04.04.18, 12:32

Fallende OPEC-Produktion sorgt für angespannten Ölmarkt – das sollten Anleger nun wissen!

Energie: Der Brentölpreis handelt wenig verändert bei knapp 68 USD je Barrel. Der Ölmarkt ist offensichtlich angespannter als erwartet. Darauf deuten neue Zahlen zur OPEC-Ölproduktion hin. Laut einer Bloomberg-Umfrage fiel die OPEC-Fördermenge im März um weitere 170 Tsd. auf 32,04 Mio. Barrel pro Tag. Der Großteil des Rückgangs entfiel erneut auf Venezuela, wo sich die Ölproduktion nochmals um 100 Tsd. auf 1,51 Mio. Barrel pro Tag verringerte. Doch auch außerhalb des krisengebeutelten Landes wurde die Produktion reduziert, etwa in Algerien aufgrund von Wartungsarbeiten und in Libyen wegen der vorübergehenden Schließung von Ölfeldern. Saudi-Arabien förderte eine weitgehend unveränderte Menge von 9,87 Mio. Barrel pro Tag und damit merklich unter dem vereinbarten Produktionsziel. Die Umsetzung der Produktionskürzungen lag auf Basis der Bloomberg-Zahlen insgesamt bei rekordhohen 163%, ohne Venezuela bei 125%. Bei einer Fördermenge von gut 32 Mio. Barrel pro Tag wie von Bloomberg berichtet wäre der Ölmarkt ab dem zweiten Quartal deutlich unterversorgt, da der Bedarf an OPEC-Öl bis Ende des Jahres auf Basis der aktuellen IEA-Schätzungen bei durchschnittlich 32,5 Mio. Barrel pro Tag liegt. Das Beratungsunternehmen Petro-Logistics berichtete für das erste Quartal einen Rückgang der OPEC-Produktionsmenge um 425 Tsd. Barrel pro Tag gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2017 auf das niedrigste Niveau seit Inkrafttreten der Produktionskürzungen Anfang 2017. Reuters veröffentlicht seine Produktionsumfrage voraussichtlich heute.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Belastet durch einen festeren US-Dollar und durch Gewinnmitnahmen stand der gesamte Edelmetallsektor gestern unter Druck. Gold ist auf rund 1.330 USD je Feinunze gefallen und hat damit einen Großteil seiner Gewinne vom Tag zuvor wieder abgegeben. Das auf die Analyse der Edelmetalle spezialisierte Research-Haus Metals Focus schätzt, dass die globale Goldnachfrage in diesem Jahr lediglich um 1% auf 3.969 Tonnen steigen wird. Einer etwas höheren Investment-, Schmuck- und Industrienachfrage würde demnach ein deutlicher Rückgang der Goldnachfrage seitens der Zentralbanken gegenüberstehen. Metals Focus erwartet, dass der Goldmarkt auch in diesem Jahr überversorgt ist, auch wenn das geschätzte Überangebot von 510 Tonnen etwas geringer ausfallen soll als im letzten Jahr. Die Nachfrage nach Gold-ETFs soll laut Metals Focus 2018 auf 150 Tonnen fallen.
Palladium hat sich gestern lange Zeit gegen den Rückgang der anderen Edelmetallpreise gestemmt, gab am Ende des Handelstages aber dann doch um 0,5% nach. Heute Morgen notiert es mit knapp 930 USD je Feinunze auf einem 6-Monatstief. In den USA wurden im März gemäß Daten der Ward’s Automotive Group auf saisonbereinigter und annualisierter Basis 17,4 Mio. Fahrzeuge verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr wurden damit 4% mehr Fahrzeuge abgesetzt. Der Markt hatte dagegen mit einem leichten Rückgang vom schon schwachen Februar-Niveau gerechnet. Nach einem verhaltenen Start ins Jahr, wozu auch kaltes Wetter und Schnee beigetragen haben, haben sich die Fahrzeugverkäufe im März erholt. Besonders gefragt waren einmal mehr SUVs und Pickups.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise geben heute Morgen in der Breite nach, nachdem US-Präsident Donald Trump gestern Abend eine neue Runde im Handelsstreit mit China eröffnet hat. Trump hat eine detaillierte Liste chinesischer Waren veröffentlicht, die mit einem Zoll von 25% belegt werden sollen. Diese Liste ist in Ergänzung schon bestehender US-Importzölle auf Stahl und Aluminium zu sehen. China hat daraufhin angekündigt, Gegenmaßnahmen im gleichen Umfang und in der gleichen Stärke zu ergreifen sowie sich an die Welthandelsorganisation zu wenden. Ein Handelskrieg scheint dadurch wahrscheinlicher zu werden, was auf die Stimmung der Marktteilnehmer drückt. Der Aluminiumpreis ist gestern zeitweise unter 1.980 USD je Tonne gerutscht und hat damit ein 8-Monatstief markiert. Das charttechnische Bild hat sich hier schon seit Wochen deutlich eingetrübt. Das Unterschreiten der 200-Tage-Linie vorletzte Woche und jetzt der Rückgang unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 USD könnte die Preiskorrektur noch verstärken. Zudem gibt es auch aus fundamentaler Sicht unseres Erachtens keine Rechtfertigung für den hohen Preis, da der globale Aluminiummarkt unserer Meinung nach gut versorgt ist. Das Angebot wird wohl auch weiter ausgeweitet werden, da Mitte März in China die meisten behördlich angeordneten Produktionskürzungen während der Wintermonate wieder aufgehoben wurden. China dürfte daher auch wieder mehr Aluminium und Aluminiumprodukte exportieren. Zahlen hierzu veröffentlicht die chinesische Zollbehörde nächste Woche.

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