03.04.18, 12:46

Gold kommt mit Schwung aus der Osterpause

Energie: Die Ölpreise starteten mit deutlichen Abschlägen in das neue Quartal, nachdem sie im letzten Monat noch merklich zulegten. Brent und WTI gaben gestern jeweils um 2 USD nach. Brent handelt am Morgen unter 68 USD je Barrel, WTI bei gut 63 USD je Barrel. Auslöser waren ein deutlicher Anstieg der Risikoaversion (siehe Edelmetalle unten), was auch Sorgen vor einer Abschwächung der Ölnachfrage schürte. Zudem deuten jüngste Nachrichten auf ein steigendes Ölangebot hin. Damit sind nicht die letzten Zahlen von Baker Hughes gemeint, die sogar einen überraschenden Rückgang der Bohraktivität in den USA in der letzten Woche um 7 Ölbohrungen zeigten. Dafür stieg aber die Rohölproduktion Russlands im März um 20 Tsd. auf ein 11-Monatshoch von 10,97 Mio. Barrel pro Tag. Das Produktionsniveau lag damit gut 280 Tsd. Barrel pro Tag unter dem Referenzniveau von Oktober 2016, was einer Umsetzung der vereinbarten Produktionskürzungen zu 93,4% entsprach. Das Energieministerium machte saisonale Schwankungen für den geringen Produktionsanstieg verantwortlich. Die Umsetzung liegt im Rahmen der IEA-Zahlen für Russland. Wenn schon geringe Abweichungen zu einer derart heftigen Preisreaktion beitragen, könnte das für die an den Produktionskürzungen beteiligten Länder zu einem Problem werden, falls diese bei der Förderdisziplin etwas nachlassen. Im März dürfte das noch nicht der Fall gewesen sein, wie Umfragen von Reuters und Bloomberg zur OPEC-Produktion heute voraussichtlich zeigen dürften. Dank weiterhin hoher Ausfälle in Venezuela dürfte die OPEC-weite Umsetzung erneut bei ca. 150% gelegen haben.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Gold ist gestern zeitweise um 1,5% bzw. 20 USD auf 1.345 USD je Feinunze nach oben gesprungen. Grund hierfür waren die schwachen US-Aktienmärkte, die um etwa 2% gefallen sind und dadurch eine höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer zum Ausdruck brachten. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt das US-Unternehmen Amazon.com und dessen Chef Jeff Bezos angegriffen, was offenbar zum gestrigen Abverkauf an den US-Aktienmärkten beitrug. Eine Rolle dürften auch die von China eingeführten Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen gespielt haben. China hat 128 US-Produkte mit Zöllen belegt, die aber insgesamt im Vergleich zu den US-Importzöllen auf chinesische Produkte verhalten ausfallen. Der Preisanstieg gestern ging mit einem Zufluss von 6 Tonnen in die Gold-ETFs einher. Da sich der EUR-USD-Wechselkurs gestern nicht stark bewegte, ist Gold in Euro gerechnet ebenfalls deutlich auf über 1.090 EUR je Feinunze gestiegen. Es hat dabei auch wieder die charttechnisch wichtigen 100- und 200-Tage-Linien überwunden. Silber wurde von Gold mit nach oben gezogen und hat sich leicht überproportional um 2% auf 16,7 USD je Feinunze verteuert. Platin und Palladium haben dagegen kaum zugelegt. Palladium ist sogar deutlich gefallen, so dass Platin und Palladium heute Morgen mit rund 935 USD je Feinunze wieder gleichauf notieren. Der Preisanstieg von Gold in der letzten Woche auf fast 1.360 USD war offenbar stark spekulativ getrieben, da die Netto-Long-Positionen in der Woche zum 27. März laut CFTC-Statistik deutlich ausgeweitet wurden.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise an der LME lassen sich nach dem langen Osterwochenende nicht vom starken Ölpreisrückgang gestern (siehe Energie auf Seite 1) anstecken. Sie legen heute Morgen mehrheitlich deutlich zu. Kupfer steigt zum Beispiel auf gut 6.800 USD je Tonne und hat sich damit von seinem Tief Anfang letzter Woche bereits wieder um fast 300 USD entfernt. Nickel verteuert sich auf rund 13.500 USD je Tonne. In China haben die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe (PMI) im März wiederholt gegensätzliche Signale gegeben: Während der offizielle PMI stärker als erwartet gestiegen ist, ist der von Caixin erhobene PMI stärker als erwartet gefallen. Der offizielle PMI liegt nun wieder über dem von Caixin. Beide PMIs befinden sich im expansiven Bereich und deuten auf ein stabiles Wachstum der chinesischen Wirtschaft hin. Dieser dürfte allerdings Wind entgegenwehen durch den sich zuspitzenden Handelskonflikt mit den USA und den Bemühungen der chinesischen Regierung, den Finanzsektor zu entschulden. In den USA ist der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im März zwar ebenfalls stärker als erwartet gefallen, er liegt aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Die spekulativen Finanzinvestoren hatten sich bei Kupfer an der Comex in New York in der Woche zum 27. März laut CFTC-Statistik weiter zurückgezogen und dadurch wohl zum Preisrückgang in der Beobachtungsperiode beigetragen. Zum Datenstichtag gab es kaum noch Netto-Long-Positionen.

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