Der deutsche Aktienmarkt verabschiedete sich freundlich in das verlängerte Osterwochenende. Der DAX schloss mit einem Aufschlag von 1,30 Prozent bei 12.097 Punkten. Auf Wochensicht verringerte sich das Minus damit auf 0,03 Prozent. MDAX und TecDAX rückten am Berichtstag um 0,95 beziehungsweise 0,47 Prozent vor. Unter den 110 Werten der drei Indizes gab es 83 Gewinner (78%) und 24 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 80 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 115,0 Millionen Aktien (Vortag: 116,9) im Wert von 5,06 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,91). Die stärksten Sektoren waren Automobile (+3,63%), Rohstoffe (+3,48%) und Transport (+1,95%). Einziger Verlierer war der Versorgersektor (-0,07%). Volkswagen haussierte an der DAX-Spitze um 4,1 Prozent. Der gesamte Automobilsektor profitierte von der Aussicht auf eine vollständige Fusion der Partner Renault und Nissan. Bei der Aktie des Wolfsburger Konzerns trieb zusätzlich die Spekulation auf den Börsengang der Nutzfahrzeugsparte. Daimler, Continental und BMW kletterten zwischen 3,02 und 4,02 Prozent. Lufthansa notierte nachrichtenlos 3,67 Prozent fester. Commerzbank verlor am Indexende 0,93 Prozent. RWE und Linde büßten 0,59 und 0,40 Prozent ein. Im TecDAX sprang die Nemetschek-Aktie nach Geschäftszahlen um 10,77 Prozent nach oben. Der Anteilsschein von RIB Software setzte seinen Kurssturz nach bestätigter Prognose für 2018 und kurzer Zwischenerholung mit einem Minus von 15,82 Prozent fort. S&T fiel nach Zahlen um 10,42 Prozent.
An der Wall Street markierten die Indizes nach einer am Donnerstag gesehenen Erholung im gestrigen Handel nach einem kräftigen Abverkauf neue Verlaufstiefs. Der Dow schloss trotz robuster Konjunkturdaten 1,90 Prozent schwächer bei 23.644 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 2,89 Prozent abwärts auf 6.391 Zähler. Der marktbreite S&P 500 hatte mit einem Minus von 2,23 Prozent den schwächsten Start in ein zweites Quartal seit 89 Jahren und schloss knapp unter der 200-Tage-Linie, während sich die anderen Indizes noch oberhalb der vielbeachteten Durchschnittslinie halten konnten. 78 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 90 Prozent. 133 neuen 52-Wochen-Tiefs standen lediglich 16 neue Hochs gegenüber. Alle Sektoren endeten im tiefroten Bereich. Am stärksten verloren Consumer Discretionary, Consumer Staples und Technologiewerte. Intel stellte sowohl im Dow als auch im Nasdaq 100 den größten Verlierer mit einem Abschlag von 6,06 Prozent. Hier belastete eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach Apple in zwei Jahren damit starten will, seine Mac-PCs mit selbst produzierten Chips auszustatten.
Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index zum gestrigen Ende des New Yorker Handels 0,03 Prozent fester auf einem 2-Wochen-Hoch bei 90,08 Punkten. EUR/USD gab nach einem impulslosen Handel um 0,14 Prozent auf 1,2303 USD nach. Der als sicherer Hafen geltende Yen wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Am schwächsten präsentierten sich die Rohstoffwährungen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise büßte 1,74 Prozent auf 445,07 Punkte ein. Brent-Öl fiel um 2,22 Prozent auf 67,80 USD. Hier belasteten Spekulationen, dass Saudi-Arabien den Rohölpreis für seine asiatischen Kunden absenken wird. Ebenfalls auf der Stimmung lasteten eine auf 10,97 Millionen Barrel pro Tag gestiegene Produktion in Russland sowie die Befürchtung, dass sich der Handelskonflikt negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken könnte. US-Erdgas notierte 2,05 Prozent tiefer bei 2,68 USD. Comex-Kupfer verteuerte sich um 0,58 Prozent auf 3,04 USD. Gold profitierte von der gestiegenen Risikoaversion und kletterte um 1,30 Prozent auf 1.340 USD. Im Tageschart wurde damit ein bullish zu wertendes Morning-Star-Kerzenmuster komplettiert. In Euro stieg das Edelmetall auf 1.091 EUR und konnte die 200-Tage-Linie überwinden. Silber und Platin rückten um 1,98 beziehungsweise 0,40 Prozent vor. Gegen den Trend verlor Palladium 1,43 Prozent auf ein 6-Monats-Tief bei 930,35 USD.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,31 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf 0,50 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,11 Prozent fester bei 159,36 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab am Donnerstag um drei und im gestrigen Handel um einen weiteren Basispunkt auf ein 8-Wochen-Tief bei 2,73 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh belastet von den negativen US-Vorgaben ganz überwiegend schwächer, konnten sich jedoch von den Tagestiefs absetzen. Vor allem Technologietitel standen unter Druck. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,15 Prozent auf 172,24 Punkte. Besonders deutliche Abgaben sahen der Shanghai Composite (-1,10%), der Hang Seng Index (-0,70%) und der Nikkei 225 (-0,53%). Gegen den Trend präsentierte sich der australische ASX 200 (-0,03%) stabil. Er profitierte von festen Energie- und Rohstoffwerten.
Heute richtet sich der Fokus auf die Industrie-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone und Großbritannien. Automobilkonzerne stehen aufgrund der Daten zum Kfz-Absatz in den USA im Blick.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV3P7S | Call | Volkswagen AG Preferred Stock | Hebel: 4,8 |
| CV4UQJ | Put | Volkswagen AG Preferred Stock | Hebel: 4,5 |
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