Das war heute los. Facebook und sein Datenskandal sowie die Schwächen einiger anderer US-Technologiewerte sorgten dafür, dass der DAX lange Zeit in der Verlustzone tendierte. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer verlor in der Spitze rund 1,7 Prozent an Wert und stürzte auf 11.770 Punkte ab. Ein positiver Vormittagshandel an der Wall Street sorgte jedoch für eine deutliche Stimmungsaufhellung. Börsianer blickten in den USA unter anderem auf neue Konjunkturdaten.
Nach einem Plus von 2,6 Prozent im Zuge der ersten Schätzung des US-BIP-Wachstums im vierten Quartal 2017 und einem Wert von 2,5 Prozent bei der zweiten Schätzung, wurde nun im Zuge der dritten Veröffentlichung ein auf das Jahr hochgerechnetes Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent ausgewiesen.
Das waren die Tops & Flops. Zu den DAX-Tagesgewinnern gehörten angesichts des lange Zeit sehr schwachen Marktumfelds defensive Werte aus dem Konsumgüterbereich wie Beiersdorf oder Henkel. Auch der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck profitierte von der Nachfrage nach defensiven Werten. Den Darmstädtern kamen zudem Übernahmespekulationen in der Pharmabranche zugute. Die Merck-Aktie legte in der Spitze mehr als 2 Prozent an Wert zu, nachdem bekannt wurde, dass der japanische Pharmakonzern Takeda die Übernahme von Shire aus Großbritannien prüfen würde. Deutlich schlechter lief der Tag dagegen für die Infineon-Aktie. Dabei wurden Technologiewerte nach dem jüngsten Schwächeanfall bei einigen US-Branchengrößen auf breiter Front abgestraft. Für Infineon ging es in der Spitze um rund 5 Prozent nach unten.
Richtiggehend verprügelt wurde die im TecDAX gelistete Aktie des schwäbisch-britischen Halbleiterkonzerns Dialog Semiconductor. Einerseits war die Schwäche einiger Technologietitel ein Belastungsfaktor, andererseits sorgte ein negativer Analystenkommentar, der sich unter anderem erneut mit dem Thema möglicherweise wegbrechender Apple-Aufträge beschäftigte, für einen zwischenzeitlichen Kurssturz der Dialog-Semiconductor-Aktie von 15 Prozent
Das steht morgen an. Am Gründonnerstag werden hierzulande die Arbeitslosenzahlen für den Monat März bekannt gegeben. Außerdem dürften Anleger auf die neuesten deutschen Inflationsdaten schauen. Aus den USA erwarten uns wie jeden Donnerstag die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Darüber hinaus kommt den Privaten Konsumausgaben und Persönlichen Einnahmen für den Monat Februar in einer vom privaten Konsum abhängigen Volkswirtschaft eine große Bedeutung zu. Zudem werden der Einkaufsmanagerindex Chicago (März) und das Konsumklima der Uni Michigan, ebenfalls für den Monat März, veröffentlicht.
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