Energie: Der Brentölpreis ist gestern zunächst auf 71 USD je Barrel gestiegen, im Anschluss daran allerdings unter Druck geraten. Am Ende ging er unverändert bei 70 USD je Barrel aus dem Handel. Der Preisrückgang setzte sich in der Nacht fort, so dass Brent inzwischen deutlich unter 70 USD notiert. Nach dem Abprallen am Hoch von Anfang der Woche dürften Gewinnmitnahmen eingesetzt haben. Diese wurden durch einen aufwertenden US-Dollar und einen unerwarteten Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 5,3 Mio. Barrel in der letzten Woche verstärkt, den das API gestern nach Handelsschluss berichtete. Grund hierfür waren deutlich gestiegene Rohölimporte. Der gleichzeitige kräftige Abbau der Produktvorräte spielte dagegen keine Rolle. Das US-Energieministerium berichtet die offiziellen Lagerdaten heute Nachmittag. Sollten auch diese einen ähnlich starken Lageraufbau bei Rohöl bei gleichzeitig weiter steigender US-Rohölproduktion zeigen, dürfte sich die Preiskorrektur fortsetzen. Der seit Wochenbeginn handelbare Rohöl-Future in Shanghai ist heute bei erneut hohem Handelsvolumen sogar um 4% gefallen und notiert umgerechnet inzwischen gut 4 USD unter dem Brentöl-Terminkontrakt. Laut Kronprinz Mohammed bin Salman arbeiten Saudi-Arabien und Russland an einer längerfristigen Kooperation am Ölmarkt, die auf 10-20 Jahre ausgelegt sein soll. Dies würde einer dauerhaften Anbindung Russlands an die OPEC gleichkommen und die Tektonik am Ölmarkt grundlegend verändern. Bislang würde die Zusammenarbeit mit dem Auslaufen des Kürzungsabkommens Ende des Jahres enden.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Der Goldpreis hängt offenbar weiter stark am US-Dollar. Nachdem ein schwacher Dollar den Preis gestern Morgen noch bis auf über 1.355 USD je Feinunze nach oben gezogen hatte, sorgte im weiteren Handelsverlauf ein trotz schwächerer US-Konjunkturdaten merklich aufwertender Dollar für einen Goldpreisrückgang auf 1.340 USD. Auf diesem Niveau in etwa notiert Gold auch noch heute Morgen. Gold in Euro gerechnet wurde am Nachmittag ebenfalls leicht mit nach unten gezogen und kostet gut 1.080 EUR je Feinunze. Die Hongkonger Statistikbehörde hat gestern Daten zum Goldhandel mit China veröffentlicht. Demnach hat Hongkong im Februar netto nur 33,2 Tonnen Gold nach China exportiert, 31% weniger als im Vorjahr und die geringste Menge für einen Februar seit sechs Jahren. Dies dürfte mit dem chinesischen Neujahrsfest zusammenhängen, das dieses Jahr im Februar gefeiert wurde und währenddessen die Wirtschaftsaktivitäten eine Woche lang ruhten. Zudem hatte Hongkong im Januar viel Gold nach China verschickt. Möglicherweise hat China auch deshalb weniger Gold aus Hongkong bezogen, da China im letzten Monat aus anderen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz mehr Gold importiert hatte (siehe TagesInfo Rohstoffe vom 20. März). Auch die chinesischen Silberimporte lagen im Februar deutlich unter dem allerdings sehr hohen Vormonatsniveau. Daten der chinesischen Zollbehörde zufolge sind sie im Monatsvergleich um 37% auf 311 Tonnen gefallen. Der Rückgang gegenüber Vorjahr betrug jedoch nur gut 4%. Daneben hat China im Februar auch deutlich weniger Platin und Palladium importiert.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |

Industriemetalle: Ein festerer US-Dollar hat gestern Nachmittag die Erholungsbewegung der Industriemetallpreise ausgebremst, so dass die zwischenzeitlichen Gewinne zum Handelsende hin abgeschmolzen sind. Nickel kostet heute Morgen rund 13.000 USD je Tonne. Auf den Philippinen herrscht weiter Verwirrung hinsichtlich der Überprüfung von 26 Minen, deren Schließung bzw. Produktionsunterbrechung im letzten Jahr von der damaligen Umweltministerin angeordnet wurde. Nach neuesten Aussagen könnte sich die Überprüfung noch über mehrere Monate hinziehen, ein Ergebnis sei nicht vor August zu erwarten. Unterdessen hat Indonesien im Januar und Februar die Philippinen wieder als größter Nickelerzlieferant Chinas abgelöst (1,92 Mio. vs. 1,29 Mio. Tonnen gemäß Daten der chinesischen Zollbehörde). Die indonesischen Nickelerzlieferungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als versechsfacht. Dagegen hat China im Februar wenig Nickelraffinade und Ferronickel importiert.
Mit etwas Verzögerung ist der Preis für australische Kokskohle dem Eisenerzpreis nach unten gefolgt. Gemäß Daten von Platts TSI kostete eine Tonne Kokskohle gestern erstmals seit vier Monaten wieder weniger als 200 USD. Seit Jahresbeginn ist der Kokskohlepreis mittlerweile um 24% gefallen; für Eisenerz steht ein Verlust von 13% zu Buche (nächstfälliger Futures-Kontrakt an der SGX Asiaclear in Singapur). Die Preise für Eisenerz und Kokskohle wurden gerade im März durch die aufgekommenen Sorgen über einen Handelskrieg belastet, nachdem US-Präsident Donald Trump Importzölle auf Stahl und Aluminium erst angekündigt und später auch eingeführt hatte.
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