
Energie: Der Brentölpreis handelt weiterhin nahe der Marke von 70 USD je Barrel auf einem hohen Niveau. Das US-Energieministerium vermeldete gestern Nachmittag einen Anstieg der Rohölvorräte in der letzten Woche um 1,6 Mio. Barrel, der aber deutlich geringer ausfiel als beim API am Vortag. Wie beim API war ein kräftiger Anstieg der (Netto-)Importe hierfür verantwortlich. Die US-Rohölproduktion legte auf gut 10,4 Mio. Barrel pro Tag zu.
Angesichts des starken Preisanstiegs und des hohen Preisniveaus wird in der OPEC diskutiert, wie mit den Produktionskürzungen weiter verfahren werden soll. Die Mehrheit der an dem Kürzungsabkommen beteiligten Länder, darunter der größte OPEC-Produzent Saudi-Arabien, will an den Produktionskürzungen bis Ende des Jahres festhalten. Es gibt aber auch abweichende Stimmen, die vor einer Unterversorgung des Marktes warnen. Sie können sich dabei auf die Prognosen der Internationalen Energieagentur berufen, die den Ölmarkt in den kommenden drei Quartalen im Angebotsdefizit sieht. Die freiwilligen Produktionskürzungen tragen nur einen Teil dazu bei. Schwerer wiegen die unfreiwilligen Produktionsausfälle in Venezuela, wodurch die OPEC ihr Angebot deutlich stärker gekürzt hat als eigentlich vorgesehen. Deshalb sollte die OPEC eher die Frage diskutieren, ob man die Ausfälle in Venezuela nicht ausgleichen soll, damit die OPEC-Produktion wieder näher an ihren ursprünglich vorgesehenen Zielwert kommt. Bei diesem wäre der Ölmarkt nicht unter-, sondern sogar leicht überversorgt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold stand gestern stark unter Druck und gab um 1,5% nach. Der Preisrückgang setzt sich heute Morgen mit geringerer Dynamik fort. Mit gut 1.320 USD je Feinunze notiert Gold etwa 35 USD unter dem vorgestern erreichten 5½-Wochenhoch. Mehrere Faktoren haben unseres Erachtens zum Preisrückgang beigetragen. So dürften kurzfristig orientierte Anleger Gewinne mitgenommen haben, nachdem der Goldpreis zuvor in Reaktion auf die Fed-Sitzung innerhalb von wenigen Tagen um fast 50 USD bzw. 3,5% gestiegen war. Daneben hat der US-Dollar gestern den zweiten Tag in Folge merklich aufgewertet, was wohl ebenfalls auf dem Goldpreis gelastet hat. Zusätzlich gab es positive Konjunkturnachrichten aus den USA, wo das BIP-Wachstum für das vierte Quartal 2017 nach oben revidiert wurde. Und zu guter Letzt gibt es Entspannungszeichen im Konflikt mit Nordkorea. Dahingehend wird zumindest der Besuch des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un in China vorgestern interpretiert. Heute Morgen wurde bekannt, dass es am 27. April ein Treffen zwischen Kim Jong-un und dem südkoreanischen Staatspräsidenten Moon Jae-in geben soll. Im Mai steht dann wahrscheinlich ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump an, der sich bereits via Twitter positiv zum Besuch von Kim Jong-un in China geäußert hatte. Auch wenn die Weichen hier offenbar auf Entspannung stehen, gibt es unseres Erachtens noch genügend andere (geo-)politische Krisenherde, die zu einer soliden Nachfrage nach Gold beitragen sollten, bspw. die Spannungen zwischen dem Westen und Russland. Wir gehen daher nicht davon aus, dass der Goldpreis noch wesentlich stärker nachgeben wird.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Kurz vor dem anstehenden langen Oster-Wochenende zeigen sich die meisten Industriemetallpreise erholt. Kupfer und Nickel steigen jeweils um gut 1%. Auch der Aluminiumpreis ist leicht im Plus, nachdem er gestern zeitweise unter 2.020 USD je Tonne gefallen und zugleich der einzige Verlierer unter den Industriemetallen war. Aluminium war damit fast 300 USD billiger als im Mehrjahreshoch Anfang Januar. Mittlerweile wurde fast der gesamte Preisanstieg von Aluminium in der zweiten Dezemberhälfte (das Leichtmetall verteuerte sich damals innerhalb von gut zwei Wochen von 2.000 auf 2.300 USD je Tonne) wieder korrigiert. Neben dem stark eingetrübten charttechnischen Bild spielen beim Preisrückgang unseres Erachtens auch die US-Importzölle eine Rolle, die letzten Freitag in Kraft getreten sind. Denn das Material, das bislang für die USA bestimmt war, dürfte andernorts verkauft werden, aber wohl nur zu niedrigeren Preisen. In den USA selbst entspannt sich anscheinend die Versorgungssituation. Darauf deutet zumindest die in den letzten Tagen gefallene physische Prämie hin. Diese ist mit rund 420 USD je Tonne aber noch immer sehr hoch. Wie wir bereits mehrfach geschrieben haben, ist der globale Aluminiummarkt unseres Erachtens gut versorgt und die hohen Preise sind fundamental nicht zu rechtfertigen. Wir gehen kurzfristig von einer weiteren Korrektur des Aluminiumpreises aus und sehen diesen unter 2.000 USD je Tonne. Unserer Meinung nach eröffnet dies dann aber auch langfristige attraktive Absicherungsmöglichkeiten für Aluminiumkonsumenten.
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