21.03.18, 13:34

Ölpreise steigen gegen den Trend

Energie: Die Ölpreise legten gestern um weitere 2% zu. Brent erreichte in der Nacht mit knapp 68 USD je Barrel den höchsten Stand seit Ende Februar. WTI stieg nach dem Kontraktwechsel auf fast 64 USD je Barrel. Seit Ende letzter Woche hat sich Rohöl damit um 4% verteuert. Der Fokus der Marktteilnehmer hat sich von der steigenden US-Ölproduktion hin zu Angebotsrisiken verschoben. Seit Tagen stehen dabei mögliche neue Sanktionen gegen den Iran im Blickpunkt. Derzeit ist der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman auf Staatsbesuch in den USA. Sowohl bin Salman als auch US-Präsident Trump sind erklärte Gegner des Atomabkommens mit dem Iran, ebenso der designierte neue US-Außenminister Pompeo. Als Pompeo vor einer Woche als Außenminister nominiert wurde, wurde das am Ölmarkt noch weitgehend ignoriert. Doch seit die IEA in ihrem Monatsbericht am letzten Donnerstag vor einem Angebotsdefizit am Ölmarkt warnte und dies auch mit ihren aktuellen Schätzungen untermauerte, hat sich die Wahrnehmung geändert. Denn bei einem unterversorgten Markt hätten Ölsanktionen gegen den Iran eine stärkere Auswirkung als bei einem überversorgten Markt. Dass die US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche laut API überraschend um 2,7 Mio. Barrel gefallen sind, dürfte die Marktteilnehmer in dieser Sichtweise bestätigen. Von daher könnte sich die Ölpreisstärke in den kommenden Tagen fortsetzen. Allerdings schätzt die IEA das Nicht-OPEC-Angebot u.E. zu niedrig ein. Sobald sich zeigt, dass der Ölmarkt weiterhin ausreichend versorgt ist, dürften die Ölpreise wieder unter Druck geraten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Heute entscheidet die US-Notenbank Fed über eine weitere Zinserhöhung. Ein Zinsschritt von 25 Basispunkten ist laut Fed Fund Futures vollständig eingepreist und sollte daher keine Überraschung mehr darstellen. Interessanter wird, ob die Fed Hinweise gibt, dass sie die Zinsen in diesem Jahr sogar viermal erhöhen könnte. Bislang haben sich die FOMC-Mitglieder für drei Zinsanhebungen ausgesprochen. Davon und von der Reaktion des US-Dollar wird es wohl abhängen, ob sich der Goldpreis erholt und wenn ja, wie stark. Ein festerer US-Dollar hat Gold gestern zeitweise auf 1.307 USD je Feinunze gedrückt. Heute Morgen gibt eine etwas schwächere US-Währung dem Preis wieder Rückenwind. Silber stand gestern stärker als Gold unter Druck und ist vorübergehend auf ein 3-Monatstief von 16,1 USD je Feinunze gefallen. Das Gold/Silber-Verhältnis ist daraufhin auf 81 gestiegen, der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Neben dem schwächeren Goldpreis wurde Silber gestern offenbar auch von den deutlich fallenden Industriemetallpreisen belastet.
Die russische Zentralbank hat eigenen Angaben zufolge im Februar fast 25 Tonnen Gold gekauft. Die russischen Goldbestände belaufen sich damit mittlerweile auf über 1.880 Tonnen. Daten des Internationalen Währungsfonds zufolge waren auch wieder die Türkei (8,7 Tonnen) und Kasachstan (gut 4 Tonnen) Goldkäufer. Die chinesische Zentralbank hat dagegen schon den 16. Monat in Folge kein Gold mehr gekauft. Im Februar sind erstmals seit gut einem Jahr die Devisenreserven Chinas insgesamt wieder zurückgegangen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die Metallpreise standen gestern Nachmittag zeitweise deutlich unter Druck. Hauptbelastungsfaktor war wohl der festere US-Dollar. Zwar haben sie sich im späten Handel etwas erholt, sie beendeten diesen aber dennoch mit großen Minuszeichen. Eine nennenswerte Erholung bleibt heute Morgen zunächst aus. Kupfer und Zink notieren auf 3-Monatstiefs von gut 6.700 USD bzw. knapp 3.200 USD je Tonne. Aus technischer Sicht sehen einige Metalle angeschlagen aus. So ist zum Beispiel Kupfer vor einigen Tagen nachhaltig unter die 100-Tage-Linie gerutscht und nähert sich mittlerweile der wichtigeren 200-Tage-Linie. Aluminium kämpft bereits mit der 200-Tage-Linie.
Daten der International Copper Study Group (ICSG) zufolge wies der globale Kupfermarkt im letzten Jahr ein saisonbereinigtes Angebotsdefizit von 155 Tsd. Tonnen auf. Dies entspricht nahezu der Schätzung der ICSG vom Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Defizit marginal ausgeweitet. In diesem Jahr soll es wegen eines höheren Angebots auf etwa 100 Tsd. Tonnen schrumpfen. Am globalen Zinkmarkt blieb gemäß Daten der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) wie schon in den Vormonaten auch im Januar das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Während das Angebot im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert war, zog die Nachfrage um 3% an. Der globale Bleimarkt war dagegen im Januar ausgeglichen. Auch an diesen beiden Märkten soll sich die Angebotslage in diesem Jahr entspannen.

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