Energie: Brentöl handelt trotz einer Fülle an Nachrichten kaum verändert bei knapp 65 USD je Barrel, WTI bei 61 USD je Barrel. Viele Nachrichten waren zum Teil widersprüchlich und glichen sich in ihrer Wirkung auf die Preise aus. Exemplarisch hierfür sind die US-Lagerdaten. Zwar stiegen die Rohöllagerbestände in der letzten Woche unerwartet deutlich um 5 Mio. Barrel. Die Rohölvorräte in Cushing stiegen zum ersten Mal in diesem Jahr. Der Grund des kräftigen Lageraufbaus bleibt aber im Dunklen. Fallende (Netto-)Importe und eine gestiegene Rohölverarbeitung hätten eher für einen Rückgang der Ölvorräte gesprochen. Dafür fielen die Vorräte von Ölprodukten umso stärker. Bei Benzin gab es einen Lagerabbau um 6,3 Mio. Barrel, die Destillatebestände fielen um 4,4 Mio. Barrel. Insbesondere der kräftige Rückgang der Benzinvorräte war angesichts der gestiegenen Rohölverarbeitung überraschend. Der Anstieg der US-Rohölproduktion setzte sich auch letzte Woche fort. In ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht räumt die OPEC erstmals ein, dass das Nicht-OPEC-Angebot in diesem Jahr stärker steigen wird als die globale Ölnachfrage. Die OPEC revidierte ihre Schätzung für das Nicht-OPEC-Angebot den vierten Monat in Folge nach oben und erwartet nun einen Anstieg um 1,66 Mio. Barrel pro Tag. Die Nachfrage soll um 1,62 Mio. Barrel pro Tag zulegen. Der Bedarf an OPEC-Öl soll daher um 200 Tsd. auf 32,6 Mio. Barrel pro Tag sinken. Damit liegt die Bedarfsschätzung der OPEC aber noch immer deutlich über der der US-Energiebehörde (32,1 Mio. Barrel pro Tag) und der Internationalen Energieagentur (32,3 Mio. Barrel pro Tag). Die IEA gibt neue Schätzungen heute bekannt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold notiert heute Morgen weitgehend unverändert bei 1.325 USD je Feinunze und wird von der sich zuspitzenden politischen Krise zwischen Großbritannien und Russland unterstützt. Die britische Regierung hat in Reaktion auf den Giftanschlag auf einen russischen Ex-Spion in England Sanktionen gegen Russland verhängt. Demnach werden die bilateralen Beziehungen zwischen London und Moskau ausgesetzt sowie 23 russische Diplomaten ausgewiesen. Zudem will die britische Regierung alle staatlichen russischen Vermögen einfrieren, wenn es Beweise dafür gebe, dass diese dazu eingesetzt würden, um Leben und Eigentum von Bürgern in Großbritannien zu bedrohen. Russland hat Vergeltungsmaßnahmen angekündigt. Von der Politik könnte es aber auch Gegenwind für den Goldpreis geben. Denn der neue Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hat sich für einen starken US-Dollar ausgesprochen.
Palladium ist gestern kurzzeitig über die Marke von 1.000 USD je Feinunze gestiegen, hat dieses Niveau aber nicht gehalten. Auch Platin legte zwischenzeitlich zu, kam zum Handelsschluss hin aber ebenfalls wieder zurück. Wie der Verband der europäischen Automobilproduzenten heute Morgen mitteilte, wurden in der EU im Februar 1,13 Mio. Autos neu zugelassen, 4,3% mehr als im Vorjahr. Dies war der stärkste Februar-Wert seit zehn Jahren. Damit ist die Schwäche in den USA und in China im letzten Monat nicht nach Europa herübergeschwappt.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Angetrieben durch gute Konjunkturdaten aus China und einem zwischenzeitlich schwachen US-Dollar legten die Metallpreise gestern zeitweise deutlich zu. Sie ignorierten dabei auch die Drohung von US-Präsident Donald Trump, Zölle auf die Importe von Technologie- und Telekommunikationsprodukten aus China zu verhängen. Blei stach unter den Industriemetallen hervor: Es stieg gestern den zweiten Tag in Folge spürbar auf 2.450 USD je Tonne. Auftrieb erhielt der Preis durch einen deutlichen Anstieg der sog. gekündigten Lagerscheine an der LME, das heißt die Menge, die zur Auslieferung aus den Lagerhäusern angefordert ist. Diese sind in den letzten beiden Tagen um fast 70% auf 53 Tsd. Tonnen gestiegen. Das Blei ist nahezu ausschließlich aus den LME-Lagerhäusern in Antwerpen zur Auslieferung angefordert. Wir bezweifeln, dass es sich dabei um reale Nachfrage handelt. Wir denken eher, dass hier Finanztransaktionen im Hintergrund ablaufen.
Heute laufen in China die behördlich angeordneten Produktionskürzungen bei Aluminium und Stahl während der Wintersaison aus. Zwar wurden hier und da ein paar Kürzungen noch verlängert, im Großen und Ganzen sollte die Produktion aber stark ausgeweitet werden. Diese ist schon zuletzt trotz der angeordneten Kürzungen gestiegen (siehe zum Beispiel TagesInfo Rohstoffe von gestern). Die höhere Produktion dürfte auch zu steigenden Exporten führen, so dass die Weltmärkte mit Aluminium und Stahl gut versorgt sein sollten.
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