Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete zur Wochenmitte Abgaben, konnte sich jedoch deutlich von den Tagestiefs absetzen. Als Kursstütze wirkten ein ab dem Nachmittag deutlich unter Druck kommender Euro, besser als erwartete US-Konjunkturdaten sowie eine freundlich eröffnende Wall Street. Der DAX verlor zum Xetra-Schluss 0,25 Prozent auf 11.941 Punkte. MDAX und TecDAX endeten 0,55 beziehungsweise 2,84 Prozent schwächer. Unter den 110 in den drei Indizes enthaltenen Werten gab es 27 Gewinner (25%) und 83 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 116,9 Millionen Aktien (Vortag: 101,7) im Wert von 4,38 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,93). Stärkste Sektoren waren die als defensiv geltenden Versorger (+1,40%), Versicherungen (+0,82%) und Konsum (+0,59%). Die jüngste Schwäche der US-Technologiewerte schwappte über den großen Teich herüber. Der heimische Technologiesektor sackte um 4,69 Prozent ab. Die zyklischen Sektoren Rohstoffe (-3,33%) und Chemie (-1,42%) standen ebenfalls besonders unter Druck. Beiersdorf verbesserte sich an der DAX-Spitze um 3,52 Prozent. Merck und Henkel verbesserten sich um 2,52 und 2,01 Prozent. Die rote Laterne hielt Infineon mit minus 4,00 Prozent. Lufthansa und Covestro büßten 2,87 und 2,40 Prozent ein. Im TecDAX brach die Aktie von Dialog Semiconductor nach mehreren negativen Analysteneinschätzungen um 13,04 Prozent ein. SMA Solar sackten nach Geschäftszahlen um 11,06 Prozent ab. Nordex verlor nach pessimistischen Studien 9,66 Prozent.
An der Wall Street schloss der Dow nach einem richtungslosen Handel 0,03 Prozent schwächer bei 23.848 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 1,05 Prozent auf 6.461 Zähler. 51 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verbuchen. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 51 Prozent. Es gab 19 neue 52-Wochen-Hochs und 112 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Immobilien und Consumer Staples. Die stärksten Verluste verzeichneten Energie und Rohstoffe.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 0,77 Prozent auf 90,06 Punkte. EUR/USD fiel um 0,77 Prozent auf ein Wochentief bei 1,2307 USD und rutschte damit unter die unlängst gebrochene mehrwöchige Abwärtstrendlinie sowie unter die gleitenden Durchschnittslinien der vergangenen 20 und 50 Tage. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen wiesen die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar Stärke auf, während sich die Marktteilnehmer von den sicheren Häfen des Yen und des Franken trennten.
Der S&P GSCI Rohstoffindex verlor 0,67 Prozent auf 450,02 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich nach den US-Lagerbestandsdaten um 0,76 Prozent auf 68,93 USD. Die EIA berichtete von einem Anstieg der Rohölbestände um 1,64 Millionen Barrel. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,41 Prozent auf 2,70 USD nach. Comex-Kupfer handelte 0,13 Prozent schwächer bei 3,00 USD. Gold notierte 1,36 Prozent tiefer bei 1.324 USD (1.077 EUR). Silber, Platin und Palladium fielen zwischen 0,97 und 1,70 Prozent.
Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,29 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach zwischenzeitlicher Markierung eines 2-Monats-Tiefs (0,47%) einen Basispunkt höher bei 0,51 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss nach dem Erreichen eines Rallyhochs bei 159,69 Punkten 0,13 Prozent tiefer bei 159,18 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf ein 7-Wochen-Tief bei 2,77 Prozent nach.
Die asiatischen Aktienmärkte boten heute früh ein gemischtes Bild. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,14 Prozent auf 171,56 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite vor allem die deutschen Verbraucherpreise, die persönlichen Ausgaben und Einkommen in den USA sowie der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Fokus. Von der Unternehmensseite gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Nemetschek, GFT Technologies, Rhön-Klinikum, Tele Columbus, WCM, S&T, RIB Software, Compugroup Medical und Baywa. Der US-Anleihemarkt schließt wegen des morgigen Feiertages bereits um 20 Uhr. Am Karfreitag und Ostermontag haben die deutschen Börsen feiertagsbedingt geschlossen, während in den USA ab Montag bereits wieder gehandelt wird.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE5WU6 | Long | Dialog Semiconductor | Faktor: 2 |
| CE5YFM | Short | Dialog Semiconductor | Faktor:-2 |
Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!
Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!
Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!
Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.
Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.