Der deutsche Aktienmarkt wurde am Dienstag von einem deutlich schwächeren Euro gestützt. Der DAX verbesserte sich dabei um 0,73 Prozent auf 12.307 Punkte. MDAX und TecDAX rückten um 0,99 und 1,01 Prozent vor. Unter den 110 größten Werten gab es 91 Gewinner (84%) und 17 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 68 Prozent. Im DAX wechselten 75,2 Millionen Aktien (Vortag: 100,3) im Wert von 3,37 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,82) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Versicherungen (+1,94%), Immobilien (+1,40%) und Chemie (+1,37%). Moderate Verluste gab es bei Telekommunikation (-0,36%) und Software (-0,01%). Als bester DAX-Wert sprang Covestro um 3,16 Prozent nach oben. Der seit Wochenbeginn im Leitindex notierte Titel profitierte von einer positiven Analysteneinschätzung. Lufthansa und Munich Re legten um 2,70 beziehungsweise 2,42 Prozent zu. Das Indexende wurde von Henkel mit einem Minus von 1,39 Prozent belegt. Hier belastete ein negativer Analystenkommentar. Für Beiersdorf und Deutsche Telekom ging es um 0,84 und 0,56 Prozent abwärts. Im MDAX verbesserte sich Leoni als bester Titel um 4,72 Prozent. Der Automobilzulieferer hatte seine endgültigen Jahreszahlen präsentiert, einen optimistischen Ausblick gegeben und eine Erhöhung der Dividende auf 1,40 EUR je Aktie angekündigt.
An der Wall Street schloss der Dow 0,47 Prozent höher bei 24.727 Punkten. Der Nasdaq 100 ging 0,30 Prozent fester bei 6.886 Zählern aus dem Handel. Die Marktbreite gestaltete sich jedoch auffällig schwach. 54 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen betrug ebenfalls 54 Prozent. 45 neuen 52-Wochen-Hochs standen 152 neue Tiefs gegenüber. Die stärksten Sektoren waren Energie und Consumer Discretionary. Am deutlichsten verloren Versorger und Consumer Staples.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar vor der heutigen Fed-Sitzung gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg um 0,75 Prozent auf 90,43 Punkte. Der Euro zeigte gegenüber allen anderen Majors Schwäche. EUR/USD fiel um 0,74 Prozent auf 1,2242 USD. Damit rutschte das Devisenpaar erneut unter die 50-Tage-Linie und markierte ein 3-Wochen-Tief.
Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg trotz des festen Greenback um 1,10 Prozent auf 446,15 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich gestützt von Spannungen im Nahen Osten um 2,00 Prozent auf 67,37 USD. Der Preis für US-Erdgas kletterte um 1,01 Prozent auf 2,71 USD. Comex-Kupfer gab um 1,49 Prozent auf ein 3-Monats-Tief bei 3,04 USD nach. Auch die Edelmetalle standen unter Abgabedruck. Gold fiel um 0,58 Prozent auf 1.310 USD (1.072 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,92 und 1,10 Prozent.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf 0,38 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um drei Basispunkte auf 0,58 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,14 Prozent tiefer bei 157,91 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um vier Basispunkte auf 2,89 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh mehrheitlich aufwärts, kamen jedoch von den Tageshochs deutlich zurück. Der MSCI Asia Pacific Index ex Japan stieg zuletzt noch um 0,06 Prozent auf 585,01 Punkte. Die Börsen in Japan blieben feiertagsbedingt geschlossen.
Heute stellt die erste Entscheidung der US-Notenbank Fed unter Vorsitz von Jerome Powell den mit Abstand wichtigsten Marktbeweger dar. Eine Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf ein Zielband von 1,50 bis 1,75 Prozent gilt als sicher. Die Fed-Funds-Futures preisen hierfür eine Wahrscheinlichkeit von über 94 Prozent ein. Wichtiger werden die ebenfalls zur Veröffentlichung anstehenden Projektionen zu Zinsen, Wachstum, Inflation und Arbeitslosenquote. Zuletzt unterstellten die “Dots” der Notenbank insgesamt drei Leitzinsanhebungen für das laufende Jahr. Viele Marktbeobachter vermuten, dass eine Verschiebung in Richtung vier Zinsschritte stattfinden könnte, was die Aktienmärkte belasten dürfte. Auch an den Devisenmärkten, Rentenmärkten sowie bei den Edelmetallen muss mit erhöhter Volatilität gerechnet werden. Unternehmensseitig stehen Geschäftszahlen an bei BMW, Fresenius SE, Freenet, Norma Group, Fuchs Petrolub, Washtec, Hamborner Reit, Grammer, Hellofresh, OHB und Geely Automobile Holding.
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