Der deutsche Aktienmarkt stand auch zum Wochenausklang kräftig unter Druck. Als Belastungsfaktor wirkte die steigende Sorge vor einer Eskalation des globalen Handelskonflikts fort, nachdem China angekündigt hatte, auf die von US-Präsident Donald Trump initiierten Strafzölle auf Stahl und Aluminium mit – allerdings bislang vom Umfang her wesentlich schwächeren – Gegenmaßnahmen zu reagieren. Der DAX schloss mit einem Abschlag von 1,76 Prozent bei 11.886 Punkten und markierte zwischenzeitlich ein 13-Monats-Tief bei 11.819 Punkten. Auf Wochensicht büßte der Leitindex damit 4,06 Prozent ein. MDAX und TecDAX verloren am Berichtstag 0,70 beziehungsweise 1,02 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 24 Gewinner (22%) und 85 Verlierer. Das Abwärtsvolumen betrug 75 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 150,1 Millionen Aktien (Vortag: 142,7) im Wert von 5,58 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,83). Die stärksten Sektoren waren Versorger (+0,36%), Telekommunikation (+0,31%) und Medien (+0,09%). Die deutlichsten Verluste waren bei Versicherungen (-2,50%), Banken (-2,17%) und Automobilwerten (-2,14%) zu beobachten. Die einzigen beiden Gewinner im DAX stellten die Defensivwerte E.ON und Deutsche Telekom mit einem Plus von 0,51 und 0,30 Prozent. Die rote Laterne hielt Continental mit einem Abschlag von 3,18 Prozent. ThyssenKrupp und Bayer verloren 3,02 und 2,88 Prozent. Im TecDAX brach RIB Software nach einer Kapitalerhöhung um 23,21 Prozent ein.
An der Wall Street bot ein deutlich besser als erwarteter Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter keine Stütze. Der Dow Jones Index endete 1,77 Prozent schwächer bei 23.533 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 2,60 Prozent auf 6.508 Zähler ein. 78 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug 82 Prozent. 215 neuen 52-Wochen-Tiefs standen lediglich 16 neue Hochs gegenüber. Alle Sektoren wiesen Verluste auf. Am deutlichsten abwärts ging es mit Finanzwerten und Technologietiteln.
Am Devisenmarkt verlor der US-Dollar gegenüber allen anderen Hauptwährungen an Wert. Der Dollar-Index fiel um 0,41 Prozent auf 89,48 Punkte. EUR/USD stieg um 0,40 Prozent auf 1,2351 USD. Der Yen blieb als sicherer Hafen stark gesucht. Zum US-Dollar haussierte die Devise auf ein 2-Jahres-Hoch. Die türkische Lira fiel im Rahmen eines Flash-Crashs in der Nacht auf Freitag zum US-Dollar und Euro auf ein Rekordtief. Die Währung leidet bereits länger unter der Risikoscheu und einem anhaltend hohen Leistungsbilanzdefizit.
Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise kletterte gestützt vom schwachen Greenback um 1,08 Prozent auf 455,17 Punkte. Die Ölpreise profitierten von Aussagen des saudischen Ölministers, wonach die laufenden Produktionskürzungen in das Jahr 2019 hinein ausgedehnt werden sollten. Daneben wurden die Kurse von der Sorge um die iranischen Exporte befeuert. Brent-Öl verteuerte sich um 2,23 Prozent auf ein 2-Monats-Hoch bei 70,45 USD. Der Preis für US-Erdgas gab um 0,87 Prozent auf 2,63 USD nach. Comex-Kupfer fiel um 0,89 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 2,99 USD. Gold profitierte von der hohen Risikoaversion und stieg um 1,70 Prozent auf ein Monatshoch bei 1.350 USD. In Euro konnte das Edelmetall auf ein 2-Monats-Hoch bei 1.091 EUR zulegen und die seit Juni vergangenen Jahres deckelnde 200-Tage-Linie überwinden. Silber handelte mit einem Aufschlag von 1,19 Prozent bei 16,58 USD. Platin und Palladium gaben hingegen um 0,07 beziehungsweise 1,04 Prozent nach.
Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,32 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete einen Basispunkt tiefer auf einem 10-Wochen-Tief bei 0,52 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,12 Prozent fester bei 159,00 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte einen Basispunkt tiefer bei 2,82 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh schwächer, konnten sich jedoch von den Tagestiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,51 Prozent auf 171,09 Punkte.
Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von der Commerzbank, Adler Real Estate, LPKF Laser & Electronics und Progress-Werk Oberkirch.
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