14.03.18, 13:05

Feste Metallpreise nach guten China-Daten

Energie: Der Brentölpreis stabilisiert sich bei knapp 65 USD je Barrel. Dazu tragen robuste chinesische Konjunkturdaten bei (siehe Industriemetalle auf Seite 2). Zudem berichtete das Nationale Statistikbüro Chinas einen Anstieg der Rohölverarbeitung im Januar und Februar um 7,3% gegenüber Vorjahr, während die Rohölproduktion um 1,9% zurückging. Dies erklärt auch den hohen Importbedarf zu Jahresbeginn. Die chinesischen Rohölimporte waren in den ersten beiden Monaten des Jahres laut Daten der Zollbehörde gut 10% höher als im Vorjahr. Der Wechsel an der Spitze des US-Außenministeriums (siehe Edelmetalle unten) könnte auch Auswirkungen auf den Ölmarkt haben. Denn der designierte neue US-Außenminister Pompeo sieht das Atomabkommen mit dem Iran ähnlich kritisch wie US-Präsident Trump. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass Trump bei der nächsten Gelegenheit das Atomabkommen nicht mehr bestätigt und neue Sanktionen gegen den Iran verhängt, die auch den Ölsektor betreffen könnten. Saudi-Arabien scheint von seinem Ansinnen Abstand zu nehmen, den staatlichen Ölkonzern Saudi Aramco in diesem Jahr international an die Börse zu bringen. Im Gespräch ist eine Verschiebung auf 2019 oder eine Notierung nur an der heimischen Börse. Offensichtlich hat der Druck zum Börsengang nachgelassen. Denn die Leistungsbilanz Saudi-Arabiens ist dank der gestiegenen Öleinnahmen und Einschnitten bei den Ausgaben wieder im Überschuss, nachdem sie 2015 und 2016 noch stark defizitär war. Ohne den Druck des Börsengangs könnte Saudi-Arabien seine Ölproduktion wieder ausweiten, was zu einem Überangebot und fallenden Preisen führen würde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der Goldpreis legte gestern Nachmittag zu und kostete heute Morgen zeitweise 1.330 USD je Feinunze, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend Außenminister Rex Tillerson entlassen hatte. Nachfolger soll der bisherige CIA-Chef Michael Pompeo werden, der als Hardliner gilt. Gold profitierte auf die Meldung, die Trump zunächst per Twitter verbreitete, zum einen in seiner Funktion als sicherer Hafen. Zum anderen erhielt das gelbe Edelmetall Auftrieb durch den schwachen US-Dollar, der auf die Nachricht hin abwertete. Solange in der aktuellen US-Administration Chaos herrscht, dürfte der US-Dollar nicht nachhaltig aufwerten und Gold entsprechend gut unterstützt sein. Einem kurzfristigen merklichen Preisanstieg von Gold dürfte aber die Fed-Sitzung nächste Woche entgegenstehen (siehe TagesInfo Rohstoffe von gestern). Die Fed dürfte auch nach den gestrigen US-Inflationsdaten die Zinsen weiter moderat erhöhen, obwohl der Inflationsdruck in den USA im Februar wieder nachgelassen hat. An der Markterwartung hat sich nach den Daten nichts geändert. Gold könnte in den nächsten Tagen vom sich anbahnenden politischen Konflikt zwischen Großbritannien und Russland nach der Gift-Attacke auf einen russischen Ex-Spion in England profitieren. Russland hat in der Nacht ein Ultimatum der britischen Regierung verstreichen lassen, sich in Bezug auf die Attacke zu erklären. Die britische Regierung hat Russland mit Konsequenzen und Strafmaßnahmen gedroht.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

Industriemetalle: Die chinesische Wirtschaft ist deutlich besser in das Jahr gestartet als angenommen. Die heute Morgen vom Nationalen Statistikbüro (NBS) veröffentlichten Daten lagen klar über den Erwartungen. Demnach ist die Industrieproduktion im Januar und Februar zusammengenommen gegenüber Vorjahr um 7,2% gewachsen. Die Anlageinvestitionen legten um 7,9% zu. Damit hat sich die eingetrübte Stimmung nach dem verhaltenen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe nicht in den harten Daten widergespiegelt. Die Metallpreise reagieren auf die Daten heute Morgen entsprechend mit Aufschlägen. Kupfer handelt wieder bei rund 7.000 USD je Tonne, Aluminium kostet 2.100 USD je Tonne und Zink notiert bei knapp 3.300 USD je Tonne. Wie das NBS am Morgen ebenfalls mitteilte, ist die chinesische Stahl- und Aluminiumproduktion schon vor dem Ende der Wintersaison wieder deutlich gestiegen. Im Januar und Februar zusammen wurden 136,8 Mio. Tonnen Stahl produziert (2,32 Mio. Tonnen pro Tag), fast 6% mehr als im Vorjahr und eine rekordhohe Menge für diesen Zeitraum. Die Aluminiumproduktion ist in den ersten beiden Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr gemäß den Daten des NBS zwar um 1,8% auf 5,3 Mio. Tonnen gefallen, auf Tagesbasis war dies mit über 90 Tsd. Tonnen aber der höchste Wert seit Juni letzten Jahres. Sowohl bei Stahl als auch bei Aluminium sind die Lagerbestände in diesem Jahr bislang deutlich gestiegen, was auf eine verhaltene Nachfrage hindeutet und Sorgen vor zu viel Angebot aufkommen lassen könnte.

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