Facebook – Aktienkurs fällt nach Ermittlungsbestätigung durch US-Behörde
Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC leitet eine Untersuchung gegen Facebook ein. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll zudem vor dem US-Senatsausschuss aussagen.
Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC leitet eine Untersuchung gegen Facebook ein. Facebook-Chef Mark Zuckerberg soll zudem vor dem US-Senatsausschuss aussagen.
Facebook befindet sich derzeit in der schwersten Krise seit Gründung des Unternehmens. Facebook‘s Datenschutzpraktiken sind international in Kritik geraten, nachdem bekannt geworden war, dass persönliche Daten von rund 50 Millionen Nutzern unerlaubt an Dritte weitergegen worden sind. Nun hat die US-Verbraucherschutzbehörde FTC angekündigt, dass sie eine Untersuchung gegen Facebook eingeleitet hat. Die Verbraucherschutzbehörde will prüfen, in wieweit das Unternehmen gegen Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre verstoßen hat. „Die FTC nimmt jüngste Presseberichte sehr ernst, die grundsätzliche Bedenken aufwerfen, was den Umgang mit privaten Daten bei Facebook angeht. Heute bestätigt die FTC, dass es eine offene, nichtöffentliche Untersuchung zu diesen Praktiken eingeleitet hat", teilte die Behörde mit. Darüber hinaus soll Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem Justizausschuss des US-Senats aussagen. Am 10. April soll Zuckerberg erklären, wie Facebook in der Vergangenheit und künftig mit dem Schutz und der Überwachung von Nutzerdaten umgehe.
Betroffene Nutzer sollen vom Missbrauch informiert werden
Bundesjustitzministerin Katarina Barley kündigte nach einem Treffen am Montag mit dem europäischen Vize-Chef von Facebook Richard Allan an, der Konzern habe zugesagt, betroffene Nutzer über den Missbrauch ihrer Informationen in Kenntnis zu setzen. Zugleich kündigte die SPD-Politikerin an, Technologieunternehmen wie Facebook stärker zu überwachen. Das US-Unternehmen zeigte in dem Gespräch Kompromissbereitschaft und signalisierte, mehr Transparenz beim Einsatz von Algorithmen zu zeigen.
In ganzseitigen Zeitungsanzeigen in den USA und Grossbritannien entschuldigte sich Facebook-Chef Mark Zuckerberg am vergangen Sonntag erneut für den Vertrauensbruch. Auch in Deutschland entschuldigte sich der Konzernchef. „Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen" hieß es am Dienstag in der ganzseitigen, von Zuckerberg unterzeichneten Anzeigen.
Facebook Aktie steht unter Druck
An der Börse hat Facebook seit dem Bekanntwerden des Skandals fast 50 Milliarden Dollar an Wert verloren. Am Montag büßte die Aktie zum Handelsbeginn mehr als fünf Prozent ein in einem sonst positiven Marktumfeld. Zeitweise verlor die Aktie mehr als acht Prozent, erholte sich dann etwas im weiteren Handelsverlauf.
Aktienüberblick
Die Facebook-Aktie wird aktuell bei USD 160,06 (27.03.18) gehandelt. Das Jahreshoch lag bei USD 195,32 (01.02.18), das Jahrestief bei USD 138,77 (27.03.18). Bei Bloomberg setzen 44 Analysten die Aktie auf Kaufen, zwei auf Halten und zwei auf Verkaufen. Bloomberg Analysten setzen aktuell ein zwölf-Monats-Kursziel von USD 220,72.
Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig ist, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen können jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können.
**Potenzielle Anleger sollten beachten, dass es sich bei sämtlichen Renditeangaben um Bruttoangaben handelt. Sofern beim Anleger Erwerbskosten (z.B. Ausgabeaufschläge, Transaktionskosten wie Ordergebühren) oder laufende Kosten (z.B. Depot- und andere Verwahrungsgebühren) anfallen, reduzieren diese die Bruttorendite. Wie stark diese Erwerbs- und laufende Kosten ins Gewicht fallen, hängt unter anderem von der Höhe des Anlagebetrags, der Haltedauer und der Höhe der Rendite ab.
Wichtige Risiken:
Marktrisiko: Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung der Aktienkurse der o.g. Unternehmen von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig ist, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Der Aktienkurs kann sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten, wodurch Verluste entstehen können. Zudem sind vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.
Emittenten- /Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko der Insolvenz, das heißt einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. Anleger sollten beachten, dass es sich bei Faktor-Zertifikaten um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handelt.
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