Der deutsche Aktienmarkt setzte am Donnerstag seinen Kursaufschwung fort. Die EZB hatte nach ihrer Sitzung die Wachstumsprognose für das laufende Jahr angehoben und zugleich auf der Pressekonferenz signalisiert, dass sie ihre expansive Geldpolitik fortführen wird. Allerdings strichen die Notenbanker die Passage, wonach sie eine Ausweitung des laufenden Anleihekaufprogramms für den Fall einer Verschlechterung des Ausblicks in Betracht ziehen. Der DAX schloss 0,90 Prozent fester bei 12.356 Punkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte verbesserte sich um 0,82 Prozent auf 26.049 Punkte. Der TecDAX haussierte angetrieben von einem Kurssprung bei Evotec um 2,42 Prozent auf 2.658 Zähler. Unter den 110 größten Werten gab es 87 Gewinner (80%) und 22 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 83 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 100,8 Millionen Aktien (Vortag: 95,8) im Wert von 4,19 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,25). Stärkste Sektoren waren Technologie (+2,70%), Software (+1,69%) und Immobilien (+1,65%). Einzig der Medien-Sektor verzeichnete ein Minus (-0,18%). Die DAX-Spitze belegte Linde nach positiv aufgenommenen Geschäftszahlen mit einem Plus von 3,52 Prozent. Infineon und Deutsche Post notierten 2,73 und 2,47 Prozent höher. Das Schlusslicht im Index bildete die Merck-Aktie mit einem Abschlag von 4,24 Prozent nach einem schwachen Ausblick. Lufthansa und Deutsche Bank verloren 1,65 und 0,57 Prozent. Im TecDAX sprang Evotec um 13,60 Prozent. Das Papier reagierte auf die Meldung, dass man in exklusiven Verhandlungen über eine Zusammenarbeit mit Sanofi stehe.
An der Wall Street setzte sich der Kursanstieg trotz der Absegnung der Einfuhrzölle für Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump fort. Entspannend wirkte, dass Mexiko und Kanada zunächst von den Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Ferner signalisierte Trump, dass auch andere Länder als Ergebnis von Einzelverhandlungen Ausnahmen zugestanden werden können. Der Dow Jones Index endete 0,37 Prozent höher bei 24.895 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,53 Prozent auf 6.966 Zähler nach oben. 56 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug 53 Prozent. 103 neuen 52-Wochen-Hochs standen 40 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Consumer Staples und Immobilien. Einziger Sektor mit marginalem Minus war Energie.
Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber fast allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,55 Prozent auf 90,12 Punkte. Der Euro büßte gegenüber allen Majors mit Ausnahme des Franken an Wert ein. EUR/USD gab um 0,81 Prozent auf 1,2310 USD nach. In einer ersten Reaktion auf die EZB-Entscheidung war das Währungspaar bis auf ein 3-Wochen-Hoch bei 1,2446 USD angestiegen, bevor mit dem Beginn der anschließenden Pressekonferenz ein kräftiger Einbruch erfolgte.
Der S&P GSCI Rohstoffindex fiel um 0,87 Prozent auf 437,70 Punkte. Brent-Öl verbilligte sich um 0,75 Prozent auf 63,86 USD. Der Preis für US-Erdgas sank nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten, die wie vom Markt erwartet hereinkamen, um 1,08 Prozent auf 2,74 USD. Comex-Kupfer sackte um 1,85 Prozent auf 3,08 USD ab. Gold notierte 0,37 Prozent tiefer bei 1.323 USD (1.074 EUR). Silber, Platin und Palladium stiegen zwischen 0,04 und 1,29 Prozent.
Am Rentenmarkt verharrte die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite bei 0,46 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank in Reaktion auf die Aussagen der EZB in der Pressekonferenz um drei Basispunkte Der Euro-Bund-Future schloss 0,05 Prozent höher bei 159,36 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes fiel um drei Basispunkte auf 2,86 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh auf breiter Front aufwärts. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,24 Prozent auf 175,47 Punkte. Stützend wirkte die überraschende Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump eine Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un für ein Treffen angenommen hat. Die Bank of Japan beließ ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert.
Heute richtet sich der Fokus klar auf die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für den Februar. Sie dürften für hohe Volatilität an den Märkten sorgen. Die Konsensschätzung lautet auf 205.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft sowie einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,0 Prozent. Der Blick richtet sich jedoch vor allem auf die Entwicklung der Lohninflation, da diese Kennziffer im Vormonat mit einem stärker als erwarteten Anstieg (+0,34%) den Abverkauf an den Aktienmärkten eingeleitet hatte. Analysten erwarten diesmal im Schnitt einen Anstieg der Stundenlöhne um 0,20 Prozent gegenüber dem Vormonat.
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