nach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex schloss nach zwischenzeitlich kräftigen Abgaben und einem erfolgreichen Test der 100-Tage-Linie nur noch 0,27 Prozent tiefer bei 445,71 Punkten. Brent-Öl notierte 0,15 Prozent höher bei 68,22 USD. Im Tagestief war der Kurs bis auf 66,69 USD gefallen und hatte dort die 50-Tage-Linie erfolgreich getestet. Auftrieb verliehen dabei die wöchentlichen Lagerbestandsdaten aus den USA. Laut EIA fielen die Rohölbestände um 4,6 Millionen Barrel. Experten hatten hingegen im Schnitt einen Anstieg um 246.000 Barrel erwartet. Der Preis für US-Erdgas stieg um 0,44 Prozent auf 2,71 USD. Comex-Kupfer fiel um 1,27 Prozent auf 3,02 USD. Gold handelte kaum verändert bei 1.337 USD (1.086 EUR). Silber, Platin und Palladium gaben zwischen 0,47 und 1,08 Prozent nach.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,32 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines Tiefs bei 0,48 Prozent und einer im Verlauf des Nachmittags einsetzenden Erholung noch einen Basispunkt tiefer bei 0,50 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,07 Prozent höher bei 159,29 Punkten. Im Tageschart formte er die dritte bearishe Kerze innerhalb von vier Handelstagen. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um zwei Basispunkte auf 2,81 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh dank der nachlassenden Sorgen bezüglich des Handelsstreits auf breiter Front freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,63 Prozent auf 171,95 Punkte. Besonders kräftige Aufschläge waren beim Straits Times Index (+1,84%), Nikkei 225 (+1,61%) und beim Kospi (+1,18%) zu beobachten. Die Börsen in Hongkong und Shanghai blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Heute sind von der Makroseite vor allem der Auftragseingang in der deutschen Industrie sowie die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone relevant. Unternehmensseitig finden die Hauptversammlungen bei Daimler und Sartorius statt. Godewind Immobilien feiert sein Börsendebüt im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.

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