23.03.18, 12:01

Sorge vor Handelskrieg zwischen USA und China lässt Goldpreis steigen – darauf sollten Anleger jetzt achten!

Energie: Die Ölpreise können sich der negativen Marktstimmung entziehen und nach einer kurzen Korrektur gestern weiter zulegen. Brent erreichte in der Nacht erstmals seit Ende Januar wieder die Marke von 70 USD je Barrel. Auftrieb gaben Äußerungen des saudi-arabischen Energieministers al-Falih, dass die Produktionskürzungen auch 2019 in Kraft bleiben könnten. Er verwies auch darauf, dass die Lagerbestände noch nicht das normale Niveau erreicht hätten. Eine Einschätzung darüber soll beim nächsten OPEC-Treffen im Juni getroffen werden. Falls wie gestern berichtet der 7-Jahresdurchschnitt künftig als Referenz verwendet würde, fiele die Abweichung der Lagerbestände größer aus. Wenn al-Falih eine Notwendigkeit dafür sieht, die Kürzungen auch 2019 beizubehalten, dann räumt er u.E. damit ein, dass für die OPEC kein Spielraum für eine Anhebung der Produktion besteht. Ein positives Signal für die Preise ist dies eher nicht. Gestern hat US-Präsident Trump nicht nur Strafzölle gegen China und andere Länder in Kraft gesetzt (siehe Industriemetalle auf Seite 2), sondern auch den Nationalen Sicherheitsberater ausgetauscht. Nachfolger von McMaster soll der frühere UN-Botschafter Bolton werden, der schon in der Administration von Bush jun. im Außenministerium tätig war und als außenpolitischer Falke gilt. Dadurch werden neue US-Sanktionen gegen den Iran nochmals wahrscheinlicher. Trump hat zwar die EU und andere Länder von den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium vorerst ausgenommen. Er könnte aber versuchen, eine dauerhafte
Ausnahme von den Zöllen mit einer Beteiligung an neuen Iran-Sanktionen zu verknüpfen. Denn die USA allein würden die Ölproduktion des Iran kaum treffen, da sie kein Öl aus dem Iran importieren.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Verschiedene Krisenherde sorgen dafür, dass Gold heute Morgen auf über 1.340 USD je Feinunze steigt. Seit dem Tief von Anfang der Woche hat Gold damit fast 40 USD zugelegt. Allen voran der sich anbahnende Handelsstreit zwischen den USA und China (siehe Industriemetalle auf Seite 2) lässt die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen steigen. Denn im Zuge dessen fallen weltweit die Aktienmärkte, sinken die Anleiherenditen und zeigt sich der US-Dollar schwach – alles Faktoren, die positiv für Gold sind. Daneben ersetzt US-Präsident Donald Trump jetzt wohl doch seinen bisherigen Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster durch den in der Außenpolitik als Hardliner geltenden John Bolton (siehe Energie oben). Mit dieser Personalie könnten neue Sanktionen gegen den Iran wahrscheinlicher werden, was zur Verunsicherung unter den Marktteilnehmern beitragen und Gold wiederum unterstützen dürfte. Silber wird von Gold mit nach oben gezogen, legt aber nicht überproportional zu. Bremsend wirken hier wohl die fallenden Industriemetallpreise, da Silber mehrheitlich in der Industrie verwendet wird. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daher erneut auf über 81 gestiegen. Auch Platin erholt sich von seinen gestrigen Verlusten etwas. Allerdings hat sich die Preisdifferenz zwischen Gold und Platin heute Morgen auf 385 USD je Feinunze ausgeweitet. Dies ist der höchste Abschlag von Platin gegenüber Gold seit dem Beginn des Börsenhandels von Platin 1987.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Schwache US-Aktienmärkte und sehr schwache asiatische Aktienmärkte im Zuge des sich anbahnenden Handelsstreits zwischen den USA und China belasten heute Morgen die Metallpreise. Während sich die Verluste bei den Industriemetallen aber noch in Grenzen halten, sind die Stahl- und Eisenerzpreise zeitweise um über 7% eingebrochen. US-Präsident Donald Trump hat gestern ein Dekret unterschrieben, wonach Zölle auf die Importe verschiedener chinesischer Produkte im Umfang von bis zu 60 Mrd. USD eingeführt werden sollen. In Reaktion darauf hat das chinesische Handelsministerium angekündigt, US-Importe im Umfang von zunächst 3 Mrd. USD mit Zöllen belegen zu wollen. Daraus könnte sich ein Handelskrieg entwickeln. Heute treten die US-Zölle auf die Importe von Stahl und Aluminium in Kraft – allerdings stark verwässert. Denn die US-Administration hat wichtige Handelspartner wie die EU, Australien, Südkorea, Argentinien und Brasilien zunächst bis 1. Mai von den Zöllen ausgenommen. Bis dahin soll mit diesen Ländern eine dauerhafte Lösung vereinbart werden. Kanada und Mexiko wurden bereits zuvor von den Zöllen ausgenommen. Vier der fünf größten Stahllieferanten in die USA sind somit erstmal nicht von den Zöllen betroffen. Zöllen gegenüber sehen sich bei Stahl unter anderem Russland, Japan, die Türkei, Taiwan, Indien und China. Zu den wichtigen Aluminiumlieferanten der USA, die mit Zöllen belegt werden, zählen Russland, die arabischen Golfstaaten, Indien, Südafrika, Venezuela und China.

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