
Energie: Die Ölpreise gaben gestern den zweiten Tag in Folge nach und haben damit die Gewinne von Anfang der Woche wieder vollständig abgegeben. Brent handelt am Morgen unterhalb von 64 USD je Barrel, WTI hält sich noch über der Marke von 60 USD je Barrel. Für Abgabedruck sorgt weiterhin die stark steigende Ölproduktion in den USA. Die neuen Daten von Baker Hughes dürften heute Abend zeigen, dass die Bohraktivität in den USA in dieser Woche weiter gestiegen ist. Denn das Bohren nach Schieferöl ist bei Preisen oberhalb von 60 USD attraktiv. Der in der WTI-Terminkurve ablesbare Rückgang der Preise unter 60 USD könnte die Bohraktivität in den kommenden Monaten bremsen. Aktuell ist dies aber noch nicht zu erwarten, da zwischen Preis und Bohraktivität eine Zeitverzögerung von bis zu vier Monaten besteht. Der für die Bohraktivität relevante WTI-Preis mit Fälligkeit in sechs Monaten lag bis vor kurzem noch über der Marke von 60 USD je Barrel.
Die Preise im Emissionshandel sind in den letzten vier Wochen um weitere 2 EUR auf ein 6½-Jahreshoch von über 11 EUR je Tonne nach oben geschnellt: Vom Tief im Sommer 2016 haben sie sich mittlerweile nahezu verdreifacht. Wir waren wegen der Reformen von langfristig höheren Preisen überzeugt, aber das Tempo der Rally hat uns wie wohl auch viele andere Marktteilnehmer überrascht. Diese scheinen sich nun mit Emissionsrechten einzudecken, wie die hohe Nachfrage in den Auktionen zeigt. Dennoch drohen Rücksetzer, da die Auktionsvolumina in diesem Jahr hoch bleiben.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CE9J1Y | Faktor Long | WTI Oil Future | Faktor: 8 |
| CE9J22 | Faktor Long | Brent Oil Future | Faktor: 8 |
| CE7XGS | Faktor Short | WTI Oil Future | Faktor: -8 |
| CE5YRG | Faktor Short | Brent Oil Future | Faktor: -8 |
Edelmetalle: Gold fällt zum Wochenausklang wieder unter 1.320 USD je Feinunze. Hierzu trägt der festere US-Dollar nach der EZB-Sitzung teil. Denn EZB-Präsident Mario Draghi hatte gestern betont, dass die EZB noch nicht auf zügig auf den Pfad der Normalisierung der Geldpolitik einschwenken wird. Belastend für den Goldpreis sind auch die weiteren Entspannungsanzeichen im Nordkorea-Konflikt. Im Mai soll es zu einem Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un kommen. Heute könnten robuste US-Arbeitsmarktdaten für weiteren Abgabedruck sorgen.
Der World Platinum Investment Council (WPIC) hat in seinem gestern veröffentlichten Quartalsbericht zur Lage am globalen Platinmarkt umfangreiche Revisionen vorgenommen. Demnach bestand im letzten Jahr ein Angebotsüberschuss von 250 Tsd. Unzen, da das Recyclingangebot deutlich höher war und die Nachfrage um 7% gefallen ist. Bislang ging der WPIC von einem nahezu ausgeglichenen Markt aus. Dafür soll der Platinmarkt in diesem Jahr weitgehend ausgeglichen sein (bislang Schätzung eines Defizits von 275 Tsd. Unzen). Während das Minenangebot spürbar sinken soll, zeigt sich die Nachfrage unverändert. Dabei sollen eine höhere Industrienachfrage außerhalb der Autoindustrie und eine höhere Schmucknachfrage Rückgänge bei der Investmentnachfrage und in der Autoindustrie ausgleichen. Der WPIC hat sich mit seiner Einschätzung den Zahlen von Johnson Matthey angenähert, die für 2018 von einem moderaten Angebotsüberschuss ausgehen. Das Aufwärtspotenzial des Platinpreises sollte daher unseres Erachtens begrenzt sein.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| CD5B2X | Faktor Long | Gold-Future | Faktor: 6 |
| CD5B34 | Faktor Short | Gold-Future | Faktor: -6 |
Industriemetalle: Wie zuvor angekündigt, hat US-Präsident Donald Trump gestern Zölle auf die Importe von Aluminium und Stahl verhängt. Diese betragen bei Aluminium 10% und bei Stahl 25%. Von den Zöllen ausgenommen sind vorerst Kanada und Mexiko, was ebenfalls im Vorfeld bekannt wurde (siehe TagesInfo Rohstoffe von gestern). Die Zölle treten in 15 Tagen in Kraft. Trump hat sich mit der Unterzeichnung der Proklamation aber auch einige Hintertüren offen gelassen, um zum Beispiel bilaterale Abkommen auszuhandeln. Auch besteht die Möglichkeit, dass Nischenprodukte von den Zöllen ausgenommen werden können. Die EU hat angekündigt, besonnen und angemessen auf die Importzölle in den USA zu reagieren. Schärfere Töne kommen da schon aus China. Das Land hat nochmals bekräftigt, „starke“ Maßnahmen zu ergreifen, um die eigenen Interessen zu schützen. Die Welt könnte also durchaus noch auf einen Handelskrieg zusteuern. Dieses Thema wird die Märkte wohl noch lange in Atem halten. Im frühen Handel wird es negativ aufgenommen: Die Metallpreise geben in der Breite nach. Stark unter Druck stehen wie schon gestern die Stahl- und Eisenerzpreise.
China hat gemäß Daten der Zollbehörde im Februar trotz einer geringeren Anzahl von Tagen und des Neujahrsfestes mehr Stahl exportiert. Die Ausfuhren sind im Vergleich zum Vormonat um gut 4% auf 4,85 Mio. Tonnen gestiegen. Sie lagen allerdings deutlich unter Vorjahr. Die Aluminiumexporte waren dagegen im Vergleich zum Vormonat rückläufig, lagen aber 43% über Vorjahr (372 Tsd. Tonnen).
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