20.03.18, 15:19

Ölpreise steigen wegen Risiko neuer Iran-Sanktionen

Energie: Die Ölpreise setzen ihren Ende letzter Woche begonnenen Anstieg fort. Brent steigt am Morgen auf 66,5 USD je Barrel, WTI auf 62,5 USD je Barrel. Rückenwind geben ein schwächerer US-Dollar und Sorgen vor neuen Iran-Sanktionen. Medienberichten zufolge erwägen Großbritannien, Frankreich und Deutschland EU-Sanktionen gegen bestimmte Personen bzw. Gruppen des iranischen Regimes wegen deren Rolle im Syrien-Krieg. Die Betroffenen werden zudem beschuldigt, Raketen nach Syrien sowie an die Huthi-Rebellen im Jemen und an die Hisbollah im Libanon geliefert zu haben. Die drei europäischen Länder wollen damit verhindern, dass US-Präsident Trump die US-Sanktionen gegen Iran Mitte Mai wieder in Kraft setzt. Trump hatte am 12. Januar die Sanktionen für weitere 120 Tage ausgesetzt, für eine nochmalige Verlängerung aber Nachbesserungen des Atomabkommens gefordert. Die beabsichtigten EU-Sanktionen sind nicht Teil des Abkommens, sondern davon separat zu betrachten. Von daher bleibt abzuwarten, ob sich Trump damit zufrieden geben wird. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll der ursprünglich für dieses Jahr geplante Börsengang von Saudi Aramco erst 2019 stattfinden. Zudem soll Saudi Aramco nur an der heimischen Börse gelistet werden. Ohne den Druck des Börsengangs könnte für Saudi-Arabien der Anreiz sinken, seine Ölproduktion weiterhin wie bisher stärker als benötigt zu drosseln. Laut JODI-Daten lagen die saudi-arabischen Ölexporte im Januar bei 7,2 Mio. Barrel pro Tag. Für die folgenden Monate hat Saudi-Arabien Exporte von weniger als 7 Mio. Barrel pro Tag angekündigt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Unterstützt durch einen etwas schwächeren US-Dollar zeigt sich Gold leicht fester, wobei die Handelsspanne weiterhin sehr eng bleibt. Die Nähe des Preises zur 1.300 USD-Marke lockt offenbar weitere Käufer an: Die Gold-ETFs registrierten gestern mit 14,3 Tonnen den höchsten Tageszufluss seit September. In den letzten drei Handelstagen summieren sich die Zuflüsse damit auf 23 Tonnen. Das hohe Kaufinteresse der ETF-Anleger dürfte auch verhindern, dass der Goldpreis unter die psychologisch wichtige Marke von 1.300 USD je Feinunze rutscht. Dass in den Brexit-Verhandlungen Fortschritte erzielt wurden – Großbritannien und die EU haben sich unter anderem auf eine 21-monatige Übergangsphase bis Ende 2020 geeinigt –, lässt den Goldpreis weitgehend kalt.
Vor der morgigen Fed-Zinsentscheidung hat die Schweiz heute ihre Handelsstatistik für Februar veröffentlicht. Daten der Zollbehörde zufolge hat die Schweiz im letzten Monat insgesamt 146 Tonnen Gold exportiert, 113 Tonnen davon nach China, Hongkong und Indien. Nach China direkt wurden 66 Tonnen Gold exportiert, die höchste Menge seit Dezember 2016. Bereits im Januar wurde viel Gold nach China ausgeführt, was mit dem chinesischen Neujahrsfest zusammenhängen dürfte. Die Goldexporte nach Indien waren mit knapp 28 Tonnen im Februar zwar fast doppelt so hoch wie im Januar, lagen aber deutlich unter der Menge des Vorjahres. Die Daten passen mit den bereits vorliegenden schwächeren Zahlen des indischen Finanzministeriums zusammen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Schwache Aktienmärkte halten die Metallpreise heute Morgen in Schach. Ab heute veröffentlichen die verschiedenen International Study Groups Daten zur Marktlage der einzelnen Metalle. Während die International Copper Study Group erstmals Daten für das Gesamtjahr 2017 mitteilt, geben die Daten der International Nickel Study Group und der International Lead and Zinc Study Group bereits einen ersten Eindruck, ob sich die Trends des letzten Jahres auch im neuen Jahr fortgesetzt haben. Kupfer, Nickel, Blei und Zink haben im letzten Jahr alle und auch zumeist hohe Angebotsdefizite aufgewiesen. Da in diesem Jahr den Märkten aber deutlich mehr Angebot zur Verfügung stehen sollte, dürften sich die Defizite spürbar verringern. Auch das International Aluminium Institute wird heute Daten zur globalen Aluminiumproduktion veröffentlichen. Dass China in diesem Jahr bereits wieder deutlich mehr Aluminium produziert hat, ist bekannt. Daher wird sich der Blick auf die anderen Länder richten und ob dort die Produktion zuletzt ebenfalls ausgeweitet wurde.
In den USA können seit gestern die Branchenverbände beim Handelsministerium Ausnahmen für Produkte von den geplanten Zöllen auf Stahl und Aluminium beantragen. Die Zölle sollen am Freitag in Kraft treten. Während sich Vertreter der EU bis zuletzt noch optimistisch äußerten, dass die EU von den Zöllen ausgenommen wird, plant US-Präsident Donald Trump offenbar noch diese Woche die Einführung weiterer Zölle auf chinesische Produkte.

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