USD: Die US-Administration versinkt tiefer im Chaos. Anders ist die Entlassung von US-Außenminister Rex Tillerson nicht zu beschreiben. Es kann niemand geben, der die Vor-gänge im Weißen Haus abstoßender findet als ich. Aber dennoch: Mich überrascht, dass der Devisenmarkt auf diese Entwicklung (und auf all die anderen Chaos-Meldungen aus Washington) mit USD-Schwäche reagiert. Bin ich der letzte, der sich noch an die Chaos-Tage der Reagan-Administration erinnert, z.B. Reagans Sprechprobe, in der er aus Scherz die Bombardierung Russlands ankündigte? Und der Dollar? Er wertete damals auf und auf und auf. Müssen wir uns nicht am Devisenmarkt auf die ökonomischen Konsequenzen der US-Politik konzentrieren? Tun wir das, kommen wir zu anderen Schlüssen: Protektionismus – so dumm und übel er auch sein mag – führt zu Aufwertung der Währung des Landes, das ihn betreibt; expansive Fiskalpolitik ebenso – wenigstens auf mittlere Frist. Die Kanäle, über die Amerikas Chaos-Präsident den Dollar materiell schwächen könnte, erläutere ich in einem FX Hotspot, den wir heute Morgen versendet haben.
EUR: Heute sprechen fast alle, die in der EZB Rang und Namen haben – (unter anderem) Präsident Mario Draghi, Vize-Präsident Vítor Constâncio, sowie die Board Mitglieder Peter Praet und Benoît Coeuré. Der Euro kann ihren Reden entspannt entgegen sehen – denn dass es der EZB auf ihrer Sitzung letzte Woche gelungen ist, die taubenhafte Ergänzung aus ihrer Forward Guidance zu streichen, ohne dass das am Devisenmarkt als falkenhaftes Signal aufgefasst wird, dürfte genau das gewesen sein, was sich die EZB erhofft hat. Die EZB kann erst einmal wieder auf Autopilot schalten.

SEK: Top oder Flop heißt es heute für die SEK. Nach der massiven Enttäuschung der Januar-Inflationsdaten dürften die heutigen Februar-Daten ausschlaggebend dafür sein, ob der Devisenmarkt einen ersten vorsichtigen Zinsschritt im Sommer auf Kosten der SEK vollständig auspreist oder nicht. Eine kleine Warnung ist jedoch angebracht: Der Devisenmarkt droht, sich von der Vorjahresrate in die Irre führen zu lassen: Diese wird aufgrund von Basiseffekten auch dann noch einmal fallen, wenn der unterliegende Inflationsdruck nahe bei 2% liegt. Und dafür würde ausreichen, wenn die Inflation im Februar im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um +0,2% gestiegen wäre, was grob den erwarteten +0,7% für die nicht-saisonbereinigte Rate entspricht. Klar, eine erneute Enttäuschung würde die Riksbank unter Druck setzen, den Beginn der Zinsnormalisierung erneut zu verschieben. Aber wenn die Inflation wie erwartet ausfällt, bliebe die Tür für eine erste Zinserhöhung im Sommer erst einmal offen – und die sollte Hand in Hand mit einer leicht stärkeren SEK kommen.
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