EUR: Die EZB, allen voran Präsident Mario Draghi, hat hinreichend klar gemacht, dass eine Normalisierung der Geldpolitik im Euroraum in erster Linie an der Inflationsentwicklung hängt. Aus den Reihen der Notenbank waren diesbezüglich zuletzt eher vorsichtige Töne zu hören. So warnte beispielsweise Erkki Liikanen, Präsident der finnischen Zentralbank, erst vor wenigen Tagen davor, zu früh die geldpolitischen Zügel anzuziehen angesichts der Tatsache, dass noch kein überzeugender Aufwärtstrend bei der Inflation erkennbar sei. Doch zumindest kurzfristig könnte die Hoffnung am Markt aufflammen, dass sich das starke Wirtschaftswachstum nun endlich auf die Preise niederschlägt und die EZB vielleicht doch früher als gedacht aktiv wird. Denn im März dürfte die Inflation in Deutschland – die Zahlen werden heute veröffentlicht – laut unseren Ökonomen tatsächlich nah an das 2%-Ziel der Notenbank gekommen sein. Dabei erwarten sie einen kräftigen Anstieg sowohl bei der Inflations- als auch bei der Kernteuerungsrate. Insofern stehen die Chancen gut, dass der Euro heute von den Zahlen etwas Rückenwind erhält. Doch die Euphorie dürfte nicht lange anhalten. Schließlich ist der Inflationsanstieg im Wesentlichen auf einen Feiertagseffekt zurückzuführen, so dass im April mit einer Gegenbewegung zu rechnen ist. Abgesehen davon erscheinen uns die Zinserhöhungserwartungen für den Euroraum ohnehin bereits überzogen. Die Inflation wird im kommenden Jahr wohl kaum so stark anziehen, dass sie dem vom Markt derzeit eingepreisten zügigen Zinsanstieg gerecht wird. Allerdings ist schwer vorauszusagen, wann der Markt dies realisiert und seine Erwartungen korrigiert. Sollten die Zahlen heute tatsächlich auf der Oberseite überraschen, dürfte es eher noch ein paar Monate dauern. Für unsere Euro-Prognose ist das Timing der Korrektur durchaus relevant. Denn je schneller und stärker diese erfolgt, desto stärker dürfte auch der Euro nachgeben. Zeigen sich die Marktteilnehmer geduldiger und preisen Zinserhöhungen erst sehr spät und langsam aus, würde die Belastung für den Euro nur gering ausfallen.
USD: Die Nachricht, dass die USA derzeit an einer Nebenabsprache mit Südkorea über ihre Währungsstrategie arbeitet (siehe unten), hat Spekulationen erneut aufleben lassen, dass die US-Führung darauf abziele den USD zu schwächen. Offiziell hält die US-Regierung an der Politik eines starken Dollar fest. Doch in der Tat haben Äußerungen des Finanzministers wie des Präsidenten über die Vorzüge einer schwachen Währung über das vergangene Jahr immer mal wieder für Irritationen gesorgt. Und Donald Trumps Fixierung auf das nach seinem Geschmack zu hohe US-Handelsdefizit deutet ebenfalls darauf hin, dass eine schwache Währung Teil seines Plans sein könnte. Das Problem daran ist: Seine bisherigen Politikmaßnahmen (Steuerreform, Importzölle) sind allesamt USD-positiv. Auf dieses kleine, nicht unwichtige Detail hat im Übrigen auch sein neuer oberster Wirtschaftsberater bereits hingewiesen. Insofern wäre ich vorsichtig, zu viel in die Nachricht über den Währungsakkord mit Südkorea rein zu interpretieren. Letztlich soll dieser in erster Linie wettbewerbsorientierte Abwertungen verhindern, was im Einklang mit dem G20-Abkommen steht.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CV7NH1 | Inline | EUR/USD | Höchstbetrag: 10€ |
| CV7NCZ | Inline | EUR/USD | Höchstbetrag: 10€ |
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