20.03.18, 09:04

Nasdaq 100 unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt stand zum Wochenauftakt deutlich unter Druck. Als Belastungsfaktoren fungierten ein fester Euro, eine schwache Wall Street sowie die anhaltende Sorge vor einem ausgedehnten Handelskonflikt mit den USA. Der DAX schloss 1,39 Prozent tiefer bei 12.217 Punkten. MDAX und TecDAX büßten 0,19 und 1,08 Prozent ein. Unter den 110 größten Indexwerten gab es 31 Gewinner (29%) und 77 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 87 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 100,3 Millionen Aktien (Vortag: 219,4) im Wert von 4,16 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,87). Bei der Sektorenbetrachtung wiesen lediglich Rohstoffwerte (+0,35%) und Immobilientitel (+0,09%) moderate Aufschläge auf. Am deutlichsten verloren Technologie (-2,47%), Software (-1,64%) und Banken (-1,41%). Im DAX belegte Beiersdorf nachrichtenlos die Indexspitze mit plus 0,50 Prozent. Vonovia und Commerzbank rückten als die einzigen weiteren Kursgewinner um 0,12 und 0,05 Prozent vor. Das Schlusslicht bildete Linde mit einem Abschlag von 2,75 Prozent. Hier wirkten die am Freitag aufgekommene Sorge vor einem möglichen Scheitern der Fusion mit Praxair sowie ein technisches Verkaufssignal kursbelastend. Deutsche Bank büßte 2,27 Prozent ein. Für die Henkel-Aktie ging es um 2,26 Prozent abwärts. Der Anteilsschein des Konsumgüterkonzerns litt unter negativen Aussagen zum bisherigen Geschäftsverlauf.

An der Wall Street endete der Dow Jones Industrial 1,34 Prozent schwächer bei 24.611 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 2,20 Prozent auf 6.865 Zähler. Mit dem Tagestief bei 6.806 Punkten testete der Index erfolgreich die steigende 50-Tage-Linie. Belastet wurde er von einem Kursrutsch bei der Facebook-Aktie (-6,76%). Das soziale Netzwerk steht derzeit stark in der Öffentlichkeit unter Kritik, nachdem bekannt wurde, dass eine Datenanalysefirma Millionen Facebook-Profil-Daten ohne Zustimmung der Nutzer erhoben und jahrelang missbräuchlich aufbewahrt hat. 76 Prozent der Aktien an der NYSE verzeichneten Kursrückgänge. Das Abwärtsvolumen betrug 87 Prozent. 32 neuen 52-Wochen-Hochs standen 144 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektoren endeten im Minus. Die größten Verluste waren bei Technologie und Healthcare zu beobachten.

Am Devisenmarkt gab der Dollar-Index um 0,32 Prozent auf 89,89 Punkte nach und fiel damit wieder unter die tags zuvor überwundene 50-Tage-Linie zurück. Der Euro wertete gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen deutlich auf. Beflügelnd wirkte eine Reuters-Meldung, wonach sich innerhalb der EZB die Diskussion weg von den noch laufenden Anleihekäufen hin zum zukünftigen Zinspfad verschiebt. EUR/USD kletterte um 0,41 Prozent auf 1,2339 USD und überwand damit die 50-Tage-Linie. Bei den anderen Majors ragte das Pfund Sterling mit kräftigen Zugewinnen heraus. Die Inselwährung profitierte von der Einigung zwischen der EU und Großbritannien über eine Übergangsfrist bei der Umsetzung des Brexit. Auffällige Schwäche zeigte der Yen nach der Veröffentlichung des Protokolls der letzten BoJ-Sitzung.

Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,75 Prozent auf 441,29 Punkte. Brent-Öl gab um 0,14 Prozent auf 66,12 USD nach. Comex-Kupfer handelte 1,00 Prozent schwächer bei 3,08 USD. Gold rückte gestützt vom schwächeren US-Dollar um 0,33 Prozent auf 1.317 USD (1.068 EUR) vor. Mit dem zwischenzeitlich markierten 3-Wochen-Tief bei 1.307 USD wurde die 100-Tage-Linie erfolgreich getestet. Silber und Platin stiegen um 0,26 und 0,49 Prozent. Palladium verlor hingegen 0,56 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,37 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einer zwischenzeitlichen Erholung bis auf 0,61 Prozent ebenfalls auf dem Vortagesniveau bei 0,57 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,03 Prozent tiefer bei 158,13 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes notierte unverändert bei 2,85 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute aufgrund der negativen Vorgaben von der Wall Street überwiegend südwärts, konnten sich jedoch im Verlauf von den Tiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,25 Prozent auf 176,51 Punkte.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sowie den Index des Verbrauchervertrauens für die Eurozone. Unternehmensseitig gibt es Geschäftszahlen unter anderem von Continental, Leoni, Porsche Automobil Holding, Wacker Neuson, Ado Properties, Tom Tailor Holding und Knorr Bremse.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE8SJP Long Nasdaq Future Jun 2018 Faktor: 10
CE8SJV Short Nasdaq Future Jun 2018 Faktor:-10

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Bitte beachten Sie den Disclaimer und die Risikohinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Bei den hier dargestellten Inhalten handelt es sich um fremde Inhalte. Für diese fremden Inhalte ist ausschließlich der jeweilige Eingeber verantwortlich. Eine inhaltliche, redaktionelle Überprüfung durch die DZB Media GmbH erfolgt ausdrücklich nicht. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang ergänzend den Haftungsausschluss unter https://www.zertifikateberater.de/impressum.

Sollte ein hier durch einen Eingeber distribuierter Inhalt aus Ihrer Sicht gegen geltendes Recht verstoßen, schicken Sie bitte eine Email an nc. Der gemeldete Inhalt wird umgehend überprüft und ggf. gesperrt.